vor 15 Stunden
Franzose offensiv komplett abgemeldet
Die Oklahoma City Thunder haben sich 142 Tage nach der Niederlage in Spiel 7 an den San Antonio Spurs revanchiert und zum Saisonauftakt einen klaren 116:104-Sieg gegen ihren Rivalen eingefahren. Victor Wembanyama erwischte einen Abend zum Vergessen.

Bester Spieler der Thunder war dabei MVP Shai Gilgeous-Alexander, der sein Team mit 32 Zählern (12/27 FG), sechs Rebounds, vier Assists, drei Steals und drei Blocks anführte. Jared McCain steuerte von der Bank weitere 20 Zähler bei und ließ es vor allem von Downtown regnen (6/8 Dreier). Seine sechs verwandelten Dreier waren ein Karrierebestwert für den Guard.
Schon im ersten Viertel erarbeitet sich OKC eine zwischenzeitliche zweistellige Führung, die sie dank eines 13:0-Laufs auf +26 Ende des zweiten Abschnitts ausbauten. Sie spielten mit merklicher Wut im Bauch und waren als Team von draußen kaum zu stoppen (45,2 Prozent), gleichzeitig machten sie defensiv einen überragenden Job gegen Victor Wembanyama, der überhaupt nicht ins Spiel fand. Vor allem Chet Holmgren schien sich nach den verpatzten Conference Finals viel vorgenommen zu haben und sammelte gleich vier Blocks (dazu 14 Punkte und 7 Rebounds).
Wemby erwischte dagegen eine komplett gebrauchte erste Hälfte: Der Superstar traf keinen seiner sieben Versuche aus dem Feld, warf zweimal den Ball weg und stand nach 24 Minuten bei mageren acht Minuten. Tatsächlich sollte es bis in die Schlusssekunden des dritten Viertels dauern, bis Wemby sein erstes (und einziges) Field Goal per Alley-Oop-Dunk verbuchen konnte.

gfr
Der Franzose durfte sich aber beim Rest seiner Truppe bedanken, dass die Spurs auf einmal wieder in der Partie waren. Vor allem De'Aaron Fox fand nach der Pause immer besser ins Spiel und brachte die Seinen mit zehn Zählern im dritten Viertel wieder in Schlagdistanz.
Wemby fand aber weiterhin überhaupt keinen Touch und traf weiterhin keinen einzigen Sprungwurf, auf der anderen Seite zeigten die Thunder ihre gesamte Klasse und sorgten dafür, dass ihre Führung nie unter acht Punkte fiel.
Zwischenzeitlich flogen auch einmal ordentlich die Fetzen, als Fox Chet Holmgren unsanft zu Boden riss und die aufgestauten Emotionen beider Teams schlagartig explodierten. Es kam zu einer Rudelbildung, es wurde geschubst und alle drei Williams (Jalen, Jaylin und Kenrich) der Thunder wurden mit Technicals belegt.
Jalen Williams zeigte aber abseits dessen auf dem Court eine starke Leistung und wirkte nach Ewigkeiten endlich wieder richtig fit. Der Co-Star erzielte zwölf Zähler, schnappte sich sieben Rebounds und spielte richtig starke Defense gegen die schnellen Guards der Spurs.
Isaiah Hartenstein hatte ein wenig mit Foulproblemen zu kämpfen und spielte daher nur 17 Minuten, kam in dieser Zeit aber auf vier Zähler, drei Rebounds und drei Assists und hatte seine besten Momente im vierten Viertel. Profiteur von den freigewordenen Minuten war Rookie-Big Aday Mara, der ein starkes Debüt feierte (7 Punkte) und Wemby einmal ordentlich abräumte.
Bei den Spurs, die eiskalt von draußen blieben (27 Prozent), dafür aber den Fastbreak dominierten (31 zu 12), war Stephon Castle mit 24 Punkten der beste Schütze (9/21 FG), gefolgt von Sophomore Dylan Harper (18, 7/17). Beide sammelten zudem je sieben Rebounds ein. Wemby beendete die Partie mit zwölf Zählern (1/13 FG), 13 Rebounds, drei Assists und bockstarken sechs Blocks, warf den Ball aber auch viermal weg.
Die Spurs sind am Samstag zum Texas-Derby in Houston gefordert, während die Thunder am Freitag die Nuggets empfangen.
