19.02.2026
Die NBA nach dem All-Star Break
Die Trade-Deadline hat ein wenig geschüttelt, aber nicht alles durcheinander gebracht. Springt Detroit ganz weit nach oben, obwohl es sich dem großen Deal verweigerte? Wie stehen die Chancen der Lakers? Ergibt Orlandos Untätigkeit Sinn? Macht ein Trade die Wolves zum Contender - und weshalb rutscht der Meister ab? Das Power Ranking mit dem Fokus auf die Ideen und Ziele der Teams rund um die Trade-Deadline.

Eigentlich stand der Plan. Was funktionieren sollte, wahrscheinlich aber nie funktionieren konnte, scheiterte. Also wollten die Kings neu aufbauen. Problem: Dafür hätten sie echte Interessenten für Zach LaVine, DeMar DeRozan und Domantas Sabonis finden müssen. Fanden sie nicht. Dass die Kings neben Dennis Schröders mit Keon Ellis einen ihrer wenigen womöglich interessanten jungen Spieler abgaben, um De’Andre Hunter zu holen, der mehr kostet, passt irgendwie zu allem, was die Kings so tun. Der Draft-Position schadet das nicht. Sacramento dürfte beste Chancen auf einen Top-Pick haben.
In Chicago entschied man sich, jetzt aber wirklich schlecht zu werden. Die Bulls tauschten (kleine) Guards (Coby White, Ayo Dosunmu) gegen noch mehr, (teilweise) noch kleinere Guards (Collin Sexton, Rob Dillingham, Anfernee Simons, Jaden Ivey). Bigs gibt es kaum, und so darf Guerschon Yabusele, der aus New York kam, als Center starten. Das Team ergibt keinen Sinn mehr, was wiederum viel Sinn ergibt: Chicago schielt auf eine gute Draft-Position, hat dabei allerdings etwas "aufzuholen".
Trae Young? Soll sich richtig auskurieren. Anthony Davis? Darf sich Zeit nehmen. Obwohl die Wizards ihren Zeitplan durch die beiden Hochprofil-Neuzugänge beschleunigten, dominiert Ruhe die Hauptstadt. Ein letztes Mal möchte man ganz viel verlieren. Aus gutem Grund. Landet Washingtons Pick in den Top 8, schleicht er zu den Knicks. Mit weniger spielfähigen Veteranen und vielen Jungen steigern die Wizards wiederum ihre Chancen, selbst auswählen zu dürfen.
Theoretisch hätten die Pelicans den ganz großen Ausverkauf starten können. Am Ende wechselte einzig Jose Alvarado zu den Knicks. Herb Jones, Trey Murphy III, auch Zion Williamson blieben. Anreiz, abzuschenken, haben die Pelicans mangels eigenem Pick. Was nichts daran ändert, dass sie zu den schwächsten Teams der Liga zählen. Womöglich war nicht das passende Angebot dabei - womit der Blick auf den Sommer wandert, wenn das Team rund um Jeremiah Fears, Derik Queen und Murphy neu aufgebaut werden soll.

Die Pacers kosten ihr Sabbatjahr ohne Tyrese Haliburton weiter voll aus. Durch den Trade für Ivica Zubac holte Indiana einen extrem fähigen Center als Ersatz für den im Sommer nach Milwaukee gewechselten Myles Turner. Es könnte sehr gut passen. Zumal die Pacers schlecht bleiben dürfen. Ihren Pick verlieren sie nur an die Clippers, wenn er zwischen Position fünf und neun landet. Gut verhandelt und bereits für das nächste Jahr aufgestellt. 2026/27 dürfte der Osten ein absolutes Top-Team zurückbekommen.
Cam Thomas zu waiven, ändert wenig am Status Quo. Die Nets bleiben in der Testphase. Wer passt? Wer soll in Zukunft bleiben? Für Michael Porter Jr. und Nicolas Claxton erhielt Brooklyn offenbar kein endgültig überzeugendes Angebot. Nötig war es auch nicht. Trotz Potenzial (Claxton) und exzellenter Saison (MPJ) gefährden beide offensichtlich nicht die Draft-Aussichten - und um nichts anderes geht es den Nets weiterhin.
Anthony Davis ist weg, Cooper Flagg darf sich so richtig austoben und zeigt dabei gerade offensiv sogar noch mehr, als selbst Optimisten in Jahr eins, womöglich auch später, erwartet hatten. In den letzten sechs Spielen legte der Nummer-1-Pick vier Mal mindestens 30, einmal 27 Punkte auf. Heißt: Ein Jahr nach Luka Doncic haben die Mavs ihr neues Franchise-Fundament gefunden. Nun können sie um Flagg herum basteln. Darum geht es nun. Dass sie im Draft womöglich erneut früh auswählen dürften, beschleunigt den Prozess womöglich.
Jaren Jackson Jr. zu bekommen, war nichts anderes als ein Homerun. Für nächstes Jahr. Vorläufig musste sich Jackson eine Wucherung aus dem Knie entfernen lassen und fällt länger aus. Rein sportlich kommt das einem Team, das seine Besten im letzten Viertel schon mal rausnahm, um doch noch zu verlieren, für den Moment nicht ungelegen. Utah möchte seinen Pick behalten. Landet der außerhalb der Top 8, darf OKC auswählen. Also wird ein letztes Mal getankt. Wie offensichtlich, steht nach der Strafe durch die Liga natürlich in Frage.
Alles neu im Memphis. Das ist der Plan. Mangels Interesse blieb Ja Morant zwar, dafür haben die Grizzlies in den kommenden sieben Drafts 13 Erstrunden-Picks. So häufig wählen dürf(t)en nur die Nets und (selbstverständlich) OKC. Dass das Team ohne zwei seiner drei Besten der letzten Jahre ordentlich Qualität verliert, erhöht die Chancen auf eine eigenen guten Pick. Die Essenz. Zumal mit Cedric Coward, Zach Edey und Jalen Wells ein durchaus interessantes Gerüst zwischen wertvollem Rollenspieler und möglichem Co-Star bereits da ist. Die Grizzlies wählten eine Richtung und verloren keine Zeit, ihr zu folgen.

"The Saga Continues…" 30 Jahre nach Ol’ Dirty Bastard passt der Satz ebenso gut nach Milwaukee. Giannis Antetokounmpo bleibt. Also vorläufig. Und aus Bucks-Sicht ergibt das Sinn. Im Sommer können mehr Teams bessere Angebote abgeben. Weshalb also voreilig auf das erstbeste jetzt eingehen? Zumal Giannis verletzt ist und dem Team damit nicht "schadet". Mit Blick auf den Draft dürfen die Bucks verlieren; aber auch nicht zu viel. Ziehen sie früher als die Pelicans und Hawks, geht ihr Pick nach Atlanta. Dürfte eines der beiden Teams vor ihnen auswählen, behalten sie ihr Wahlrecht.
Trae Young ist weg, und dennoch marschieren die Hawks nicht durch den Osten? Dass der Point Guard nicht Atlantas einziges Problem war, ist nicht die ganz große Überraschung. Mit Jonathan Kuminga starten die Hawks ein Experiment. Fanden Spieler und Team in Golden State einfach nicht zusammen? Einen Versuch ist es wert. Zumal Kristaps Porzingis zwar half, wenn er spielte, aber am Ende doch zu oft fehlte. Dazu ist Jalen Johnson nun endgültig die Nummer eins des Teams. Wichtig dürfte ein echter Point Guard sein, der verteidigen und das Spiel lenken kann. Da die Hawks den besten Pick aus ihrem eigenen, dem der Pelicans und dem der Bucks erhalten, stehen sie kommende Saison eventuell schon deutlich besser da.
Den ganz großen Kulturwandel erzwang Miami dann doch nicht. Giannis durfte oder wollte nicht. Bei Morant machten die Heat nicht ernst. Bleibt ein Team, das sehr gut verteidigen kann, dessen frei fließende, schnelle Offense andere Mannschaften längst nicht mehr so kalt erwischt wie noch zu Saisonbeginn. Entsprechend vertraut wirken die Aussichten: Die Heat bleiben gefangen im Play-in.
Auch die Blazers sparten sich die ganz großen Bewegungen zur Deadline. Auf das Play-in schielt Portland dennoch. Zurecht. An guten Tagen packt die Defense zu und die Offense übt so viel Druck auf den Ring aus, dass die Blazers jeden schlagen können. An schlechten… Mal gewinnt Portland fünf in Folge, um wenig später sechs in Serie zu verlieren und daran drei Siege anzuschließen. Die launische Diva vom Willamette River. Kürzlich kehrte zudem Scoot Henderson zurück. Bringen die Blazers die Entwicklung ihres ehemaligen Nummer-2-Picks voran?
Dass Steph Curry zuletzt acht Spiele verpasste, half natürlich nicht. Zumal Jimmy Butler (Kreuzband) für den Rest der Saison fehlt und Neuzugang Kristaps Porzingins ebenfalls noch nicht mitwirken konnte. Gleichzeitig könnte der Lette, wenn fit, den Warriors einen Push geben. Theoretisch ist er genau der Center, der neben Draymond und zu Curry passt. Einreißen wollen die Warriors ohnehin nicht, so lange Steph noch spielen kann. Dass Curry und Porzingis demnächst zurückkehren dürften, hilft. Für einen tiefen Playoff-Run reicht es trotz des nächsten Versuchs zur Deadline aber wohl nicht.

Vielleicht hatten einige erwartet, dass die Magic zur Deadline in ganz großen Aktionismus verfallen. Stattdessen hielten sie sich zurück. Tyus Jones ging, Jevon Carter kam. Entscheidend ist ohnehin, dass endlich alle fit werden. Tatsächlich sah es so aus, als könnten die Magic nach dem All-Star Break mit allen, mit Franz und Moritz Wagner, mit Jalen Suggs, Paolo Banchero, Desmond Bane und einem stark verbesserten Anthony Black etwas aufbauen. Wegen seines Knöchels muss Franz nun allerdings erneut pausieren. Womöglich erfährt Orlando tatsächlich erst nächstes Jahr, was es da hat…
Die Bilanz schiebt die Suns eigentlich weiter nach oben - und Phoenix bleibt gut. Das Team spielt hart, hat seine Identität komplett gewandelt. Große Deals blieben daher aus. Mit Cole Anthony und Amir Coffey kamen zwei, die durchaus Rollenspielerpotenzial besitzen. Funktioniert es? Nach frustrierenden letzten Jahren wollen die Suns nun einfach in die Playoffs und dort so viel Eindruck hinterlassen wie möglich. Mit dem 13. besten Net Rating der Liga kann das klappen. Zumal Dillon Brooks weiter die beste Offensivsaison seiner Karriere spielt.
Stehen die Hornets in wenigen Wochen sogar noch weiter oben? Coby White, der für Collin Sexton aus Chicago kam, könnte trotz Sextons guter Leistungen, ein leichtes Upgrade auf den Guard-Positionen sein. Zudem hat sich das Team gefunden. Über die vergangenen Wochen spielt Charlotte mit den besten Basketball der Liga, hat während der vergangenen zehn Spiele, von denen es neun gewann, das siebtbeste Offensivrating. Es wächst etwas zusammen.
Theoretisch… theoretisch stehen die Clippers nun ein gutes Stück schlechter da als vor der Deadline. James Harden und Ivica Zubac sind weg. Der klare Playmaker und der beste Big… dafür kamen mit Benedict Mathurin in Projekt, ein womöglich exzellenter Pick und Darius Garland, der mit seiner Zehenverletzung weiter pausieren muss. Dank Kawhi Leonard im MVP-Modus scheint all das jedoch halb so problematisch zu sein. Die Clippers gewinnen weiter regelmäßig. Auch, weil sie nun eine gewisse Athletik besitzen. Nachdem sie den Thunder ihren 2026er First-Round Pick schulden, lohnt sich Abschenken auch nicht wirklich.

Joel Embiids Comeback ist eine der Geschichten der Saison, die sich der ganz großen Beachtung unterzieht. Der MVP von 2023 hat Wege gefunden, sich irgendwie in die Highspeed-Veranstaltung zwischen Tyrese Maxey und VJ Edgecombe einzugliedern und gleichzeitig viel zu scoren. Große Veränderungen gab es daher nicht. Für Jared McCain aus OKC einen 2026er First-Rounder der Rockets zu bekommen, lohnt sich womöglich. Ansonsten könnten die Sixers ein unangenehmer Playoff-Gegner werden. Wenngleich Embiids Knie gerade wieder etwas Schonung verlangt und Paul George wegen Verstoßes gegen die Betäubungsmittelauflagen gesperrt fehlt. Wobei PG damit ausgeruht in die Playoffs geht.
Die Raptors entschieden sich für Zurückhaltung. Ochai Agbaji schickten sie nach Brooklyn, um Geld zu sparen. Trayce Jackson-Davis kam aus Golden State, um die wegen Jakob Pöltls langwieriger Rückenverletzung ausgedünnte Center-Rotation etwas aufzupolstern. Ansonsten scheint der Status Quo durchaus zu gefallen. Die Raptors verteidigen effizient (4. Defensive Rating), teilen den Ball und gewinnen so meistens, wenn sie gewinnen müssen. Die 30 Siege der letzten Saison sind bereits geknackt, womit die Playoff-Rückkehr beinahe festzustehen scheint. Darum geht es. Was danach kommt, muss sich zeigen.
Dass sich Houston keinerlei offensive Hilfe sicherte, mutet weiterhin etwas sonderbar an. Reed Sheppard scheint sein Shooting-Loch aus dem Januar zwar langsam zu verlassen. Dafür fehlt Steven Adams, dessen Offensiv-Rebounding essenziell für die Offense war, bis Saisonende - und es macht sich bemerkbar. Über die letzten 15 Spiele haben nur die Magic, Kings, Pacers, Wizards und Nets ein schwächeres Offensive Rating. Die Rockets wollen um die Finals spielen, derzeit sieht es jedoch so aus, als könnten sie erneut in Runde eins scheitern.
Statt die Defense zu verbessern, sicherten sich die Lakers mit Luke Kennard Shooting. Neben Luka Doncic sicher nicht die schlechteste Idee; gleichzeitig bleibt diese riesige Lücke, die sich in den Playoffs bemerkbar machen dürfte. Luka, LeBron James und Austin Reaves stellen gegnerische Defenses sicher immer wieder vor Probleme. Gleichzeitig bleiben die Lakers selbst maximal angreifbar. Wohl zu angreifbar für einen tiefen Playoff-Run. Wahrscheinlich beginnt der große Umbau zu einem Luka-Team erst im Sommer.
Mit Ayo Dosunmu holten sich die Wolves endlich Guard-Hilfe - und es könnte extrem gut passen. Dosunmu ist lang, geht zum Ring - etwas, das Minnesota häufig fehlt -, spielt schnell - siehe "geht zum Ring" - und schenkt defensiv nicht zu viel her. Kurz: Er macht die Wolves gefährlicher, als sie ohnehin sind. Gute Teams schlagen sie gern, stellen sie nun die Niederlagen gegen weniger gute ab, könnten sie weiter klettern. Am Ende sind sie durchaus ein Finals-Kandidat. Dass Mike Conley zurückkehrt, öffnet ihnen zudem den Zugang zur Märchenabteilung.
Es überraschte; und dann doch irgendwie nicht. "James Harden für Darius Garland" ergibt aus Cavs-Sicht viel Sinn. Nicht nur, weil er (noch) der bessere Spieler ist. Seine Größe verschönert den Fit neben Donovan Mitchell, zudem dürfte Jarrett Allen von Hardens Pick-and-Roll-Fähigkeiten profitieren, die Offense damit eine weitere wichtige Basis-Dimension gewinnen. Dass mit Dennis Schröder und Keon Ellis zwei bissige Guards, mit dem EM- und WM-MVP zudem einer kam, der in die Zone geht, steht Cleveland ebenfalls. Vor der Saison peilten die Cavs die Finals an. Nach der Deadline tun sie es noch nachdrücklicher.
Anfernee Simons Wurf für Nikola Vucevic’ Größe zu opfern, werten nicht wenige als Zeichen. Einen Center brauchen die Celtics ohnehin. Die freigewordenen Würfe könnte demnächst Jayson Tatum übernehmen. Tatsächlich mehren sich die Anzeichen, dass Tatum demnächst von seinem Achillessehnenriss zurückkehrt. Natürlich bedarf es Anpassungen. Natürlich muss er sich in ein Team eingliedern, das Jaylen Brown auf beeindruckende Art anführt. Natürlich muss Tatum sich selbst auch erst wieder finden. Kann er in die Rolle eines absoluten Premium-Rollenspielers auf Zeit schlüpfen, sind selbst die Finals nicht ausgeschlossen.

Womöglich stehen die Nuggets bald weiter oben - obwohl sie die Deadline verstreichen ließen. "Neuzugang" bedeutet bei den Nuggets derzeit "Rückkehrer". Verletzungen zersplittern Denvers Saison. Immerhin kehrten kürzlich Nikola Jokic, Cam Johnson und Christian Braun zurück. Da Aaron Gordon und Peyton Watson noch etwas fehlen, müssen sich die Nuggets dennoch weiter durchhangeln. Was nichts an den allgemeinen Aussichten ändert. Sind alle fit, und knüpfen an das an, was sie individuell bereits gezeigt haben, ist Denver einer der aussichtsreichsten Titelkandidaten. Einzig die Defense (Rang 24) bereitet weiter Sorgen.
Krise? Welche Krise? Über die vergangenen 15 Spiele verteidigen die Knicks so gut wie die Pistons und stellen damit die beste Defense der Liga. Das Team hat Konsequenzen gezogen - und bekam mit Jose Alvarado endlich seinen aggressiven Point-of-Attack-Defender. All das scheint eine neue Dynamik zu entfalten. Gelingt es den Knicks, Jalen Brunson und Karl-Anthony Towns auch in den Playoffs zu beschützen und gleichzeitig exzellent zu verteidigen, sind die Finals möglich.
Der Champ auf drei? Zuletzt verloren die Thunder immer wieder. Im neuen Jahr stehen sie bei 14 Siegen und neun Niederlagen. Hauptgrund sind Verletzungen - Jalen Williams fehlt erneut, auch Shai Gilgeous-Alexander muss pausieren, Isaiah Hartenstein benötigte eine Pause, ebenso Alex Caruso und Ajay Mitchell -, weshalb auch keine Panik angebracht ist. Vollbesetzt bleibt der Champ Favorit Nummer eins. Zumal er mit Jared McCain weiteres Scoring-Potenzial von der Bank bekam.
Theoretisch hätten die Spurs alles beschleunigen können. Sie besitzen das Draft-Kapitel, dazu genug interessante Spieler um einen mittel- bis ganz großen Deal einzufädeln. Dennoch passierte… nichts. Jeremy Sochan waivten die Spurs, ansonsten blieb das Team zusammen; weil es bereits gut genug für eine lange Postseason erscheint. Spielt Victor Wembanyama, ist San Antonio sowohl offensiv als auch defensiv elitär. Problematisch mit Blick auf die Playoffs könnte das Spacing werden. Auch nach der Deadline mangelt es San Antonio an gefährlichen Schützen.
Gut zwei Jahre ist es her, dass die Pistons den "Rekord" für die längste Niederlagenserie der Ligageschichte einstellten. Nun sind sie zum All-Star Break das beste Team der NBA. Womöglich hätten sie noch besser werden, das Fehlen eines zweiten Scorers neben Cade Cunningham ausbügeln können. Sie setzten auf Kontinuität, holten mit Kevin Huerter für Jaden Ivey lediglich einen weiteren potenziellen Schützen, der Duncan Robinson entlasten soll. Weshalb auch nicht? Der defensive Ansatz - Detroit verteidigt unglaublich hart, und gut -, dazu die Maxime des maximalen Einsatzes funktionieren. Vielleicht sind die Pistons tatsächlich besser als wir mit Blick auf die vergangenen Jahre wahrhaben wollen und damit bereits ein echter Titelkandidat.
Max Marbeiter