vor 21 Stunden
Franzose stiehlt die Show
Shai Gilgeous-Alexander erhielt vor Spiel 1 der Western Conference Finals offiziell seinen MVP-Pokal, doch danach gehörte die Bühne Victor Wembanyama. Der Spurs-Star dominierte Oklahoma City historisch und sprach anschließend über seine eigenen MVP-Ambitionen.

Eigentlich sollte der Abend ganz im Zeichen von Shai Gilgeous-Alexander stehen. NBA-Commissioner Adam Silver überreichte dem Thunder-Superstar vor Spielbeginn offiziell die MVP-Trophäe der Saison 2025/26.
Doch nur wenige Stunden später hatte Victor Wembanyama die komplette Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Mit 41 Punkten, 23 Rebounds und drei Blocks führte der Franzose die Spurs zum 122:115-Sieg nach doppelter Verlängerung.
Nach dem Spiel wurde der Franzose gefragt, wie es sich anfühle, SGA mit dem MVP-Pokal zu sehen. "Ich habe noch viel zu lernen", sagte der Spurs-Star zunächst, bevor er nach kurzer Pause ergänzte: "Und ich will diese Trophäe viele Male in meiner Karriere gewinnen." Im diesjährigen MVP-Voting wurde der 22-Jährige bereits Dritter (hinter Nikola Jokic).

Gilgeous-Alexander erwischte offensiv einen schwierigen Abend und traf nur 7 seiner 23 Würfe (24 Punkte, 12 Assists, 5 Steals). Wembanyama dagegen dominierte die Partie auf beiden Seiten des Feldes komplett. In der ersten Verlängerung traf der Franzose einen tiefen Logo-Dreier zum Ausgleich und erzwang damit überhaupt erst die zweite Overtime. Dort übernahm er die Partie endgültig. Am Ende standen historische 41 Punkte, 24 Rebounds und 3 Blocks auf seinem Konto.
Statt einer perfekten MVP-Feier bekam der amtierende Champion damit direkt einen Warnschuss. Und die NBA womöglich einen ersten Vorgeschmack auf das nächste große MVP-Duell der kommenden Jahre.
kon