22.01.2026
NBA kompakt
Die Oklahoma City Thunder gewinnen souverän bei den Milwaukee Bucks, dabei ist Shai Gilgeous-Alexander nicht zu stoppen. Die New York Knicks zerlegen die Brooklyn Nets in alle Einzelteile und bei den Memphis Grizzlies vergibt Ja Morant die Chance zum Sieg mit der Sirene.

Shai Gilgeous-Alexander war in Milwaukee nicht zu stoppen. Der Kanadier erzielte nicht nur 40 Punkte, sondern verteilte auch elf Assists und leistete sich in gut 33 Minuten nur drei Fehlwürfe aus dem Feld (16/19 FG, 2/2 Dreier, 6/7 FT). So spielten auch die Ausfälle von Jalen Williams und Isaiah Hartenstein überhaupt keine Rolle. OKC gewann das erste Viertel mit 38:18 dank eines starken Ajay Mitchell (18), danach kontrollierte der Meister das Spielgeschehen souverän.
Milwaukee brachte den Rückstand nicht mehr in den einstelligen Bereich, auch weil Giannis Antetokounmpo (19, 8/11 FG, 14 Rebounds, 7 Assists) gegen die beste Defense der NBA kaum zu guten Abschlussmöglichkeiten gab. Der Lichtblick war Cole Anthony, der von der Bank kommend 17 Punkte erzielte, dafür fehlten aber mit Myles Turner und Kevin Porter Jr. zwei Schlüsselspieler verletzt.
Die Knicks ließen im Stadtduell gegen die Brooklyn Nets ordentlich Dampf ab. Nach vier Niederlagen am Stück fuhr New York den höchsten Sieg der Franchise-Historie ein (zuvor 48 Zähler). Die Nets waren zu keiner Zeit ein Gegner, die Knicks schossen fast 58 Prozent aus dem Feld, während Brooklyn gerade einmal 29 Prozent traf. 66 Zähler oder weniger kratzten zuletzt die Charlotte Hornets im März 2015 zusammen (damals auch 66 Punkte).
Bester Knicks-Scorer war Jalen Brunson mit 20 Zählern, bei den Nets punkteten dagegen nur zwei Spieler zweistellig. 12 Punkte von Michael Porter Jr. waren schon das Höchste der Gefühle. Ariel Hukporti durfte dank des Blowouts elf Minuten ran, er verbuchte zwei Zähler, fünf Rebounds sowie einen Block.

Wenig Scoring gab es auch zwischen Charlotte und Cleveland, wobei die Cavs mit bis zu 27 Punkten führten, am Ende aber fast noch zittern mussten. Rookie Kon Knueppel (21, 8/21 FG, 11 Rebounds) verkürzte in der Schlussminute noch einmal auf vier Zähler, das reichte aber nicht. Einen Abend zum Vergessen erwischte LaMelo Ball, der von der Bank kommend gerade einmal zwei Zähler (1/15 FG, 7 Asssts) verbuchte. Dazu vergab der frühere All-Star alle seine zehn Versuche von der Dreierlinie.
Cleveland reichte so eine sehr mäßige Vorstellung mit 21 Ballverlusten und einer Quote von 39 Prozent aus dem Feld. Donovan Mitchell (24) war Topscorer, leistete sich aber auch acht Turnover. Am Ende stand aber der Sieg und die Cavs festigen somit Rang fünf im Osten.
Die Celtics festigen derweil den zweiten Rang, gegen Indy ließen die Celtics nichts anbrennen und führten schon zur Pause mit 20 Punkten. Jaylen Brown war mit 30 Punkten (11/22 FG) und zehn Rebounds wieder der dominante Mann, dazu verwandelte Sam Hauser (17) fünf Dreier und Center Neemias Queta (17, 9 Rebounds) schickte fünf Würfe zum Absender zurück.
Für die Pacers wehrte sich Pascal Siakam (32, 10 Rebounds), dennoch kassierte Indy schon wieder die dritte Niederlage in Folge und bleibt damit in der Eastern Conference mit nur zehn Siegen Schlusslicht.
Spitzenreiter Detroit gewann dagegen auch ohne All-Star Cade Cunningham in New Orleans, dafür sprang Daniss Jenkins (17) in die Bresche. Zwar setzte sich Detroit nie wirklich ab (höchste Führung: 13), dennoch war es ein Start-Ziel-Erfolg, bei dem alle Starter zweistellig scorten. Mann des Spiels war Center Jalen Duren mit 20 Punkten und 15 Rebounds.
Bei den Pelicans verschwand Zion Williamson im dritten Viertel in der Kabine, der Forward war wegen einer Krankheit vor der Partie fraglich. Bester Scorer war Saddiq Bey (20, 4/12 FG, 11/11 FT), während Jordan Poole (11, 4/17) jede Menge Fahrkarten schoss.

Knapp war es in Memphis, wo Jalen Johnson die Hawks mit einem Turnaround-Jumper in der Schlussminute auf die Siegerstraße brachte. Der Forward glänzte mit 32 Punkten, 15 Rebounds und acht Assists, am Ende hatten die Hawks aber auch ein bisschen Glück. Memphis vergab durch Jock Landale (13, 11 Rebounds) und Jaren Jackson Jr. (17) gleich drei von vier Freiwürfen in der entscheidenden Phase, hatten durch Ja Morant (23, 12 Assists) aber noch die letzte Chance auf den Sieg.
Sein forcierter Stepback-Dreier mit der Sirene fiel letztlich aber nur hinten auf den Ring, sodass die Hawks feiern konnten. Ex-Grizzlies-Guard Luke Kennard gefiel mit 18 Punkten, C.J. McCollum erzielte von der Bank kommend 15 Zähler sowie sechs Assists.