06.06.2025
Thunder brechen in der Crunchtime ein
Die Indiana Pacers haben zum Auftakt der NBA Finals 2025 ein wahres Basketball-Wunder vollbracht. Trotz eines zwischenzeitlichen 15-Punkte-Rückstands gelang ihnen ein 111:110-Auswärtssieg gegen die Oklahoma City Thunder. Den entscheidenden Wurf setzte Tyrese Haliburton mit noch 0,3 Sekunden auf der Uhr.

Oklahoma City dominierte weite Teile der Partie und sah über fast 48 Minuten wie der sichere Sieger aus. Vor allem defensiv machten die Thunder den Pacers das Leben schwer: 25 Ballverluste erzwang die aggressive Verteidigung, 19 davon bereits in der ersten Hälfte. Zwar traf Indiana deutlich besser, doch OKC setzte sich dank starkem Start (7:0) und konstanter Energie immer wieder ab.
Die Thunder konnten aus ihren Ballgewinnen offensiv jedoch zu wenig Kapital schlagen und blieben mit 11 Punkten nach Turnovers unter ihren Möglichkeiten. Gleichzeitig verpassten sie es, sich bei 16 Wurfversuchen mehr klarer abzusetzen. Auch, weil die Trefferquote mit nur 39,8 Prozent überschaubar blieb. Isaiah Hartenstein kam von der Bank und legte 9 Punkte sowie 9 Rebounds auf.
Bis 2:52 Minuten vor Schluss lag Indiana noch mit neun Punkten zurück. Doch dann startete das Team von Coach Rick Carlisle einen 12:2-Run, gekrönt von einem der spätesten Gamewinner in NBA-Finalgeschichte: Tyrese Haliburton zog im letzten Pacers-Angriff gegen Cason Wallace zum Korb, stoppte ab und verwandelte einen schwierigen Jumper zur ersten Führung der Gäste, bei 0,3 Sekunden Restzeit.
Zuvor hatte Shai Gilgeous-Alexander, der über weite Strecken offensiv kaum zu stoppen war, noch einen möglichen Vorentscheidung verpasst. Der MVP legte mit 38 Punkten zwar eine starke Nacht hin, zeigte sich aber nicht immer effizient (14/30 FG) und konnte in den entscheidenden Momenten nicht nachlegen.
Obwohl Haliburton bis zu seinem Gamewinner eher unauffällig agierte, zeigten sich die Pacers erneut als starkes Kollektiv. Pascal Siakam führte das Team mit 19 Punkten an, insgesamt punkteten sechs Spieler zweistellig. Besonders wichtig: Die Dreierquote. Indiana traf 18 seiner 39 Versuche von außen (46,2 %), darunter fünf Treffer von Obi Toppin, der von der Bank kam und maßgeblich zum Comeback beitrug.
Mit dem Auswärtssieg hat Indiana das Heimrecht gestohlen und Oklahoma City unter Druck gesetzt. Spiel 2 steigt in der Nacht auf Montag und die Thunder werden eine Antwort liefern müssen, um nicht mit einem 0:2-Rückstand nach Indianapolis zu reisen
kon