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Alba gewinnt zweite Hälfte in München mit +23
Alba Berlin ist zum zwölften Mal Deutscher Meister! Das Traditionsteam aus der Hauptstadt gewann das entscheidende fünfte Spiel des BBL-Finals bei Favorit Bayern München nach sensationeller Aufholjagd. Noch zur Pause lag die Calles-Mannschaft mit 20 Punkten zurück.

Mittels 19:5-Laufs hatte sich Berlin nach dem Seitenwechsel zurück in Schlagdistanz gekämpft. Überragender Mann dabei war Kapitän Jonas Mattisseck, der 6/7 Dreiern verwandelte. Die Wende brachte letztlich das Schlussviertel, in welchem die Albatrosse die ersten 14 Punkte am Stück erzielten und so das Spiel zu ihren Gunsten drehten.
Von wegen Abtasten im Entscheidungsspiel! Beide Teams starteten offensiv mit gewohnt hohem Selbstvertrauen in das finale Bundesliga-Spiel der Saison 2025/26. Während bei den Bayern Isiaha Mike mit sieben schnellen Punkten auf sich aufmerksam machte, war bei den Gästen Kapitän Jonas Mattisseck für Selbiges verantwortlich: Drei Dreier verwandelte er in den ersten dreieinhalb Minuten und sorgte damit für einen frühen Berliner Vorsprung (15:9). Bayern stellte daraufhin taktisch um und versuchte, Alba jetzt den Drive zu nehmen, was zuvor die Vorteile erwirkt hatte.
Das funktionierte! Die zweite Viertelhälfte gewann München mit 16:5. Und den Schwung nahmen sie auch gleich mit in den zweiten Durchgang, wo sich die Berliner mitsamt ihrer jungen zweiten Garde weiterhin schwer taten (Kayil startete 0/6). Noch eine schlechte Nachricht für die Gäste: Jetzt fand auch Andi Obst seinen Rhythmus von draußen. Ein Dreierfoul und zwei Dreier stellten den ersten zweistelligen Vorsprung her. Bis auf einen etwas glücklichen Wood-Dreier ins Gesicht von Lucic ging bei Berlin aber nahezu nichts. Stattdessen häufte man bereits bis zur Halbzeitpause zehn Ballverluste an. Die Konsequenz: Bayern war dem achten Titelgewinn der Vereinsgeschichte bereits nach 20 Minuten zum Greifen nah (47:27).

jos
Im ersten Viertel hatte Jonas Mattisseck eine tragende Rolle übernommen. Und das sollte er auch nach dem erneuten Gang aus der Kabine tun. Der 26-Jährige setzte besonders defensiv den Ton und sendete damit das klare Signal aus: Dieses Spiel ist noch nicht verloren. Und das war es auch nicht. Nachdem in der ersten Hälfte alle Albatrosse außer Mattisseck zusammen 1/13 aus der Distanz geworfen hatten, ließen sie nun allein in der ersten Viertelhälfte fünf Dreier regnen. Mattissecks fünfter Treffer von Downtown verkürzte den Rückstand gar auf -6 (52:46).
Bayern fing sich nun allerdings wieder - auch, weil die zuvor unterlaufenen unnötigen Ballverluste ausblieben und man defensiv mit der Einwechslung von Justus Hollatz wieder einen Gang hochschaltete. Dreier von Dimitrijevic und Giffey stellten wieder auf +16, ehe Bean zum Viertelende ein Berliner Lebenszeichen aussendete.
Und dieses Momentum nahmen die Gäste mit in den Schlussakt. Alba erzielte die ersten 14 Punkte am Stück und drehte das Spiel damit furios. Als dann auch noch Jack Kayil endlich seinen ersten Wurf verwandelte, bebte der gut gefüllte Auswärtsblock. Und der 20-Jährige war es auch, der den Sieg maßgeblich über die Ziellinie hievte. Alle seine zehn Punkte kamen im Schlussviertel zustande. Dabei blieb er auch in der Crunchtime mehrfach an der Linie cool.
