vor 21 Stunden
München nach der Pause von der Rolle
Alba Berlin hat in den BBL Finals ein Entscheidungsspiel in München erzwungen. Gegen den FC Bayern Basketball setzten sich die Hauptstädter mit 71:61 durch. Es steht 2-2 nach vier Spielen.

Mit zehn Punkte lagen die Albatrosse im dritten Viertel bereits hinten, doch ein 26:2-Lauf der Gastgeber ließ das Spiel völlig kippen und brachte Alba auf die Siegerstraße. Justin Bean (17 Punkte, 5/10 Dreier, 9 Rebounds) spielte mit seinen Dreiern eine wichtige Rolle, dazu überzeugten auch Malte Delow (11, 8 Rebounds), J’Wan Roberts (8, 7 Boards) und .
Die Bayern waren nach der Pause dagegen offensiv völlig von der Rolle und verpassten in Spiel 4 die vorzeitige dritte Meisterschaft in Folge. Nenad Dimitrijevic (14) und Andi Obst (9, 3/7 3P) waren in einer schwachen Münchner Mannschaft noch die besten Akteure.
Mit dem Rücken zur Wand begann Berlin schwungvoll. Norris Agbakoko wurde unter dem Korb gefunden, dazu fielen die ersten Dreier. Bayern war unter den Brettern aber präsenter und holte sich einige leichte Zähler. Wirkliche Vorteile konnte sich aber niemand erspielen, es ging munter hin und her. Alba traf einen Ticken besser (57 Prozent FG) und führte mit 26:23 nach dem ersten Viertel.
Berlin hatte nun etwas Momentum, doch Bayern bestrafte die Fehler der Gastgeber gnadenlos. Erst verwandelte Dimitrijevic einen Dreier, kurz darauf war Obst von draußen im Fastbreak erfolgreich (35:37). Die Quoten von Alba gingen langsam in den Keller, Bayern verteidigte nun deutlich konzentrierter und Obst ließ schnell seinen dritten Dreier folgen. Alba kassierte in drei Minuten einen 0:11-Lauf, erst Justin Bean stoppte per Eckendreier die Blutung. Ein Block von J’Wan Roberts sowie ein Tip-In von Malte Delow mit der Sirene verschafften Alba zur Pause aber wieder etwas Hoffnung (42:45).
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Nach dem Wechsel war der Schwung zunächst weg - auf beiden Seiten. Die Bayern fingen sich schneller und profitierten von einigen Ballverlusten der Berliner. Erst nach 4:30 Minuten konnte Michael Rataj per And-1 die ersten Alba-Punkte der zweiten Halbzeit erzielen. Dennoch blieb es zäh, auch die Bayern hatten nun wieder Probleme und erzielten selbst vier Minuten lang keine Punkte, bevor Vladimir Lucic einen kurzen Jumper netzte. Es war ein kurzes Strohfeuer. Ein And-1 von Kayil, dazu Dreier von Bean und Delow. Die Halle kochte und Alba führte plötzlich mit 58:54 nach drei Abschnitten.

Berlin war immer schneller am Ball, es gab zahlreiche Offensiv-Rebounds für Berlin. Ohne Obst und Dimitrijevic fiel den Bayern nichts ein, neun Minuten vor Schluss brachte Svetislav Pesic seine Stars wieder. Es spielte keine Rolle, Roberts erhöhte aus Nahdistanz, dann war Bean zur Stelle. Viertelübergreifend war es ein 23:2-Lauf der Berliner, Alba hatte seine erste zweistellige Führung. (65:54).
Und es änderte sich wenig. Wenyen Gabriel foulte aus, Kayil erhöhte von der Linie bei noch vier Minuten auf 14 Zähler Differenz. Eine Menge Holz, vor allem für ein Bayern-Team, welches offensiv ohne echten Plan agierte und sich letztlich seinem Schicksal ergab. Echte Spannung kam nicht mehr auf, vielmehr war es eine große Party für die Alba-Fans.
Berlin hat die Entscheidung somit vertagt, diese wird nun aber definitiv in Spiel 5 in München fallen. Am Sonntag treffen die beiden Teams im SAP Garden ein letztes Mal in dieser Saison aufeinander.
rar