vor 4 Stunden
Gemeinsames Projekt von NBA und FIBA
Die NBA hält an ihrem Plan, die NBA Europe ab der kommenden Saison 2027/28 zu starten, fest. Was Mark Tatum außerdem zu den weiteren Plänen sagte.

Die NBA Europe soll zur kommenden Saison 2027/28 an den Start gehen. Dies bekräftigte Mark Tatum, stellvertretender Commissioner der NBA, gegenüber internationalen Medienvertretern wie Eurohoops und Basketnews. Man sei im finalen Prozess, Einigungen zu erzielen, und werde "bald Franchises gründen". Dafür gebe es zwar keinen exakten Zeitplan. Dennoch ist sich Tatum der Aufgabe bewusst: "Das ist ein historischer Moment. Wir müssen es richtig machen".
Aus Sicht der NBA ordne man durch die neue Liga den europäischen Basketball von Neuem. Man denke, mit dem Modell der NBA die "besten Elemente des globalen Sports" zu kombinieren. Dazu gehöre auch der Weg der sportlichen Qualifikation, der laut Tatum "den europäischen Sport so besonders macht und jedem Fan das Recht zum träumen gibt".
Bezüglich einer möglichen Einigung mit der EuroLeague äußerte Tatum sich verhalten. Man sei zwar weiterhin hoffnungsvoll, eine Einigung zu finden. Man sei jedoch auch darauf vorbereitet, das Projekt ohne Einigung fortzuführen.
Auf der Gegenseite ist die Euroleague offenbar ebenso bereit für den Konkurrenzkampf. Hier plant man - ebenfalls zur kommenden Saison - eine Erweiterung der eigenen Liga, samt neuem Modus. Die ebenso kürzlich von der EuroLeague vorgestellte Strategie, in den kommenden zehn Jahren mehrere Milliarden Euro an ihre Klubs auszuschütten, hat laut Tatum keinen Einfluss auf die NBA Europe. Im Gegenteil: Mit der NBA Europe seien die Vereine sogar schneller profitabel. Laut den Berechnungen der NBA könnte eine Franchise "im Schnitt im dritten Jahr profitabel sein". Auch von den Berichten über die hohen Ausschüttungen der EL an ihre Vereine habe er mitbekommen. Die NBA-eigenen Berechnungen lägen nahe, dass man diese Schätzungen "verdreifachen" könne. Laut Tatum könnten sich die Ausschüttungen über zehn Jahre insgesamt auf "mehrere zehn Milliarden Dollar" belaufen, die den Vereinen zugutekämen und somit finanziell stabil werden ließen.
Laut früheren Medienberichten soll die NBA Europe zunächst aus 16 Teams bestehen, von denen 12 feste Franchises sind. Tatum äußerte sich nun jedoch auch zum Modus. Laut ihm gebe es zusätzlich zur NBA Europe eine zweitklassige europäische Liga, die eine sportliche Qualifikation für die NBA Europe erlaube. Zudem gäbe es ebenso Plätze für Teams, welche sich über die jeweiligen nationalen Ligen qualifizieren könnten, so Tatum abschließend.
jsc