vor 2 Stunden
Gäste in München nervenstark
Alba Berlin hat die BBL-Finals ausgeglichen. Beim FC Bayern Basketball fügten die Berliner dem amtierenden deutschen Meister die erste Niederlage der Play-offs zu. Alba gewinnt Spiel 2 dank einer starken Schlussphase mit 86:79.

Alba Berlin ist zurück in der Serie und hat den Bayern die erste Play-off-Niederlage dieser Saison zugefügt. Die Gäste behielten in der Schlussphase diesmal die Nerven und hatten das bessere Ende für sich. Martin Hermannsson und Jack Kayil (16 Punkte) lieferten die entscheidenden Plays, zudem überzeugte für Alba Nachverpflichtung Michael Rataj (15).
Für die Bayern hatte nach der Pause vor allem Nenad Dimitrijevic die Zügel in der Hand und war mit 20 Punkten fleißigster Punktesammler. Zweistellig punkteten zudem Andreas Obst (12) und Justus Hollatz (10).
Ohne Veränderungen auf beiden Seiten ging es los, doch nach dem Offensiv-Spektakel am Freitag hatten sich die Teams nun besser aufeinander eingestellt. Nach ein bisschen Anlaufzeit war Berlins Defense voll da, ein Dreier von Kayil bescherte den Gästen mal eine Führung. Bei den Bayern fielen die Distanzwürfe nicht (0/4), die Überlegenheit am offensiven Brett blieb jedoch. Kayil war mit acht Punkten die prägende Figur des ersten Viertels, Alba lag mit 24:18 vorn.
Wir benötigen Ihre Zustimmung, um den Instagram-Service zu laden!
Wir verwenden Instagram, um Inhalte einzubetten. Dieser Service kann Daten zu Ihren Aktivitäten sammeln. Bitte lesen Sie die Details durch und stimmen Sie der Nutzung des Service zu, um diese Inhalte anzuzeigen.
rar
Bayern fehlte etwas der Rhythmus, sechs Ballverluste sprachen da eine eindeutige Sprache. Kurzzeitig war Berlins Vorsprung sogar zweistellig, bevor Johannes Voigtmann nach zwölf Minuten endlich den ersten Dreier verwandelte. Das war eine kleine Initialzündung, auch Obst und Justus Hollatz legten nach. Es war ein 18:6-Lauf über vier Minuten, die in der Bayern-Führung nach Voigtmann-Leger mündete (36:34). Berlin fing sich etwas und hielt den Schaden vor der Pause zumindest in Grenzen, ein Hollatz-Dreier mit der Sirene zum 45:40 war jedoch ein kleiner Nackenschlag.
Bei Berlin hatten zudem Malte Delow und Norris Agbakoko Foulprobleme, bei den Bayern galt dies für Oscar da Silva. Die Gäste bekamen schon ihre Würfe, trafen sie nun aber wieder zu selten. Überhaupt war es nun sehr zäh, vor allem bei den Bayern war vieles Stückwerk. Nach sieben Minuten glich Berlin durch Moses Wood von draußen wieder aus (53:53), Rataj besorgte wenig später wieder die Führung. Die Dreier fielen nun wieder, dazu führte Kayil gut Regie. Berlin nahm einen 64:60-Vorsprung in das Schlussviertel.

Wenn bei den Bayern etwas ging, dann in dieser Phase über Dimitrijevic. Der Nordmazedonier erzielte sieben Zähler am Stück und hielt die Gastgeber in Schlagdistanz. Berlin kam mit dem Druck der Bayern-Defense nicht klar, konnte aber weiter eine knappe Führung behaupten. Vier Minuten vor Schluss war es aber soweit, als Oscar da Silva clever ein Foul unter dem Korb zog und von der Freiwurflinie den Ausgleich markierte (73:73).
Berlin hielt aber dagegen, Martin Hermannsson fand mal eine Lücke, dann traf Kayil aus der Mitteldistanz 90 Sekunden vor Schluss (76:80). Obst hatte dann zwei offene Dreier, doch nach seiner Gala in Spiel 1 fielen die Würfe diesmal nicht (3/13 FG, 2/7 Dreier). Stattdessen war ein Fadeaway-Jumper von Wood 46 Sekunden vor dem Ende so etwas wie die Vorentscheidung zugunsten der Gäste.
Die Best-of-Five-Serie ist somit ausgeglichen und nun geht es zweimal in Berlin weiter. Am Mittwoch um 20.30 Uhr findet Spiel 3 in der Max-Schmelling-Halle statt.
