NBA
vor 6 Stunden
New Yorks Kader im großen Check
Eine brutale Offensiv-Maschine: Was die Knicks so gut macht

Eine brutale Offensiv-Maschine: Was die Knicks so gut macht
27 Jahre nach ihrer letzten Finalteilnahme stehen die New York Knicks wieder in den NBA Finals. Ausgerechnet die San Antonio Spurs, der Gegner von 1999, warten erneut auf die New Yorker. Die Knicks pflügten mit elf Siegen in Serie durch den Osten, gehen aber dennoch als Außenseiter in die Finals? Mit Recht? Wir überprüfen den Kader auf Herz und Nieren.
Ken Blaze
GUARDS - Jalen Brunson
Der neue "King of New York". Brunson hat sich von der Bank bei den Mavs zum Superstar hochgearbeitet und ist seit drei Jahren der unangefochtene Star der Knicks. Trotz Größennachteilen bekommt er fast immer einen Wurf los, auch in dieser Postseason verbucht der 29-Jährige fast 27 Punkte im Schnitt - bei einer Quote von fast 50 Prozent. Elitär für einen Guard.
Ken Blaze
Landry Shamet
Über Jahre war Shamet ein "Journey Man", in acht NBA-Jahren hat er bereits für sechs Teams gespielt. Dieses Jahr eine der großen Überraschungen in den Playoffs, weil er unverschämt gut trifft. Zwar spielt Shamet nur 13,5 Minuten im Schnitt, hat aber bisher 21 seiner 35 Dreier verwandelt (60 Prozent) - absoluter Top-Wert dieser Playoffs.
David Richard
Miles McBride
McBride trifft ebenfalls starke 43 Prozent als Bankspieler, der kleine Guard ist ein Fanliebling im Big Apple und hat sich als früherer Zweitrundenpick festgespielt. Der 25-Jährige kann auch jederzeit heiß laufen, in Spiel 4 gegen Philly netzte McBride gleich sieben Dreier.
Kyle Ross-Imagn Images
Jose Alvarado
Kam zur Trade Deadline aus New Orleans und ist gebürtig aus Brooklyn. Deswegen hat er einen Stein im Herzen der Knicks, dazu ist sein Hustle am defensiven Ende ansteckend. Keiner beherrscht es so gut wie er, Steals im Backcourt zu generieren, für seine Gegenspieler bleibt er eine Nervensäge.
Ken Blaze-Imagn Images
Jordan Clarkson
Die eigentliche Mikrowelle ist aber Clarkson, der durch die guten Leistungen von McBride und Shamet etwas hinten anstehen muss. Der Filippino ist dennoch jederzeit in der Lage, für zwei, drei Minuten eine Offense zu übernehmen. Einen zu schweren Wurf gibt es für den fast 34-Jährigen nicht, der 2021 mal Sixth Man of the Year war.
Kyle Ross
FLÜGEL - Mikal Bridges
Fünf Erstrundenpicks investierten die Knicks 2024 für Bridges, der in seiner Karriere noch nie ein Spiel verpasst hat. Seine Defense hat etwas nachgelassen, vorne ist er abhängig von Sprungwürfen. Dennoch ist Bridges weiter ein wichtiges Puzzleteil, lange 3-and-D-Spieler gibt es eben in der NBA nicht wie Sand am Meer.
Kyle Ross-Imagn Images
Josh Hart
Der Puls der Knicks und zuständig für die Drecksarbeit. Eigentlich zu klein, doch mit 1,93 Meter einer der besten Rebounder auf seiner Position (8,6 Rebounds im Schnitt!) und dazu ein unermüdlicher Arbeiter in der Verteidigung. Der Dreier wackelt zwar nicht selten, dennoch ist Hart mit seiner Spielweise ein essentieller Bestandteil der Starting Five.
Kyle Ross
O.G. Anunoby
Es gibt vermutlich keinen besseren Eins-gegen-Eins-Verteidiger in der Liga als Anunoby. Der gebürtige Brite kann jede Position abdecken, womöglich wird er Wembys Gegenspieler sein. Dazu hat der Forward sich über die Jahre offensiv gesteigert und ist mehr als ein reiner Dreierschütze.
Ken Blaze
Jeremy Sochan
Der Pole spielte zuletzt in der Philly-Serie, wird ansonsten aber kaum berücksichtigt. Sochan wurde im Februar noch von den Spurs entlassen, die Knicks nahmen ihn auf. Dennoch ist die Karriere des einstigen Nr.9-Picks (2022) bisher eine Enttäuschung, der Forward kann offensiv einfach nicht genug anbieten.
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CENTER Karl-Anthony Towns
Viele Jahre war KAT ein Prügelknabe, sein Spiel in den Playoffs war oft nicht smart genug. In dieser Saison scort Towns so wenig wie noch nie - und war doch noch nie wertvoller. Der Center glänzt als Ballverteiler, guter Schütze und spielt auch plötzlich annehmbare Defense. Dass sich der All-Star so in den Dienst der Mannschaft stellt, war nicht abzusehen.
David Richard
Mitchell Robinson
Der dienstälteste Knick und ein wichtiger Rollenspieler in limitierten Minuten. Seine Freiwürfe bleiben ein Problem (nur 30 Prozent!), doch niemand reboundet am offensiven Brett so gut wie Robinson. Und: Durch das absichtliche Foulen geraten die Gegner der Knicks oft in Foulprobleme, wovon vor allem Brunson Kapital schlagen kann.
IMAGO/UPI Photo
Ariel Hukporti
Sollte Robinson mit seiner Fingerfraktur ausfallen, stünde der Deutsche als Backup-Center bereit. Der ehemalige Ludwigsburger spielt Defense, holt Rebounds, foult bisweilen aber noch zu oft. Es ist möglich, dass der 24-Jährige bei anderen Teams mehr spielen könnte.
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COACH - Mike Brown
Vor 19 Jahren stand Brown als Head Coach in den Finals, damals noch mit dem jungen LeBron James in Cleveland. Gegner damals? Logisch, die Spurs. Übernahm erst im Sommer von Tom Thibodeau und führte nun die Knicks erstmals seit 27 Jahren wieder in die NBA Finals.
Ken Blaze