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    NBA

    vor 7 Stunden

    Liga stellt "Muster von Fehlverhalten" fest

    Nach Kawhi-Ermittlungen: NBA verhängt drastische Strafen gegen Clippers

    Die NBA hat ihre monatelangen Ermittlungen gegen die Los Angeles Clippers abgeschlossen. Wegen schwerwiegender Verstöße bei der Verpflichtung von Kawhi Leonard trifft die Liga die Franchise und mehrere ihrer mächtigsten Verantwortlichen mit einem außergewöhnlich harten Strafpaket.

    Ballmer ist Owner der LA Clippers.
    Ballmer ist Owner der LA Clippers. IMAGO/ZUMA Press Wire

    Die Clippers müssen fünf Erstrundenpicks abgeben - jeweils einen in den Jahren 2029, 2030, 2031, 2032 und 2033. Zusätzlich verhängte die NBA eine Geldstrafe in Höhe von 30 Millionen Dollar gegen die Franchise. Leonard selbst muss 700.000 Dollar an die Liga zahlen. Der 35-Jährige war im Juni zu seinem Ex-Klub Toronto Raptors getradet worden, mit dem er 2019 den Titel geholt hatte.

    Auch Klubbesitzer Steve Ballmer wurde persönlich bestraft. Der 70-Jährige ist für ein Jahr von allen Team- und Ligaaktivitäten suspendiert. Gillian Zucker, Präsidentin des operativen Geschäfts, muss ebenfalls ein Jahr ohne Bezahlung aussetzen. Lawrence Frank, Präsident der Basketballabteilung, wurde für sechs Monate ohne Bezahlung gesperrt.

    Auslöser waren Verstöße gegen die Regeln zur Umgehung des Salary Caps im Zusammenhang mit Leonards Verpflichtung im Jahr 2022. Eine von der New Yorker Kanzlei Wachtell Lipton geleitete Untersuchung habe "ein Muster von Fehlverhalten und mehrere erhebliche Regelverstöße durch die Organisation der Clippers" ergeben. Die Liga verwies zudem darauf, dass der Klub bereits zuvor gegen entsprechende Vorschriften verstoßen habe.

    Die Clippers müssen 30 Mio. zahlen.
    Die Clippers müssen 30 Mio. zahlen. Kirby Lee-Imagn Images

    Leonards umstrittener Werbedeal mit Aspiration

    Nach dem Untersuchungsbericht sieht es die NBA als erwiesen an, dass die Clippers Leonard abseits des Courts Verdienstmöglichkeiten bei vier Unternehmen, die geschäftlich mit dem Klub verbunden waren, vermittelten.

    Die Franchise soll die Firmen durch eigene Aufträge zu Vereinbarungen mit Leonard bewegt und persönliche Ausgaben für den Spieler und dessen Vertreter übernommen haben. Außerdem seien unzulässige Anfragen nach zusätzlichen Einnahmequellen nicht an die NBA gemeldet worden.

    Im Mittelpunkt der ursprünglichen Vorwürfe stand ein Werbevertrag über 28 Millionen Dollar, den Leonard 2022 mit dem inzwischen insolventen Finanzunternehmen Aspiration abgeschlossen hatte. Aspiration verfügte seinerseits über einen 23 Jahre laufenden und 300 Millionen Dollar schweren Sponsorenvertrag mit den Clippers.

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    "Zutiefst enttäuscht": Silver rechnet mit Clippers ab

    Leonard erklärte über seinen neuen Berater Harrison Gaines, er übernehme "die volle Verantwortung für Fehleinschätzungen von Personen aus meinem engsten Umfeld". Gleichzeitig betonte er, seinen Vertrag mit den Clippers und die betreffenden Vereinbarungen in gutem Glauben abgeschlossen und nichts von einer beabsichtigten Umgehung des Salary Caps gewusst zu haben.

    NBA-Commissioner Adam Silver kritisierte das Verhalten des Klubs scharf. "Ich bin zutiefst enttäuscht über die eklatanten Verstöße gegen unsere Regeln und das institutionelle Versagen sowie das Versagen der Führungsebene der Clippers", erklärte Silver. Die Härte der Sanktionen spiegele die Schwere der Verstöße wider. Nach Angaben der Liga und der Spielergewerkschaft sind sämtliche Strafen bindend.

    sgm