vor 16 Stunden
Cavs-Backcout enttäuscht auf ganzer Linie
Die Toronto Raptors haben die Serie mit den Cleveland Cavaliers ausgeglichen. In einer hart umkämpften Partie setzten sich die Raptors mit 93:89 in Spiel 4 durch. Dennis Schröder zeigte sich deutlich verbessert, konnte aber auch die Niederlage nicht verhindern.

Was für ein Drama in der Schlussphase. Die Raptors, die lange nichts trafen, bogen die Partie spät noch um. Scottie Barnes (23 Punkte, 8 Rebounds, 6 Assists, 3 Blocks) brachte die Gastgeber 35 Sekunden vor Schluss von der Freiwurflinie in Front, Donovan Mitchell (20 Punkte, 6/24 FG) hatte keine Antwort mehr. Cleveland verspielte in den letzten fünf Minuten eine Acht-Punkte-Führung, weil sie selbst nur noch fünf Pünktchen aufs Scoreboard brachten.
James Harden (19, 6/14, 7 TO) enttäuschte, auch Mitchell taute erst im vierten Viertel etwas auf. Nach nur fünf Minuten in Spiel 3 stand Dennis Schröder diesmal gut 13 Minuten auf dem Feld und setzte vor allem zu Beginn des zweiten Viertels Akzente. Acht Punkte (4/7 FG), fünf Rebounds sowie ein Steal wurden notiert. Bester Scorer der Raptors war Brandon Ingram (23), der aber dafür auch 23 Würfe benötigte.
rar
Cleveland startete schläfrig ins Spiel, die Gastgeber holten sich dagegen durch ein paar Dunks schnell Selbstvertrauen. So schien es zumindest, doch nach schwungvollem Beginn lief nicht mehr viel. Die Raptors trafen im ersten Viertel keinen einzigen Dreier (0/11 3P) und erzielten in den letzten acht Minuten des Abschnitts nur sechs Pünktchen. Die Cavs waren nicht viel besser, führten aber nach einem Buzzerbeater von Jaylon Tyson mit 17:14.
Die folgenden Minuten gehörten dann Schröder, der dreimal entschlossen zum Korb zog und erfolgreich war. Die Raptors sammelten durch R.J. Barrett (18, 8/22) nach über 15 Minuten endlich von draußen ein Erfolgserlebnis. Dennoch schossen die Kanadier zeitweise unter 25 Prozent aus dem Feld (!), aber Cleveland nutzte dies nur bedingt. Immer wieder verschleppte Harden das Tempo und machte selbst Fehler (6 TO in Halbzeit eins). Mitchell hatte ebenso kaum Rhythmus, gleiches galt für Ingram. Der machte kurz vor der Pause aber sieben Zähler am Stück und ließ noch einen Buzzerbeater folgen. Toronto führte zur Halbzeit mit 38:36.

Der Knoten war deshalb aber nicht geplatzt. Beide Teams stellten sich auch nach dem Seitenwechsel etwas verkrampft an. Für Jubel sorgte der Österreicher Jakob Pöltl (10, 6 Rebounds), der zweimal ein Hand-off verweigerte und anschließend aggressiv zum Korb zog und jedes mal mit einem And-One belohnt wurde. Es sollten die letzten Punkte Torontos aus dem Feld für mehr als fünf Minuten bleiben. Mit einer Führung sollten die Kanadier aber dennoch ins Schlussviertel starten, weil bei Cleveland außer Distanzwürfen nicht viel passierte. Insgesamt schwere Kost. Toronto beendete das Viertel wieder besser und nahm einen kleinen Vorsprung in den Schlussabschnitt (60:58).
Cleveland brauchte eine Idee, letztlich war es Mitchell mit der Brechstange. Mit zwölf Zählern war er Antreiber eines 17:4-Laufs der Gäste, der sich in diesem defensiv geprägten Spiel massiv anfühlte. Drives, ein Dreier, Freiwürfe - Mitchell scorte plötzlich für einige Minuten mit Leichtigkeit, das konnte an diesem Abend kein anderer von sich behaupten. Toronto bäumte sich aber noch einmal auf. Ingram traf einen Dreier und zwei Freiwürfe und als Mitchell zu einem Turnover gezwungen wurde, brachte Barnes Toronto von der Linie wieder in Front. Weitere Freiwürfe von Barnes und Barrett sicherten den Erfolg.
Die Raptors haben die Serie damit ausgeglichen. Spiel 5 findet in der Nacht auf Donnerstag in Cleveland statt.
