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    NBA

    vor 3 Stunden

    Wizards jubeln, Pacers gehen leer aus

    Gewinner und Verlierer der Draft Lottery: Die Schamlosesten ziehen den Jackpot

    Die NBA Draft Lottery 2026 hat gleich mehrere Franchises komplett verändert. Die Washington Wizards konnten sich nach jahrelangem Tanking endlich den Top-Pick sichern, die Indiana Pacers dagegen erlebten ein echtes Desaster. Gleichzeitig dürfen plötzlich auch die Chicago Bulls wieder hoffen.

    Die Washington Wizards gewannen die NBA Draft Lottery.
    Die Washington Wizards gewannen die NBA Draft Lottery. David Banks-Imagn Images

    Gewinner: Washington Wizards

    Die Wizards haben alles auf diese Lottery gesetzt und diesmal ging der Plan tatsächlich auf. Washington verlor 26 der letzten 27 Saisonspiele, stellte am Ende die schlechteste Bilanz der Liga und wurde dafür nun mit dem ersten Pick belohnt. Noch vor wenigen Monaten hatte die Franchise mit den Verpflichtungen von Anthony Davis und Trae Young zusätzlich versucht, Starpower aufzubauen. Es waren Vorgriffe auf die neue Saison, da Davis gar nicht spielte und Young nur fünfmal zum Einsatz kam und dann schnell aus dem Verkehr gezogen wurde. Nun bekommen die Wizards wohl die Chance auf A.J. Dybantsa und haben nach fast einem Jahrzehnt Dürre plötzlich eine Big Three.

    Der BYU-Forward gilt als Favorit auf den ersten Pick. Dybantsa überzeugte am College mit 25,5 Punkten pro Spiel und bringt eine seltene Mischung aus Größe, Athletik und Shot-Creation mit. Allerdings gilt auch dieser Draft trotz seiner enormen Tiefe nicht als Jahrgang mit einem klaren "Generational Talent" wie zuletzt Cooper Flagg oder Victor Wembanyama. Neben Dybantsa werden vor allem Scoring-Guard Darryn Peterson sowie Duke-Forward Cameron Boozer ganz oben gehandelt. Auch Big Man Caleb Wilson besitzt laut vielen Scouts enormes Starpotenzial.

    Die Top-Pick-Kandidaten

    Ironischer Nebeneffekt: Es scheint sich eine NBA-Lehre zu festigen. Wer für Anthony Davis tradet, bekommt irgendwann den ersten Pick.

    NBA Draft Lottery: Die Ergebnisse

    PlatzTeam+/-
    1Washington Wizards-
    2Utah Jazz+2
    3Memphis Grizzlies+3
    4Chicago Bulls+5
    5Los Angeles Clippers (via Pacers)-
    6Brooklyn Nets-3
    7Sacramento Kings-2
    8Atlanta Hawks (via Pelicans)-1
    9Dallas Mavericks-1
    10Milwaukee Bucks-
    11Golden State Warriors-
    12Oklahoma City Thunders (via Clippers)-
    13Miami Heat-
    14Charlotte Hornets-

    Gewinner: Chicago Bulls

    Kaum jemand hatte die Bulls ernsthaft auf dem Zettel. Chicago besaß lediglich eine 20-prozentige Chance auf einen Top-4-Pick und galt eigentlich als typisches "Mittelmaß-Team" ohne klare Richtung. Genau deshalb war die Kritik in den vergangenen Monaten groß. Viele Beobachter fanden, dass Chicago zu spät auf einen echten Rebuild umgeschaltet hatte.

    Nun springen die Bulls plötzlich auf Rang vier und besitzen damit Zugriff auf die absolute Spitzengruppe dieses Drafts. Selbst Talente wie Cameron Boozer oder Caleb Wilson könnten an Position vier womöglich noch verfügbar sein. Zusammen mit Josh Giddey und Matas Buzelis könnte Chicago damit deutlich schneller wieder relevant werden als gedacht.

    Gewinner: Los Angeles Clippers

    Eigentlich standen die Clippers vor einem schwierigen Sommer. Die Franchise besitzt bis 2030 nur eingeschränkte Kontrolle über ihre eigenen Picks, dazu wird der Kader immer älter. Umso wichtiger wurde plötzlich der Lottery-Abend.

    Weil die Indiana Pacers aus den Top vier fielen, wandert deren Pick nun an die Clippers. Statt einer ungewissen Zukunft besitzt Los Angeles plötzlich den fünften Pick in einem extrem tiefen Draft. Gerade in einer möglichen Übergangsphase rund um Kawhi Leonard könnte dieser Pick enorm wertvoll werden.

    Tyrese Haliburton und die Indiana Pacers gingen leer aus.
    Tyrese Haliburton und die Indiana Pacers gingen leer aus. picture alliance / ASSOCIATED PRESS

    Verlierer: Indiana Pacers

    Kein Team wurde an diesem Abend härter getroffen. Indiana ging mit einer realistischen Chance auf einen Top-4-Pick in die Lottery. Genau dieser Schutz entschied darüber, ob die Franchise ihren Pick behalten durfte oder an die Clippers verlor.

    Und dann kam der Worst Case. Die Pacers rutschten auf Position fünf ab und verlieren den Pick dadurch komplett. Besonders bitter: Mit einem zusätzlichen Spitzentalent hätte Indiana plötzlich eine extrem spannende junge Achse um Tyrese Haliburton aufbauen können. Stattdessen profitieren nun die Clippers. Pacers-Boss Kevin Pritchard entschuldigte sich am Abend noch bei den Fans, auch er wusste, dass der Zubac-Trade nicht besonders gut aussieht.

    Denn: Die Pacers verlieren nicht nur diesen Pick, sondern gaben auch den First Rounder 2028 sowie Ben Mathurin nach Kalifornien ab. Das ist ein heftiger Preis für Zubac. Allerdings sei auch gesagt, dass die Pacers mit diesem Kern und Rückkehrer Haliburton wieder ein gewichtiges Wort im Osten mitsprechen werden. Es ist schließlich keine zwölf Monate her, dass Indy ein Sieg für die erste Meisterschaft der Franchise-Historie fehlte.

    Verlierer: Brooklyn Nets

    Auch die Brooklyn Nets dürften sich deutlich mehr erhofft haben. Mit 14 Prozent gehörten die Nets zu den Teams mit den besten Chancen auf Pick eins, am Ende reicht es jedoch nur für Rang sechs. In einem Jahrgang mit einer klaren Spitzengruppe ist das ein spürbarer Unterschied.

    Brooklyn bleibt damit weiter ohne klaren Franchise-Spieler und steckt weiterhin irgendwo zwischen Rebuild und Orientierungslosigkeit fest. Es zeigt mal wieder, dass Tanking nicht planbar ist. Die Nets waren eines der wenigen Teams, die schon absolut hoffnungslos in die Saison gingen und den "klassischen" Tanking-Weg gingen. Pick 6 fühlt sich deswegen wie ein Schlag ins Gesicht an.

    Verlierer: Sacramento Kings

    Besonders bitter verlief die Lottery auch für die Sacramento Kings. Sacramento gewann im Saisonendspurt noch einige Spiele, während viele direkte Konkurrenten aggressiv tankten. Dadurch mussten die Kings per Münzwurf mit den Utah Jazz um die bessere Ausgangslage entscheiden und verloren. Die Konsequenz ist brutal: Utah zieht nun an Position zwei, Sacramento nur an sieben.

    Die Washington Wizards setzten in der abgelaufenen Saison alles aufs Tanking.
    Die Washington Wizards setzten in der abgelaufenen Saison alles aufs Tanking. Vincent Carchietta-Imagn Images

    Tbd: Tanking

    Die eigentliche Diskussion bleibt aber einmal mehr Tanking. Ausgerechnet die Teams, die über Monate am offensichtlichsten verloren - und nebenbei auch noch All-Stars per Trade holten, die dann nicht oder kaum spielten (Jaren Jackson Jr. in Utah, Davis und Young in D.C.) wurden belohnt. Washington erhält Pick eins, Utah Position zwei. Gleichzeitig zeigt die Lottery aber auch weiterhin, dass extremes Verlieren keine Garantie ist. Brooklyn fiel zurück, Indiana verlor sogar seinen Pick komplett.

    Die NBA arbeitet bereits an neuen Anti-Tanking-Modellen mit flacheren Wahrscheinlichkeiten und einem erweiterten Lottery-System. Der diesjährige Abend dürfte diese Diskussion eher noch verstärken, weil das System ad absurdum geführt wird. Es waren nicht die schlechtesten Teams, die die höchsten Picks bekamen, sondern die, die über Monate absichtlich verloren und nebenbei ihren Kader mit Qualitätsspielern pimpten, die dann aber nicht eingesetzt wurden.

    Sollten die geplanten Reformen gegen extremes Tanking tatsächlich beschlossen werden, dürften die Wizards im Jahr 2027 trotz schwacher Bilanz gar nicht mehr an Position eins ziehen. Umso wichtiger war es für Washington, genau in diesem Jahr den Jackpot zu landen.

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    Lukas Hetterich