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Kommissar erteilt garantierter Erweiterung eine Absage
Die NBA steht vor der ersten Expansion seit mehr als 20 Jahren. Seit dem Beschluss des Board of Governors hat die NBA diverse Angebote von Investorengruppen für eine Erweiterung auf 32 Teams eingeholt. Nun erklärte Kommissar Adam Silver, dass eine Einigung jedoch keinesfalls beschlossene Sache sei.

Im Rahmen der Summer League in Las Vegas stand Silver am Dienstag lokaler Zeit Rede und Antwort hinsichtlich der vielen drängenden Themen rund um die Liga. Neben dem europäischen NBA-Ableger und der Causa Kawhi Leonard ging es dabei auch um die geplante NBA-Erweiterung. Bereits im März hatten das Board of Governors, ein Meeting der Franchise-Oberen aller 30 Teams, dafür gestimmt, Angebote einzuholen.
Wie Silver nun bestätigte, seien diverse Investorengruppen diesem Aufruf nachgekommen. Auch am Rande der Summer League fänden weitere Gespräche statt, wobei bereits durchsickerte, dass besonders die Chancen für den Standort Las Vegas gut stünden: "Es gibt mir viel Zuversicht, aus erster Hand mitzuerleben, wie groß das Interesse hier ist", so der 64-Jährige. Die potenziellen zukünftigen Eigentümer hätten ihm überzeugend ihre Pläne dargelegt, wie sie ein erfolgreiches Franchise aufbauen wollen. "Das ist Musik in meinen Ohren", berichtete Silver von den Gesprächen.
Als zweiter potenzieller Standort ist bereits seit Monaten Seattle im Gespräch. Auch aus der Stadt im Nordwesten der USA gäbe es ihm zufolge mehrere Investoren, die zunächst allerdings mehrheitlich bedeckt bleiben wollen.
Eine Entscheidung über die Angebote wolle die Liga noch im Kalenderjahr 2026 treffen. Dabei machte Silver deutlich, dass eine Expansion zu diesem Zeitpunkt noch längst keine beschlossene Sache sei: "Es ist ein Prozess, und wir werden die Entscheidung bis Jahresende treffen. Aber wir könnten uns auch dafür entscheiden, letztlich nicht zu expandieren. Es könnten aber auch zwei Franchises werden oder nur eines."
Die wesentlichen Faktoren für diese Entscheidung seien mehrschichtig. Neben der Eintrittsgebühr, die im niedrigen zehnstelligen Bereich liegen dürfte, beziehe man auch die allgemeine Zusammenstellung der Eigentümer sowie die Pläne hinsichtlich der Austragung der Heimspiele mit in die Bewertung ein.
Wenngleich Las Vegas mit der erneuten Ausrichtung der Summer League einige Argumente für sich sammeln konnte, versuchte Silver, die Euphorie etwas zu bremsen: "Ich sage immer gerne: Wir haben bereits ein Team hier, nämlich die Summer League. Im Grunde wird sie seit 22 Jahren als unser 31. Team betrieben." Zudem sei man auch in Form der Las Vegas Aces (WNBA) in der Glücksspielmetropole vertreten.
jos