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    NBA

    vor 11 Stunden

    NBA-Boss gibt Update zur NBA Europe

    "Mehrere Angebote" aus Berlin und München? Konkurrenz für ALBA und den FCB droht

    Knapp 15 Monate ist der Start eines europäischen NBA-Ablegers entfernt. Am Rande der Summer League in Las Vegas äußerte sich Liga-Chef Adam Silver nun zum aktuellen Stand der Dinge und kündigte dabei an, schon bald mit den ersten Standorten Vollzug melden zu können.

    NBA-Kommissar Adam Silver (re.) mit seinem Vertreter Mark Tatum, der die NBA-Europe-Gründung maßgeblich betreut.
    NBA-Kommissar Adam Silver (re.) mit seinem Vertreter Mark Tatum, der die NBA-Europe-Gründung maßgeblich betreut. IMAGO/USA TODAY Network

    "Hinsichtlich NBA Europa sind wir an dem Punkt, an dem wir zu diesem Zeitpunkt auch sein wollten", zeigte sich Silver zufrieden mit dem aktuellen Stand der Dinge. Nach dem Einholen der Gebote befinde man sich nun in der Phase, zwischen den verschiedenen Offerten zu entscheiden. Eine kleine Überraschung lieferte Silvers Aussage, dass "wir mehrere Angebote aus allen Städten erhalten haben, mit denen wir zunächst starten möchten."

    Gerade mit Blick auf die kolportierten deutschen Standorte Berlin und München war davon auszugehen, dass die hiesigen Basketballvereine ALBA respektive FC Bayern keine Konkurrenz zu erwarten hätten. Dies scheint also nicht der Fall zu sein.

    NBA will erste Standorte "in den nächsten Wochen" bekanntgeben

    Dennoch erklärte Silver, dass die ursprünglichen Gebote, die laut Medienberichten im Bereich zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Dollar lägen, maximal "Interessensbekundungen" seien und weitere Gespräche notwendig wären. Zu diesen komme es jedoch schon am Sonntag am Rande des Finalspiels der Fußball-Weltmeisterschaft, zu dem "viele" der Bieter erscheinen würden.

    Daran anknüpfend zeigte sich Silver zuversichtlich, schon bald mit den ersten Standorten Vollzug melden zu können: "Wir werden jetzt in New York verschiedene Meetings abhalten. Und dann hoffen wir, dass wir einige dieser Deals in den nächsten Wochen fixieren und anschließend auch bekanntgeben können."

    EuroLeague-CEO Chus Bueno (li.) mit NBA-EME-Chef George Aivazoglou bei einem Treffen im April.
    EuroLeague-CEO Chus Bueno (li.) mit NBA-EME-Chef George Aivazoglou bei einem Treffen im April. Euroleague Basketball via Getty Images

    Inwieweit die NBA noch eine Einigung mit dem derzeitigen europäischen Platzhirsch, der EuroLeague, anstrebt, ist allerdings unklar. Darauf angesprochen schwärmte Silver zwar vom neuen CEO Chus Bueno, der lange auch selbst für die NBA gearbeitet hatte, deutete allerdings an, nicht auf einen Nenner zu kommen: "Es ist sehr verständlich, was er in diesen Gesprächen anstrebt, nämlich den Wert zu bewahren, den die Euroleague im Laufe der Jahre geschaffen hat."

    Silver: NBA macht weiter, "unabhängig davon, wie es um die EuroLeague steht"

    Zugleich wiederholte Silver, dass ein Übereinkommen nicht zwingend für die Pläne der NBA sei: "Wir haben diesen Weg eingeschlagen und gesagt, dass unser Plan darin besteht, weiterzumachen - unabhängig davon, wie es um die EuroLeague steht. Aber es war immer meine Hoffnung, dass wir eine Art Konsolidierung erreichen können. Und ich bleibe optimistisch, dass wir das schaffen werden."

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    Der europäische NBA-Ableger soll in der übernächsten Saison an den Start gehen. Noch ist aber unklar, welche Vereine und Standorte daran teilnehmen werden. Vertreter der NBA hatten in der Vergangenheit angedeutet, jeweils zwei Franchises in den fünf großen europäischen Ländern etablieren zu wollen. Insgesamt aber solle es bis zu zwölf permanente Teams geben sowie vier bis sechs weitere, die sich ihre Teilnahme über eine sportliche Qualifikation verdienen.

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    Julius Ostendorf