vor 10 Stunden
WNBA-Coach zweifelte an Knicks-Star
Mit Jalen Brunson führte erstmals seit Jahren wieder ein nur 1,88 Meter großer Point Guard ein Team zur NBA-Meisterschaft. WNBA-Coach Becky Hammon räumte nun ein, dass sie mit ihrer früheren Einschätzung des Knicks-Stars falsch lag - eine Entschuldigung lehnt sie jedoch ab.

Becky Hammon hatte bereits 2023 als ESPN-Analystin Zweifel geäußert, ob Brunson als "1A-Spieler" ein Team zur Meisterschaft führen könne. Auch nach dem Einzug der Knicks in die Finals hielt sie an ihrer Einschätzung fest. Nach dem Titelgewinn der New York Knicks und der Auszeichnung zum Finals-MVP musste die Trainerin der Las Vegas Aces ihre Einschätzung nun korrigieren.
"Jalen hat nichts anderes getan, als zu beweisen, dass die Geschichte nicht immer recht behält", sagte Hammon am Dienstag. Brunson sei eine Ausnahmeerscheinung und könne nun in einem Atemzug mit Spielern wie Stephen Curry oder Isiah Thomas genannt werden. "Ich lag mit meiner Meinung falsch", erklärte die 48-Jährige.
Eine Entschuldigung für ihre damaligen Aussagen wollte Hammon dennoch nicht aussprechen. "Entschuldigen? Ich werde mich niemals dafür entschuldigen, eine Meinung zu haben. Dafür bezahlt mich ESPN", sagte sie. Bereits nach Brunsons Auszeichnung zum MVP der Eastern Conference Finals hatte Hammon erklärt, dass ihre Aussagen auf historischen Entwicklungen in der NBA basiert hätten.
Brunson hatte die Knicks in diesem Jahr zur ersten Meisterschaft seit Jahrzehnten geführt und im entscheidenden fünften Finalspiel gegen die San Antonio Spurs starke 45 Punkte erzielt. Spätestens mit diesem Titelgewinn dürfte die Diskussion darüber, ob der Point Guard ein "1A-Spieler" sein kann, beendet sein.
sgm