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    NBA

    vor 10 Stunden

    Die große Finals Preview der Knicks und Spurs

    Offensiv-Power trifft auf Alien: Wer krönt sich zum NBA-Champion?

    Die San Antonio Spurs treffen in den NBA Finals auf die New York Knicks. Wir beleuchten, wo wer Vorteile hat und wagen eine Prognose, wer sich zum neuen NBA Champion krönen wird.

    Jalen Brunson und Victor Wembanyama sind die Stars ihrer beiden Teams.
    Jalen Brunson und Victor Wembanyama sind die Stars ihrer beiden Teams. Getty Images

    Eine Party, als ob es 1999 ist. Die New York Knicks stehen erstmals seit 27 Jahren wieder in den NBA Finals, auch damals waren die San Antonio Spurs der Gegner. Die Texaner schlugen den 8-Seed deutlich mit 4-1, doch diese Serie findet unter anderen Umständen statt. Sicher, San Antonio ist gemäß der Buchmacher der leichte Favorit, doch beim Blick auf die Saison der Knicks spricht vieles für eine hart umkämpfte Serie.

    Es ist auch nicht das erste Finale zwischen diesen beiden Teams in dieser Spielzeit, schon im NBA Cup trafen sich die Finalisten in Las Vegas. Dort setzten sich die Knicks dank eines starken vierten Viertels letztlich souverän durch. Souverän ist auch das Stichwort, besser lässt sich der Playoff-Run der New Yorker nicht beschreiben. In dieser Postseason hat das Team von Mike Brown nur zwei Spiele verloren, jeweils mit einem Punkt in der ersten Runde gegen die Atlanta Hawks.

    NBA Finals: Die Serie im Überblick

    Danach gab es elf Siege in Serie, sowohl Philadelphia als auch Cleveland wurden fast schon problemlos gesweept. Dabei stellten die Knicks einen neuen NBA-Rekord auf, nie war die Punktedifferenz eines Finals-Teams so gut wie die der Knicks. Auch die Golden State Warriors 2017 kommen an die Zahlen der Knicks nicht heran. New York spielt seit Wochen traumhaften Offensiv-Basketball, es ist nicht mehr nur Superstar Jalen Brunson, der die Kohlen aus dem Feuer holen muss.

    Alle Starter punkten zweistellig, fünf Rotationsspieler treffen besser als 40 Prozent aus der Distanz. Das Offensiv-Rating von über 123 ist besser als alles, was man in der Regular Season zu sehen bekam. Dazu kommt die Euphorie in der Stadt, Bürgermeister Zohran Mamdani unterschrieb sogar eine Verordnung, dass die Bettruhe für Kinder während der Finals aufgehoben sei.

    Spurs vs. Knicks: Der Zahlenvergleich

    ThunderStatSpurs
    62-20 Bilanz53-29
    118,7 (3.)Offensiv-Rating118,7 (4.)
    110,4 (3.)Defensiv-Rating112,3 (7.)
    +8,4 (3.)Net-Rating+6,4 (5.)
    1-2Direkter Vergleich2-1

    Bei den Spurs hat man dagegen mehr Erfahrung mit den Finals, sie greifen nach ihrem sechsten Titel, den ersten ohne Franchise-Ikone Tim Duncan. Allerdings standen von den Rotationsspielern nur Harrison Barnes und Luke Kornet schon einmal im Endspiel, aus der Starting Five hatte nur De’Aaron Fox zuvor schon Playoff-Erfahrungen gesammelt.

    Es spielte keine Rolle, San Antonio schaltete zunächst Portland (4-1) und Minnesota (4-2) recht souverän aus, um dann im Giganten-Duell gegen die Oklahoma City Thunder in Spiel 7 beim Champion den Finaleinzug perfekt zu machen. Fast alles dreht sich dabei um Victor Wembanyama, der mit 22 Jahren auf dem besten Weg ist, das neue Gesicht der NBA zu werden.

    23,2 Punkte, 10,8 Rebounds und 3,5 Blocks verbucht der Franzose in seinen ersten Playoffs und spielt so, als ob er noch nie etwas anderes getan hätte. Aber auch die anderen Youngster Stephon Castle (19,2 PPG) und Dylan Harper (13,1) zeigen schon eine unglaubliche Reife, sodass San Antonio unabhängig vom Ausgang der Finals eine große Zukunft bevorsteht.

    Anunoby dürfte in den Finals die Hauptaufgabe gegen Wembanyama übernehmen.
    Anunoby dürfte in den Finals die Hauptaufgabe gegen Wembanyama übernehmen. Brad Penner-Imagn Images

    San Antonio Spurs: Die Schlüssel zur Serie

    Können die Spurs ausreichend scoren?

    Viel wurde über die schöne Offense der Knicks gesprochen, doch alles beginnt in der Verteidigung, auch hier sind die New Yorker Spitze in den Playoffs. Die Spurs haben dagegen keinen Guard, der auf All-Star-Niveau Offense generieren kann. Fox tut dies zu selten und hatte in der Thunder-Serie Oberschenkelprobleme, Castle fehlt noch die Konstanz und neigt zu einfachen Fehlern unter Druck.

    Ähnlich wie die Thunder haben die Knicks dagegen zahlreiche lange Flügelspieler, die San Antonios Guards das Leben sehr schwer machen können (Bridges, Hart). Dazu hat New York mit O.G. Anunoby eine echte Allzweckwaffe, er dürfte der Gegenspieler von Wembanyama sein. Der Franzose hat zwar Größenvorteile (wie immer), aber der Brite ist gebaut wie ein Baum, besitzt gute Instinkte und foult selten. Die Spurs werden Tempo und schnelle Entscheidungen brauchen, um New Yorks Defense zu testen und sie ins Laufen zu bringen. Umso wichtiger wird für die Spurs die Transition sein, ähnlich war es bereits gegen OKC.

    Holen die Spurs genug Rebounds?

    In Las Vegas unterlagen die Spurs vor allem wegen der Offensiv-Rebounds von Mitchell Robinson und Co. Die Knicks sind das deutlich größere Team (San Antonio spielt im Prinzip mit vier Guards und Wemby), eine Stärke ist das Flügel-Trio, welches es so in der NBA nicht ein zweites Mal gibt. Vor allem Josh Hart ist unter den Brettern stets eine Gefahr, Robinson ohnehin.

    Der Center ist der beste Offensiv-Rebounder der Liga, aufgrund einer Fraktur in der Nähe des kleinen Fingers aber zumindest fraglich. Beim Rebound hat Wembanyama bisweilen noch Probleme, hier fehlen ein paar Kilos im Vergleich zu Robinson oder dem ebenfalls bulligen Karl-Anthony Towns.

    Spurs: Das Depth Chart

    PGSGSFPFC
    D. FoxS. CastleD. VassellJ. ChampagnieV. Wembanyama
    D. HarperC. BryantK. JohnsonH. BarnesL.Kornet
    J. McLaughlin L. Waters-K. OlynykM. Plumlee
    ----B. Biyombo

    New York Knicks: Die Schlüssel zur Serie

    Kann Josh Hart auf dem Feld bleiben?

    Der X-Faktor für die Knicks. Hart ist als flexibler Verteidiger und Chaosstifter am Brett enorm wichtig, gleichzeitig werden die Spurs wohl Wemby in der Defense gegen ihn stellen. Er ist der einzige Knick, dessen Dreier wackelt, entsprechend wird Wembanyama immer wieder in der Zone aushelfen und von Hart absinken (ähnlich wie mit Caruso in der Thunder-Serie).

    Kann Hart dies konstant bestrafen? In diesen Playoffs trifft der kleine Forward nur 30 Prozent von draußen, der schwächste Wert aller Knicks-Spieler. Gleichzeitig hat er in diversen Serien schon gezeigt, dass er heiß laufen kann. Gelingt dies nicht, wird Wembanyama vermehrt in der Zone parken und die Spurs mit den Resultaten leben. Möglich, dass Hart dann nicht mehr spielbar ist, was ein großer Nachteil wäre.

    Können die Knicks ihr Transition Game aufziehen?

    Eine andere Komponente dieser Playoffs war das Transition-Spiel der Knicks, was so viele leichte Punkte brachte. Hierbei profitierten die New Yorker von den Schwächen der Sixers und Cavs in diesem Bereich. San Antonio ist dagegen die beste Verteidigung gegen den Fastbreak dieser Postseason und machte es vor allem gegen OKC exzellent, einfache Punkte zu verhindern.

    Das schöne Spiel der Knicks funktionierte nämlich auch deswegen, weil sie es so oft schafften, durch schnelles Umschalten Mismatches zu kreieren. San Antonio ist in dieser Hinsicht viel disziplinierter und kann unter den Guards auch fast beliebig swichten. Erlahmt so der Angriff oder kann New York mit Brunson und Towns die Spurs auch im Halbfeld immer wieder knacken? Die Möglichkeiten dafür sind da, doch dies ist der mit Abstand größte Test für die neue Philosophie unter Mike Brown.

    Knicks: Das Depth Chart

    PGSGSFPFC
    J. BrunsonM. BridgesJ. HartO.G. AnunobyK. Towns
    M. McBrideL. ShametP. DadietJ. SochanM. Robinson
    J. AlvaradoJ. Clarkson-M. DiawaraA. Hukpori
    T. Kolek----

    NBA Finals: Die Prognose

    Durch den Sieg über OKC gehen die Spurs womöglich als leichter Favorit in die Serie, doch die Knicks sind ein etwas schwierigeres Matchup für San Antonio. Außer Brunson gibt es in der Defense kaum Schwachpunkte, dazu sind die Rollenspieler der Knicks erprobter und offensiv deutlich potenter.

    Dazu kommt der Faktor Erholung. Die Knicks hatten während der Postseason gleich zweimal eine Woche Pause, während San Antonio in der Thunder-Serie alles abgefordert wurde. Vermutlich wird der Supporting Cast das Zünglein an der Waage sein, hier haben die Knicks ebenfalls leichte Vorteile. Das zeigte sich schon im Dezember in Las Vegas, als die Bank der New Yorker der X-Faktor war.

    Über eine Serie werden die Karten zwar neu gemischt und die Spurs haben in den vergangenen Monaten wichtige Erfahrungen gesammelt, doch die Knicks erscheinen reifer, breiter aufgestellt und haben durch den Wechsel ihres Spielstils deutlich mehr Optionen, um San Antonio das Leben schwer zu machen.

    Tipp: Knicks in 6

    Der Spurs-Kadercheck vor den NBA Finals

    Der Knicks-Kadercheck vor den NBA Finals

    Robert Arndt

    San Antonio Spurs
    SANSan AntonioSan Antonio Spurs
    04.06.
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    NEWNew YorkNew York Knicks
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    20.06.
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    New York Knicks
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