vor 11 Stunden
Deutscher Big Man diesmal größerer Faktor
Oklahoma City Thunder hat auf die Auftaktniederlage in den Western Conference Finals die passende Reaktion gezeigt. Angeführt von einem deutlich verbesserten Shai Gilgeous-Alexander schlug der Titelverteidiger die San Antonio Spursmit 122:113 und glich die Serie zum 1:1 aus.

Nach seinem schwierigen ersten Spiel präsentierte sich Gilgeous-Alexander diesmal wieder deutlich aggressiver und effizienter. Der MVP erzielte 30 Punkte (12/24 FG, 9 AST) und brachte Oklahoma City früh offensiv in Rhythmus. Insgesamt wirkte die Thunder-Offense wesentlich flüssiger als noch in der Double-Overtime-Niederlage aus Spiel eins.
Auch die Unterstützung um Gilgeous-Alexander funktionierte diesmal deutlich besser. Alex Caruso steuerte 17 Punkte von der Bank bei, während Chet Holmgren auf 13 Zähler kam. Besonders auffällig: Oklahoma City dominierte die Punkte nach Ballverlusten mit 27:10 und bekam starke Energie von der gesamten zweiten Einheit, die insgesamt 57 Punkte erzielte.
Auch Isaiah Hartenstein spielte diesmal eine deutlich größere Rolle. Der deutsche Big Man stand nach nur 12 Minuten in Spiel eins nun 27 Minuten auf dem Parkett und legte ein Double-Double mit zehn Punkten und 13 Rebounds auf. Acht seiner Rebounds holte Hartenstein offensiv und verschaffte den Thunder damit immer wieder zweite Chancen.

San Antonio hielt die Partie trotzdem lange offen. Stephon Castle erzielte 25 Punkte (8 AST, 9 TO), darunter ein Monster-Poster-Dunk über Isaiah Hartenstein. Devin Vassell kam auf 22 Zähler, während Victor Wembanyama erneut mit 21 Punkten, 17 Rebounds, sechs Assists und vier Blocks dominierte. Nach einem Dreier von Harrison Barnes verkürzten die Spurs im Schlussviertel sogar noch einmal auf 97:99.
Die entscheidende Antwort des Titelverteidigers folgte jedoch sofort. Ein 11:0-Lauf brachte Oklahoma City wieder zweistellig in Führung und entschied letztlich die Partie. Die Spurs mussten dabei erneut ohne De’Aaron Fox auskommen und verloren zusätzlich Rookie Dylan Harper im dritten Viertel nach mehreren unglücklichen Stürzen mit einer Beinverletzung.
Auch Oklahoma City musste einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Jalen Williams verließ die Partie in der ersten Halbzeit wegen erneuter Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur vorzeitig. Vor Spiel drei in San Antonio bleibt sein Einsatz damit fraglich.
sgm