vor 14 Stunden
Deutscher Big Man dominiert die Bretter
Die Oklahoma City Thunder haben sich Spiel fünf der Western Conference Finals gesichert und die Serienführung zurückerobert. Beim 127:114 gegen die San Antonio Spurs überzeugten vor allem Shai Gilgeous-Alexander und Isaiah Hartenstein.

Die Partie begann zunächst hektisch und intensiv. Beide Teams leisteten sich früh zahlreiche Ballverluste, Oklahoma City allein sechs Turnover in den ersten sieben Minuten. Während Gilgeous-Alexander zunächst überhaupt keinen Rhythmus fand und seine ersten vier Würfe verfehlte, startete Chet Holmgren mit vier frühen erfolgreichen Abschlüssen aggressiv in die Partie. Auch Julian Champagnie hielt die Spurs mit 13 frühen Punkten offensiv im Spiel. Gleichzeitig setzte OKC mit Youngster Jared McCain überraschend auf zusätzliches Shooting und Playmaking in der Starting Five.
Im zweiten Viertel übernahmen die Thunder dann zunehmend die Kontrolle. Oklahoma City bewegte den Ball deutlich besser und profitierte enorm von seiner Bank. Caruso brachte erneut Energie und Scoring während die Spurs phasenweise ihren offensiven Rhythmus verloren. Nach einem kleinen Lauf zog OKC erstmals deutlicher davon und erzielte allein im zweiten Viertel 40 Punkte - der höchste Wert eines Teams in einem Viertel dieser Serie. Zur Pause führten die Thunder bereits 69:58.
Besonders wichtig: Oklahoma City bekam Wembanyama diesmal deutlich besser kontrolliert (20 Punkte, 4/15 FG, 6 Rebounds). Der Spurs-Star nahm in der ersten Halbzeit lediglich sechs Würfe und wurde von Hartenstein sowie der Thunder-Defense immer wieder aus seinen Spots gedrängt. Gleichzeitig fing sich Gilgeous-Alexander nach seinem schwachen Start und kam bereits zur Halbzeit auf 19 Punkte - vor allem über die Freiwurflinie.

Nach der Pause baute Oklahoma City seine Führung weiter aus. Ein Stepback-Dreier von Gilgeous-Alexander sorgte für eine 18-Punkte-Führung, wenig später erhöhte McCain per Dreier sogar auf 85:65. Die Spurs antworteten zwar mit einem 14:2-Lauf und verkürzten den Rückstand zwischenzeitlich wieder auf unter zehn Punkte, doch Oklahoma City fand jedes Mal die passende Antwort.
Vor allem Hartenstein spielte erneut eine enorm wichtige Rolle. Der deutsche Big Man dominierte am Brett, verteidigte Wembanyama körperlich und traf immer wieder seine typischen Push Shots aus der Mitteldistanz. Am Ende kam Hartenstein auf 12 Punkte, 15 Rebounds und vier Assists, während McCain nach nur zwei Punkten in der ersten Halbzeit noch 20 Zähler auflegte. Gilgeous-Alexander führte die Thunder mit 32 Punkten zum Sieg, während Caruso 22 Punkte von der Bank beisteuerte. Für die Spurs erzielten Stephon Castle 24 Punkte und Champagnie einen Playoff-Karrierebestwert von 22 Zählern.
sgm