vor 1 Stunden
Das Standing aller 30 Teams
Der potenzielle Contender-Kreis scheint groß zu sein wie lange nicht. Zum Saisonstart jagen (fast) alle die Knicks. Doch wer wird dem Meister am gefährlichsten? Sind zwei dem Feld bereits jetzt enteilt? Wo ordnen sich die neuen Sixers ein? Und welcher Aspekt könnte Franz Wagners Magic einen entscheidenden Schub geben? Zum Saisonstart ist vieles Spekulation. Was einem Versuch der Einordnung nicht im Weg steht…

Der Rebuild ist nun auch offiziell in Sacramento angekommen. Mit Darius Acuff haben die Kings dafür schon mal einen vielversprechenden Point Guard. Entsprechend darf der Rookie viel - was der Bilanz nicht gerade helfen sollte. Domantas Sabonis und Zach LaVine sind (vorläufig) noch da. Können sie sich eingliedern? Dass Maxime Raynaulds Knieverletzung aus der Preseason nicht allzu gravierend erscheint, sorgt für Erleichterung. Grundsätzlich haben die Kings aber weder massig (junges) Talent noch einen klaren Plan oder einen bislang überzeugenden Coach.
Der Einsturz begann, als Pablo Torre seine Kawhi-Recherchen erstmals öffentlich machte. Im Sommer brach das Kartenhaus dann in sich zusammen. Ohne Picks, Leonard und Besitzer ist das Ziel der Clippers erstmal, sich zu sammeln. Brandon Ingrams angerissene Achillessehne zerstört Hoffnungen, am Ende stünde ein halbwegs kompetitives Team auf dem Parkett. Stattdessen dürften die Clippers versuchen, Darius Garland, Rui Hachimura, vielleicht auch den derzeit ebenfalls verletzten Max Strus gegen Picks zu tauschen. Viel gewinnen dürften sie nicht.
Das Angebot, das die Bucks niemals ablehnen konnten, war es nicht. Dennoch konnten sie es am Ende nicht ablehnen. Seit dem Giannis-Trade stecken die Bucks endgültig im Rebuild. Gewisses Talent ist da, gleichzeitig besteht die Chance, dass die Bucks Tyler Herro und/oder Myles Turner in Trades verstricken. Ziel wird sein, Brayden Burries, den die General Manager im Rahmen ihres jährlichen Surveys zum größten Steal des Drafts machten, zu entwickeln. Vielleicht schöpft Kel’el Ware mit mehr Spielzeit sein sein Potenzial aus.

Die Bulls könnten eines der unterhaltsamsten Teams der Saison werden. Gleichzeitig eines der schwächsten. Alle Entscheidungen deuten darauf hin, dass sich die jungen Talente, vor allem Nummer-4-Pick Caleb Wilson und Matas Buzelis, bestmöglich entwickeln sollen. Dafür haben die Bulls Playmaker (Josh Giddey), Organsiatoren (Tre Jones), Scorer (Norman Powell), Schützen (Buddy Hield) und einen mobilen Center (Nic Claxton). Ein gutes Ökosystem. Gleichzeitig dürfen sich die Jungen ausleben, was gerade bei Wilson häufig zu Highlights, ebenso zu Fehlern führen dürfte.
Ganz klar ist die Strategie der Nets nicht. Coach Jordi Fernandez möchte immer hart spielen. Zudem haben die Nets mit Julius Randle, der aus Minnesota kam, und Michael Porter Jr. durchaus Talent. Wobei letzterer angesichts seines auslaufenden Vertrags ein heißer Trade-Kandidat ist. Am Ende könnte es darauf hinauslaufen, dass sich Rookie-Point-Guard Mikel Brown Jr. austobt und Egor Demin sich weiter in der Liga etablieren darf. Auch die fünf Rookies aus der vergangenen Saison werden die Nets nicht abschreiben. Siege dürfte Moritz Wagners Team daher nicht zwingend aktiv jagen.
New Orleans’ Wege sind fast noch unergründlicher als die der Nets. Mit Zion Williamson, Trey Murphy, Herb Jones, Dejounte Murray und Benedict Mathurin gibt es durchaus Kompetenz. Allerdings passt sie nicht wirklich zusammen. Dazu gibt es den Nachwuchs um Derik Queen und Jeremiah Fears, wobei Ersterer überhaupt nicht zu Zion passt. Vor Trades scheuten die Pelicans bislang zurück. Wer sich genau wie entwickeln kann und wird, lässt sich daher schwer vorhersagen…
Bereits im Jahr eins nach Ja Morant zählen die Grizzlies zu den spannendsten Projekten der Liga. Cameron Boozer gibt Memphis direkt den nächsten potenziellen Star. Rund um seine Mischung aus Scoring, Rebounding und Spielverständnis lässt sich etwas aufbauen. Zumal Coach Tuomas Iisalo seine Philosophie des frei fließenden Spiels ohne dominanten Spielgestalter und alte Strukturen, dafür mit einem jungen Team, voll ausleben darf. Zach Edeys Rückkehr stärkt das Team. Und fällt er doch aus, stehen mit Isaiah Stewart und Quinten Post zwei Backups bereit. Es könnte sehr ansehnlich werden, angesichts der Entwicklungsphase gleichzeitig nicht immer erfolgreich.
Offensichtlich traute das Front Office der zweiten Saisonhälfte nicht so ganz - oder es traute ihr so sehr, dass es wusste, wo ihr Fundament liegt: nicht bei LaMelo Ball. Der Trade trübt Charlottes kurzfristige Aussichten deutlich ein. Gerade für die Offense war Ball essenziell. Nun darf Christian Anderson wohl häufig ran, sich dabei unter anderem von Dennis Schröder unterstützen lassen. Durch den LaMelo-Trade sind die Hornets wieder ein Stück in den Entwicklungsmodus zurückgegangen. Wie schlagen sich Brandon Miller und vor allem Kon Knueppel in größeren Rollen? Kann sich Anderson zu einem Starting-Point-Guard entwickeln? Bringt Hannes Steinbach die vermisste Länge und Masse unter den Brettern? Charlotte weiß, wie es spielen will. Das hilft. Allerdings muss sich das junge Team erst wieder neu finden.
Die Wizards haben genug vom Verlieren. Das illustrierten spätestens die Trades für Trae Young und Anthony Davis. Womit das Pendel Schwung nimmt. Will AD neben all den Jungen spielen? Schätzt er es sogar? Entfesselt Young seinen inneren Floor General und beschleunigt damit die Entwicklung von Nummer-1-Pick AJ Dybantsa, Alex Sarr und all den anderen Talenten? Oder monopolisiert er die Offense und zieht mit dickem neuen Vertrag in der Tasche sein Ding durch? Die Wahrheit? Irgendwo in der Mitte. Grundsätzlich stehen die Chancen jedoch nicht schlecht, dass Washington tatsächlich deutlich mehr Siege ansammelt als zuletzt.
Steph Curry ist immer noch da. Allein deshalb jagen die Warriors weiterhin Chancen. Nur werden die immer geringer. Kristaps Porzingis plagt sich mit einer mysteriösen Erkrankung herum. Draymond Green wirkte zum Auftakt des Trainingscamps nicht fit. Jimmy Butler fehlt mit Kreuzbandriss wohl noch bis ins neue Jahr. Was bleibt? Ein nicht allzu tiefes Team, das viele Hoffnungen in Rookie Yaxel Lenedebourg setzt. Größte Sprünge scheinen da angesichts der Konkurrenz im Westen schwer möglich zu sein. Curry-Magie sollte es immer wieder geben. Mit bald 39 kann Steph ein dünnes Team nur nicht mehr allein durch eine Saison tragen.
Dass sich Center Mark Williams schwer an der Schulter verletzte, hilft natürlich nicht. Gleichzeitig ist das vielleicht eine Gelegenheit für Khaman Maluach. Phoenix dürfte es erneut mit der Idee der vergangenen Saison versuchen: Hart spielen und Gegner überrumpeln. Mit Collin Gillespie, Luke Kennard, Jordan Goodwin, Ryan Dunn und Maluach oder Oso Ighodaro bietet dafür gerade die zweite Fünf Möglichkeiten. Ob es so gut gelingt wie im vergangenen Jahr, muss sich jedoch zeigen. Der Überraschungseffekt ist weg, und auch mit Miles Bridges haben sich die Suns nicht nennenswert verstärkt.
Portlands Ambitionen zeigt der Trade für Ja Morant. Die Blazers wollen Chancen ergreifen, wo andere keine sehen, und so besser werden, vielleicht eine Playoff-Runde gewinnen. Talent haben sie, mit Donovan Clingan und Toumani Camara zudem zwei sehr gute Verteidiger. Das Guard-Puzzle um Morant, Damian Lillard, Scoot Henderson und Jrue Holiday erscheint allerdings arg kompliziert. Zumal Deni Avdija vergangene Saison auch so gut war, weil er den Point Forward gab. Es kann funktionieren in Portland. Gerade, wenn Morant an seinem alten spielerischen Ich kratzt und Dame mit seinem Wurf das Feld breit macht. Gleichzeitig besteht Konflikt- und Reibungspotenzial. Interessant wird es, aber wie gut?

Es ist die Saison, in der Will Hardy durchgängig zeigen darf, wie gut er coachen kann. Die Zeiten der Assetsammlung scheinen vorbei zu sein. Utah will gewinnen. Mit Lauri Markkanen, Jaren Jackson Jr., Keyonte George und Nummer-2-Pick Darryn Peterson ist das mehr als möglich. Gleichzeitig hat das Team weiter Lücken. Es fehlt mindestens einer, der alles durch sein Passing zusammenhält. Dazu haben die Jazz kaum überdurchschnittliche Rebounder. Utah sollte sich in jedem Fall steigern, und das deutlich. Aber ob es schon für den ganz großen Sprung reicht?
Irgendwie hatten die Mavs bereits einen passenden Partner für Cooper Flagg. Nun darf er auch spielen. Kyrie Irvings Präsenz, Shooting und Gravitation dürften das Offensivleben des Rookie of the Year deutlich erleichtern. Rundherum ergibt das Team durchaus Sinn. Max Christie und PJ Washington sind solide bis gute Optionen für die Zwei und die Vier. Entscheidend wird sein, wie schnell Dereck Lively von seinen Fußverletzungen zurückkommt. Gleichzeitig geben Rookie Morez Johnson und Santi Aldama Neu-Coach Dusty May neue Möglichkeiten auf den großen Positionen. Macht Flagg einen Sprung, ist Kyrie fast der Alte, sind die Playoffs keine Utopie.
Leicht zu greifen sind die Hawks nichts. Es fehlt weiter ein echter Playmaker, dazu Länge auf den großen Positionen. Auch Schützen haben die Hawks nicht en masse. Dafür könnte Atlanta mit Dyson Daniels, Neuzugang Lu Dort und Nickeil Alexander-Walker eine der gemeinsten On-Ball-Defenses der Liga auf Ballführende loslassen. Apropos: Viel hängt von NAW ab; davon, ob er seine Most-Improved-Player-Saison bestätigen kann. Noch mehr von Jalen Johnson, der erstmals als klare Nummer eins in eine Saison geht und womöglich aus komplizierten Playoffs gegen die Knicks gelernt hat. Die Hawks wollen weiter klettern, haben deshalb neben Dort gleich auch noch Aaron Wiggins aus OKC geholt. Vieles muss passen. Unmöglich ist es nicht.
Der größte Neuzugang sitzt auf der Bank. Sean Sweeney soll das zweifelsfrei vorhandene Potenzial maximieren. Aber gelingt es auch? Kann der neue Coach ein Team um Franz Wagner und Paolo Banchero so strukturieren, dass eine flüssige Offense entsteht, dass man sich gegenseitig mehr gibt als nimmt? Was funktionieren könnte: Dass Defensivguru Sweeney aus den Magic wieder eines der ekligsten Defensivteams der Liga macht. Das Potenzial haben sie; und bleibt vor allem Wagner länger fit, erfüllt Orlando am Ende vielleicht mehr Versprechen aus dem Vorjahr.
| Saison | Bilanz | Platz EC | Playoffs |
|---|---|---|---|
| 21/22 | 22-60 | 15. | - |
| 22/23 | 34-48 | 13. | - |
| 23/24 | 47-35 | 5. | Runde eins (3-4 Cavs) |
| 24/25 | 41-41 | 7. | Runde eins (1-4 Celtics) |
| 25/26 | 45-37 | 8. | Runde eins (3-4 Pistons) |
Letztes Jahr Nummer 1, und jetzt? Vieles hat sich verändert in Detroit, womöglich nur nichts Entscheidendes. Cade Cunningham fehlt weiter einer an seiner Seite, der ebenfalls für sich und andere kreieren kann. Das erleichtert Defenses die Kontrollübernahme. Mit Isaiah Stewart ging ein essenzieller Teil des Regular-Season Runs, dazu muss sich erst zeigen, wie sich Jalen Duren nach Vertrags- und Playoffproblemen sammelt. Isaiah Joes Shooting hilft. John Collins ist eine interessante Alternative zu Tobias Harris, am Ende haben sich die Pistons aber vielleicht seitwärts bewegt, während sich andere (deutlich) verbesserten…
Was kann dieses Team sein? Dass die Heat eine weitere Meisterschaft gewinnen wollen, ist spätestens klar, seit sie Giannis Antetokounmpo ertradeten. Gegen Spacing-Sorgen verpflichteten sie Schützen. Woran es nach Tyler Herros und Norman Powells Abgang mangelt, ist Creation mit Ball. Kann Giannis diesen Aspekt in Miamis seit letzter Saison freifließender Offense kompensieren? Die Heat können extrem unangenehm werden, haben immer noch einen der besten fünf Spieler der Liga. Nur wie fit ist Giannis? Davon hängt viel ab. Vor allem eventuelle Titelchancen…
Können die Pacers einfach dort weitermachen, wo sie im Juni 2025 mit Tyrese Haliburton aufhörten? Nach überstandenem Achillessehnenriss ist der Point Guard zurück, und die Preseason zeigte, wie groß sein Einfluss auf das Team ist. Mit Haliburton rennen die Pacers, bewegen sich permanent, passen und kreieren offene Würfe. Bliebe die Frage, wie schnell und nah der Spielmacher seiner alten Form kommt. Ebenso, ob Rollenspieler wie Andrew Nembhard oder Aaron Nesmith dieses eine miese Jahr einfach hinter sich lassen können. Ivica Zubac gibt Coach Rick Carlisle durch sein Screening und Passing neue Möglichkeiten. Am Ende könnte Indiana das Dark Horse im Osten sein.

Die Nuggets hatten zumindest eine Teillösung für ihr Athletikproblem aus den Playoffs - und ließen sie ziehen. Peyton Watson ging nach Cleveland, und so muss sich Denver nun auf einen Kern verlassen, der immer älter wird, dessen Supporting Cast das Front Office immer weiter ausdünnt. Die erste Fünf ist, wenn fit, maximal gefährlich. Wie jedes Jokic-Murray-Team. Nur wie gut kommt Aaron Gordon durch eine Saison? Findet Christian Braun seine offensive Sicherheit wieder? Am Ende könnten Jokic und Murray das Team durch die Regular Season tragen, ehe in den Playoffs ähnliche Probleme warten wie vergangene Saison…
Die Wolves geben einfach nicht auf. Sobald sie an die Grenzen ihrer Entwicklung gestoßen zu sein scheinen, versuchen sie einfach etwas Neues, um sich doch noch näher an den Titel zu schleichen. Kann klappen, muss nicht. LaMelo Ball macht Minnesota trotz mangelhafter Defense womöglich Playoff-tauglicher, weil die Offense deutlich weniger an Anthony Edwards hängt. Jonathan Kuminga ist eine Wild Card, die nicht funktionieren muss. Am Ende kann Minnesota weiter verteidigen - Rudy Gobert und Jaden McDaniels sind ja noch da -, ist jedoch plötzlich relativ klein und dünn. Gerade in den Playoffs womöglich problematisch…
Wie gut kann ein Luka-Team im Jahr 2026 noch sein? Für die Regular Season womöglich sehr gut. Die Lakers haben einen Plan. Was auch bedeutet, dass sich Walker Kessler nicht verletzen sollte. Ein echter Backup, der den Ring beschützen kann, fehlt. Doncic und Austin Reaves sollten eine gute Offense garantieren. Defensiv ließ Coach JJ Redick seine Spieler in der Vergangenheit gern überperformen. Für die Regular Season sollte das viele Siege bringen. In den Playoffs könnte LA jedoch zu viele Lücken anbieten.
Es war womöglich einer der komischeren Conference-Finals Runs der jüngeren Geschichte. In keiner Runde überzeugte Cleveland wirklich und stand am Ende dennoch unter den besten Vier. Peyton Watson bringt wichtige Athletik auf dem Flügel. Aber kann er offensiv wenigstens teilweise dort anknüpfen, wo er in Denver vor seiner Verletzung aufhörte? Kann er vor allem den Dreier verlässlich treffen? Dann sind die Cavs höchst gefährlich. Ob sie sich den Traum von den ersten Finals und dem ersten Titel seit LeBron James erfüllen können, bleibt dennoch fraglich…
Ergibt plötzlich alles wieder Sinn? Mit Fred VanVleet kehrt endlich Houstons Point Guard und damit Balance zurück, wovon gerade Amen Thompson profitieren kann, der nun wieder auf seine gewohnte Position rückt. Die Rockets wollen um den Titel mitspielen. Dafür sollte die Offense ab sofort wieder aus mehr bestehen als Kevin Durant scort und die anderen werfen einfach immer, damit im Zweifel wenigstens ein Offensivrebound herausspringt. Rückkehrer Steven Adams hilft dort, vor allem könnte aber entscheidend sein, wie sehr Coach Ime Udoka Alperen Sengün maximieren kann…
Es gibt so viele Wege, wie das Experiment Sixers 2026 schief gehen kann. Wenn Joel Embiid zum Beispiel mal wieder mehr pausiert als er spielt. Wenn Jaylen Brown mit seiner neuen Rolle fremdelt. Wenn LeBron James mit bald 42 irgendwann doch nicht mehr den Impact haben kann. Aber was, wenn es klappt? Wenn ein dynamischer Point Guard mit einem vielversprechenden Sophomore und einem herausragenden Wing eine Basis formt, auf dem einer der besten und klügsten der Geschichte und ein dominanter Center aufbauen können; wenn die Sixers James und Embiid so managen können, dass sie im Mai und Juni auf Toplevel sind, weil Tyrese Maxey, VJ Edgecombe und Brown gemeinsam mit Anfernee Simons und Dean Wade ein Fundament bilden, das gut genug ist. Dann haben die Sixers einen Contender. Dass sich mit Ariel Hukporti ausgerechnet einer schwer verletzte, der Embiid entlasten kann, erschwert das Vorhaben.
Jaylen Brown weg, Mitchell Robinson und Paul George da. Jayson Tatum wieder für eine komplette Saison zurück. Es ist durchaus plausibel, dass die Celtics kommende Spielzeit noch besser unterwegs sind als in der letzten. Gleichzeitig muss sich zeigen, wie Tatum post Achillessehnenriss die Last der ganz klar ersten Option über eine ganze Saison schultern kann. Gerade körperlich. Fragezeichen stehen auch hinter Robinsons und Georges konstanter Gesundheit. Dafür hat Boston Tiefe und Möglichkeiten. Definitiv eines der besten Teams im Osten, aber das beste?
Auch ohne Kawhi Leonard bestünden gute Chancen, dass die Raptors um den Heimvorteil mitspielen. Das Team, vor allem Scottie Barnes, scheint in den Playoffs etwas gefunden zu haben. Barnes dominierte gegen Cleveland an beiden Enden, die Raptors verteidigten gnadenlos. Mit Kawhi könnte sich Toronto daher schnell Contender-Status erspielen. Erst recht, wenn sie ihn so durch die Saison bekommen, dass er einen ganzen Playoff-Run (mehr oder weniger) fit übersteht. Denn Leonard gibt, was fehlt: Shooting, Shot-Creation, Scoring aus der Isolation. Die Raptors scheinen bereit zu sein…

Auch wenn die All-Time-Good-Vibes aus dem Juni wegen diverser Vertragsuneinigkeiten merklich abgekühlt sind, muss den Champion erst einmal jemand entthronen. Jalen Brunson bleibt einer der besten Leader der Liga, Karl-Anthony Towns eine mehrdimensionale Bedrohung, OG Anunoby einer der besten Komplementär-Flügel, Mikal Bridges ein exzellenter Two-Guard und Josh Hart der ultimative Energielieferant. Mitchell Robinsons Abgang schmerzt. Doch die Knicks sollten wieder gut genug sein, um Chancen auf die Titelverteidigung zu haben.
Die Guard-Rotation ist Coach Mitch Johnsons große Aufgabe. Startet Dylan Harper statt De’Aaron Fox oder umgekehrt? Vielleicht auch beide zusammen mit Stephon Castle? So oder so dürfte es funktionieren. Castle und Harper sind so jung, dass Entwicklungssprünge keine große Überraschung wären. Harper zeigte beispielsweise in der Preseason einen neuen Hang zum Wurf aus dem Dribbling. Und dann ist da noch Victor Wembanyama, der wahrscheinlich neue Dominator der NBA. Vielleicht geht bereits in diesem Jahr etwas mehr als in der Vorsaison…
Was wäre gewesen, wäre Jalen Williams halbwegs gesund durch die Saison, vor allem die Playoffs gekommen? Kam er nicht, OKC scheiterte in den Conference Finals. Deshalb baut der Champ von 2025 nicht gleich alles um, verändert aber doch Nuancen. Doppel-MVP Shai Gilgeous-Alexander soll mehr abseits des Ball spielen, was die Offense eventuell schwerer ausrechenbar macht. Lu Dorts Abgang sollte Cason Wallace kompensieren können, während Chet Holmgren womöglich die richtigen Schlüsse aus unglaublich bitteren Conference Finals zieht. Und steht J-Dub zur Verfügung, wenn es zählt, stellen sich trotz Knicks und Spurs wenige Fragen zum besten Team der Liga…
Max Marbeiter