17.11.2025
Jena bleibt 11:35 Minuten ohne Field Goal
Alba Berlin steht nach einem Jahr Pause wieder im Top Four. Gegen Aufsteiger Science City Jena tat sich der Rekordsieger aber schwerer als erwartet, doch im dritten Viertel genehmigte Berlin kein Field Goal und setzte sich entscheidend ab. Am Ende hieß es 91:78 für den Favoriten.

Die drei "Bs" sind wiedervereint. Nach Bamberg und Bayern steht auch Berlin im Top Four. Alba umgeht aber zunächst die alten Rivalen und trifft im Halbfinale im Februar auf Oldenburg. Jena wurde dagegen ein katastrophales drittes Viertel mit nur sechs Punkten zum Verhängnis. Zuvor hatte vor allem Great Osobor (17 Punkte, 3/9 FG, 11/16 FT) Alba vor Probleme gestellt. Die besten Akteure bei Berlin waren Youngster Jack Kayil (18, 5/12), Center Norris Agbakoko (13) und Routinier Martin Hermannsson (18).
Schnell war hier klar, dass Jena durchaus seine Chance sah, das Halbfinale zu erreichen. Osobor zog Fouls unter dem Korb, dazu fielen die Dreier sehr gut bei den Gästen. Bei Alba machte zunächst Malte Delow die Musik, doch ein 9:1-Lauf der Jenaer bescherte den Gästen nach dem ersten Viertel eine Führung.
Die Dreier fielen weiter, Lorenz Bank (11, 10 Rebounds) verwandelte drei in Halbzeit, während sich Alba wieder auf guten Guards verlassen konnte. Hermannsson war diesmal der dominante Scorer, auch der nicht für die Nationalmannschaft nominierte Kayil zeigte sich aggressiv. Das tat auch Osobor auf Seiten Jenas, der schon zur Pause 13 Freiwürfe genommen hatte. Halb Berlin steckte in Foulproblemen, dazu saßen auch die tiefen Dreier der Gäste. Jena führte zur Pause mit 51:45.

rar
Nach dem Wechsel kühlte der Aufsteiger aber merklich ab. Dazu erzwang Alba nun auch Ballverluste und ging nach Freiwürfen Mitte des Abschnitts durch Justin Bean nach langer Zeit mal wieder in Front (54:53). Ganz stark war jetzt wieder Kayil, der einen Dreier und einen schweren Fadeaway verwandelte. Und Jena? Die blieben im kompletten dritten Viertel ohne einen erfolgreichen Wurf aus dem Feld, insgesamt waren es 16 Fahrkarten für die Thüringer. Alba hatte das Spiel komplett gedreht, mit 70:57 ging es in das Schlussviertel.
Nach satten 11:35 Minuten brach Osobor aus der Mitteldistanz endlich den Bann, zuvor hatte Agbakoko aber schon einen Alley Oop verwandelt. Es wirkte nun alles so viel einfacher, auch Justin Bean (11, 10 Rebounds) ließ es nach einem Cut ordentlich krachen. Jena fing sich zwar etwas, doch Berlin lief nicht mehr Gefahr, diese Partie zu verlieren.
Alba ist erst wieder am Sonntag in Chemnitz gefragt, Jena muss dagegen schon am Mittwoch zum Aufsteiger-Duell nach Trier reisen. Das Top Four ist für den 21. und 22. Februar 2026 angesetzt, ein Austragungsort steht noch nicht fest.