09.04.2026
Abstimmung der Team-Besitzer für Ende Mai geplant
Die NBA konkretisiert ihre Pläne im Kampf gegen Tanking. Ein neuer Vorschlag zur Reform der Draft Lottery gewinnt intern offenbar an Zustimmung.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht laut Shams Charania von ESPN aktuell ein Modell mit sogenannten "flattened odds". Dabei würden die schlechtesten zehn Teams der Liga die gleiche Chance auf den ersten Pick erhalten. Insgesamt könnten 18 Teams Teil der Lottery sein. Genau dieser Vorschlag soll innerhalb der Liga derzeit den meisten Zuspruch erhalten und bei einer Abstimmung des Board of Governors am 28. Mai auf den Tisch kommen.
Die Idee dahinter ist klar: Der Anreiz, sich in den letzten Saisonwochen gezielt nach unten zu orientieren, soll deutlich kleiner werden. Wenn die zehn schwächsten Teams ohnehin dieselben Chancen auf den Top-Pick hätten, würde es sich sportlich kaum noch lohnen, um die schlechteste Bilanz zu "kämpfen". Genau dieses Taktieren will die NBA eindämmen.
Ganz festgezurrt ist das Modell aber noch nicht, Anpassungen werden weiterhin diskutiert. So ist etwa denkbar, die Lottery-Teams zusätzlich in Gruppen zu staffeln, also beispielsweise die schwächsten acht Teams anders zu behandeln als die Plätze neun und zehn oder die Ränge elf bis 18. Der Trend innerhalb der Gespräche scheint jedoch klar: Die Liga will den Kampf um die schlechtesten Plätze unattraktiver machen.
Damit reagiert die NBA auf ein Problem, das sich in den vergangenen Jahren immer deutlicher gezeigt hat. Teams achten zunehmend darauf, geschützte Picks zu behalten oder ihre Chancen in der Lottery zu verbessern. Die nun favorisierte Reform würde genau dort ansetzen - und das bisherige System deutlich verändern.
sgm