vor 14 Stunden
73 Bank-Punkte für OKC
Die Oklahoma City Thunder haben sich den Heimvorteil in den Western Conference Finals zurückgeholt. Bei den San Antonio Spurs setzte sich der amtierende Meister in Spiel 3 mit 123:108 durch.

Es war eine Demonstration der Stärke der Thunder, die im Kollektiv eine überzeugende Vorstellung ablieferten. Zwar führte MVP Shai Gilgeous-Alexander das Team mit 26 Punkten (6/17 FG, 12/12 FT) und zwölf Assists an, doch gleich drei Bankspieler, Alex Caruso (15), Jared McCain (24) und Jaylin Williams (18) erzielten mindestens 15 Zähler. Die komplette Bank der Spurs kam auf 23 Punkte (OKC: insgesamt 76).
So half auch die Rückkehr von De’Aaron Fox (15, 7/14) nur bedingt. Devin Vassell (20, 4 Steals) begann stark, dazu gewannen die Spurs mal wieder die Minuten mit Victor Wembanyama (26, 8/15) mit +4, doch die Second Unit der Thunder machte zusammen mit dem heißen Shooting (17/38 3P) den Unterschied aus.
Mit Rückkehrer Fox startete die Spurs wie die Feuerwehr mit einem 15:0-Start, während OKC erst nach vier Minuten durch einen Floater von Isaiah Hartenstein (5, 2/4, 8 Rebounds, 4 Assists) scoren konnte. Als Victor Wembanyama aber erstmals auf die Bank ging, kamen die Thunder langsam wieder ran. Backup-Center Jaylin Williams verwandelte zwei Dreier, doch auch San Antonio blieb heiß und führte mit 31:26.

rar
Gilgeous-Alexander war bis dahin noch ohne Punkte (0/3 FG), das änderte sich aber schnell im zweiten Viertel. Per Dreier besorgte der Kanadier die erste Gäste-Führung, OKC blieb heiß aus der Distanz (9/17 zur Pause), vor allem Williams (14, 4/15 3P) war in Halbzeit eins ein X-Faktor. Das galt aber auch für die anderen Bankspieler, die alle etwas beisteuerten und in den ersten 24 Minuten den Unterschied ausmachten (58:51 OKC).
Die Thunder waren jetzt im Groove, langsam bauten sie ihren Vorsprung aus. Die Betonung lag auf "langsam", denn Rhythmus gab es kaum noch. 20 Fouls wurden im dritten Viertel gepfiffen, 33 Freiwürfe genommen. Die Gäste bauten den Vorsprung erstmals zweistellig aus, auch wenn Ajay Mitchell verletzt raus musste. Auch für die Spurs gab es eine Schrecksekunde, als Lu Dort beim Kampf um den Ball auf dem Knöchel von Fox landete. Der Spielmacher musste runter, kehrte später aber zurück. Dennoch führten die Thunder vor dem Schlussabschnitt zweistellig mit 95:84.
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Dort waren es wieder Rollenspieler wie McCain oder Williams mit einem Vierpunktspiel, die für OKC die Big Plays machten. San Antonio probierte viel, setzte auf zwei Center, versuchte kleine Aufstellungen. Und doch hatten die Gäste immer eine Antwort parat. Knapp zwei Minuten vor Schluss nahm Spurs-Coach Mitch Johnson bei 13 Punkten Rückstand seine Starter vom Feld.
OKC führt in der Serie nun mit 2-1 und hat sich nach der Auftaktniederlage den Heimvorteil zurückgeholt. Spiel 4 der Serie steigt erneut in San Antonio - und zwar in der Nacht auf Montag um 2 Uhr deutscher Zeit.
