vor 23 Stunden
Celtics brechen im dritten Viertel ein
Die Boston Celtics haben trotz eines überragenden Paul George zum NBA-Auftakt eine 22-Punkte-Führung bei den Detroit Pistons verspielt. Der Top-Seed aus dem Vorjahr setzte sich letztlich mit 121:113 durch.

Noch nie hatte ein Spieler für die Celtics so viele Punkte bei einem Debüt erzielt, wie es Paul George in Detroit tat. Der Forward verbuchte 38 Zähler (12/21 FG) und war in den Minuten vor und nach der Pause kaum zu stoppen. Boston erspielte sich eine 22-Punkte-Führung, doch diese schmolz schnell wieder zusammen und im vierten Viertel brachte ein 18:0-Lauf der Pistons die Vorentscheidung.
Mann des Spiels war Duncan Robinson, der 15 seiner 21 Punkte im Schlussabschnitt verbuchte und mit seinen Dreiern die Partie zum Kippen brachte. Auch Javonte Green (19 Zähler) spielte beim Comeback eine wichtige Rolle. Cade Cunningham (22, 8 Assists) und Jalen Duren (22) halfen ebenfalls fleißig mit. Bei den Celtics erwischte Jayson Tatum (13, 6/23 FG) keinen guten Tag, spielte aber immerhin elf Assists.
Die Celtics begannen mit einem Jumbo-Lineup mit den großen Forwards Tatum, George sowie überraschend Jordan Walsh, abgerundet wurde die Aufstellung von Derrick White und Neuzugang Mitchell Robinson. Detroit begann ähnlich wie im Vorjahr, nur John Collins ersetzte den abgewanderten Tobias Harris.
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Die Gastgeber schafften es zunächst, Boston zu vielen Ballverlusten zu zwingen, konnten sich aber nicht absetzen, weil die Celtics besser von draußen trafen. Tatum brauchte ein wenig, fand aber langsam Rhythmus und verwandelte zum Ende des ersten Viertels einen langen Zweier zum 28:27 mit der Sirene.
Als Boston dann die Turnover etwas abstellte, kippte die Partie ein wenig. Detroit tat sich unglaublich schwer, aus dem Halbfeld zu kreieren - auch mit Cunnigham auf dem Feld. Die Pistons blieben zeitweise über knapp sechs Minuten ohne einen einzigen Punkt, weil die Celtics alles wegverteidigten und ihre Schwächen geschickt kaschierten. Mit einem 15:0-Lauf erspielte sich Boston die erste zweistellige Führung, dazu hatte George schon drei Dreier verwandelt, davon zwei in Serie. Zur Pause stand der Neuzugang bereits bei 17 Punkten, die Celtics führten mit 58:45.
Und George blieb heiß. Der Ex-All-Star markierte innerhalb von zwei Minuten elf Punkte, alles durch Jumper. Später gelangen sogar Attacken zum Korb und in der Halle in Detroit wurde es ruhig. Immerhin fingen sich die Pistons ein wenig, weil Cunningham das Heft des Handelns an sich riss.

Innerhalb weniger Minuten war ein 22-Punkte-Defizit nur noch acht Zähler, Green zeichnete sich dabei mit einigen Hustle Plays und Dreiern aus und half bei einem 27:11-Lauf ordentlich mit. Für etwas Entlastung bei den Celtics sorgte Payton Pritchard (17), dennoch stand es vor dem Schlussabschnitt nur noch 88:82 aus Sicht der Gäste. Das war für Detroit ein Dämpfer, erst Duncan Robinson küsste die Pistons mit zwei Dreiern in Folge wieder etwas wach (95:99). Kurz darauf wurde Robinson beim Dreier gefoult und als Green einen weiteren Dreier traf, führten die Gastgeber erstmals seit dem zweiten Viertel.
Und in diesem Tempo ging es auch weiter, Detroit legte nun selbst einen 20:0-Lauf hin, Robinson war mit seinen Dreier der überragende Mann. Bostons Offense kam komplett zum Erlahmen, nun waren sie es, die fast fünf Minuten ohne einen einzigen Punkt blieben. Es brauchte noch einmal ein Aufbäumen von George, der eine Minute vor Schluss noch einmal auf vier Zähler verkürzte. Danach hatten die Pistons Glück, dass ein Notwurf von Ausar Thompson (11, 11 Rebounds, 5 Assists) im Korb landete und der Wurf gerade noch rechtzeitig nach oben ging. Tatum verwarf auf der Gegenseite erneut und Robinson machte von der Linie letztlich alles klar.
Beide Teams haben nach dem ungewohnt frühen Start nun wieder ein paar Tage Pause und sind erst in der Nacht auf Samstag wieder im Einsatz. Die Celtics empfangen den Champion New York, Detroit reist nach Miami zum neuformierten Team um Giannis Antetokoumpo.