10.04.2026
Scheitert das Projekt deshalb?
Bereits im kommenden Jahr will die NBA ihre Europa-Liga an den Start bringen. Zuletzt rühmte sich der nordamerikanische Verband mit den teils milliardenschweren Antrittsgeboten. Nun scheint es aber zunehmenden Widerstand gegen die finanziellen Rahmenbedingungen zu geben.

Das berichtet unter anderem das Wirtschaftsnachrichten-Portal Bloomberg. Demnach agierten diverse interessierte Fußballvereine derzeit zurückhaltend wegen der hohen Umsatzbeteiligung der NBA. So fordert die Liga eine millionen- bis milliardenschwere Eintrittsgebühr aller Klubs sowie einen saftigen Anteil am Eigentum der Franchises.
Wie Bloomberg schreibt, beinhalte der NBA-Vorschlag, dass die Liga 45 Prozent der Umsätze erhalten wolle. Weitere 45 Prozent würden an die verschiedenen Eigentümer gehen. Die restlichen zehn Prozent sollten zudem auf Weltverband FIBA und "potenzielle künftige Partner" aufgeteilt werden.
Zwar sei diese Aufteilung noch Gegenstand der laufenden Verhandlungen, allerdings regt sich bereits jetzt massiver Widerstand gegen die Pläne. Die spanische Zeitung Marca zitiert eine anonyme Führungskraft, die einen Vergleich zu Donald Trumps Invasion in Venezuela zieht: "Ich komme in dein Land und nehme es dir weg. Morgen zahlst du mir 500 Millionen für dein Land und 45 Prozent von allem, was dein Land für uns erwirtschaftet."
Namentlich wurde lediglich der französische Hauptstadtklub Paris Saint-Germain genannt, der trotz exzellenter Kontakte zur NBA aufgrund jenes Rahmenvertrages zögerlich agiert. Ebenfalls abgeschwächt sei das Interesse englischer Fußballklubs.
In der nordamerikanischen NBA-Liga schüttet der Verband übrigens über die gesamten elf Jahre des neuen TV-Vertrages im Schnitt 91 Prozent aller Einnahmen an die 30 Franchises aus.
jos