20.06.2025
Sechs Spieler scoren zweistellig
Die Indiana Pacers haben ihre Chance auf den NBA-Titel bewahrt: Im sechsten Spiel der Finalserie besiegten die Hausherren die Oklahoma City Thunder deutlich mit 108:91 (62:42).

Zum ersten Mal in diesen Playoffs war Indiana mit einem Serienrückstand konfrontiert. Nerven zeigte das Team allerdings nur kurz. Bereits bis zur Pause erarbeiteten sich der angeschlagene Tyrese Haliburton und Co. einen Vorsprung von 22 Punkten und gaben diesen auch im Anschluss nicht mehr her. Sechs Pacers-Spieler erzielte mindestens zehn Punkte, während die Gäste einen rabenschwarzen Tag aus der Distanz erwischten.
Nach zuvor zwei verlorenen Spielen in Folge war die Marschroute Indianas in Spiel 6 klar: Verlieren verboten! Dem definitiv letzten Playoff-Heimspiel der Saison boten die Zuschauer im ausverkauften Gainbridge Fieldhouse den passenden Rahmen. Nahezu alle der 18.000 Anwesenden waren im klassischen Indiana-Gelb gekleidet und feuerten ihre Mannschaft bei jedem Ballbesitz frenetisch an.
Dennoch: In den Anfangsminuten zeigte ihre Mannschaft Nerven. Mit dem Ausscheiden im Hinterkopf gingen die ersten acht Wurfversuche daneben. Erst nach vier Minuten und einer Carlisle-Auszeit änderte sich das - und wie! Mit einem 19:5-Lauf erlangten die Gastgeber die Führung zurück (21:15). OKC-Star Shai Gilgeous-Alexander, bis dahin unauffällig, meldete sich erst in der Schlussphase mit zwei Korberfolgen zurück und verkürzte auf -3 (28:25).
Die Zeit nach der ersten Viertelpause gehörte dann vor allem einem Mann: T.J. McConnell. Der Backup-Guard Indianas stand knapp elf Minuten durchgehend auf dem Parkett und lieferte in dieser Zeit wichtige Entlastung für den angeschlagenen Tyrese Haliburton (spielte mit Wadenzerrung). OKC fand dagegen weiterhin in keinen Spielfluss, vieles musste über die Stars Gilgeous-Alexander und Williams gehen.

Julius Ostendorf
Besser machten es die Pacers, die in der zweiten Viertelhälfte nun richtig aufdrehten. Immer wieder ließ das Team den Ball durch die eigenen Reihen wandern und fand schließlich die heiße Hand. Bis zur Halbzeit hatten sechs Pacer mindestens acht Zähler. Ein 17:2-Lauf distanzierte Oklahoma erstmals zweistellig, ehe Siakam per Fadeaway den Schlusspunkt auf die erste Hälfte setzte (64:42).
Mit 22 Punkten Rückstand stand besonders Oklahoma City nach der Pause unter Zugzwang. Eine Reaktion blieb allerdings aus. Wie schon in den ersten zwei Durchgängen (1/13) blieben die Gäste auch danach eiskalt von der Dreierlinie. Ein Alley-Oop-Dunk von Hartenstein nach fünf Minuten bedeuteten die ersten Thunder-Punkte nach der Pause - da waren die Pacers allerdings bereits auf 26 Zähler enteilt. Mit der Schlusssirene erhöhte Sheppard sogar auf 30 Punkte Vorsprung (60:90) - und die Halle explodierte.
Die Spielentscheidung war zu diesem Zeitpunkt längst gefallen. Im Schlussviertel kam Haliburton (14, 3/7 3PT) gar nicht mehr zum Einsatz. Auch Gilgeous-Alexander (21, 7/15) wurde für das anstehende Spiel 7 geschont.
Isaiah Hartenstein beendete das Spiel mit zehn Punkten und vier Rebounds in 16 Spielminuten.
Somit kommt es in den NBA Finals 2025 tatsächlich zum entscheidenden siebten Spiel. Das Do-or-Die-Duell findet in der Nacht auf Montag (2 Uhr) in Oklahoma City statt.