vor 7 Stunden
Ambitionierter Zehnjahresplan
Die EuroLeague hat einen ehrgeizigen Plan vorgestellt, der in den kommenden zehn Jahren umgesetzt werden soll. Dies gab die Liga nach dem Treffen der Eigentümer Anfang Oktober bekannt.

Nachdem sich die Eigentümer der EuroLeague am Comer See getroffen hatten, um über die NBA Europe zu beraten, wurde nun eine neue Strategie für höhere Einnahmen präsentiert. Demnach sollen über einen Zeitraum von zehn Jahren 3,4 Milliarden Euro an die Teams ausgeschüttet werden - die Summe setzt sich aus Einnahmen (2,2 Milliarden) und Franchisegebühren (1,2 Milliarden) zusammen. Zum Vergleich: laut Eurohoops erhalten die Vereine einzeln derzeit rund 70 Millionen pro Jahr.
Das ist jedoch nur ein Teil des ehrgeizigen Plans. So möchte man innerhalb der nächsten Dekade als Liga einen Gesamtwert von 13 Milliarden Euro erreichen und jährliche Einnahmen in Höhe von 650 Millionen Euro erzielen. Damit einher geht neben einer weiteren Expansion der Liga auch eine Transformation hin zu Franchises und möglicherweise auch eine striktere Durchsetzung der Financial-Fairplay-Regeln. Der Ausbau oder Neubau von Arenen sei ebenso Teil dessen. Laut des Berichts von Eurohoops seien Expansionen in den Jahren 2027 und 2031 vorgesehen. Durch die Umstellung hin zu Franchises rechne man auf Seiten der Liga zudem mit einer Wertsteigerung von bis zu 25 Prozent - sowohl für die einzelnen Teams als auch für die Liga.
Trotz dieser ambitionierten Zahlen ist auch die finanzielle Nachhaltigkeit ein zentraler Bestandteil des Plans. Die EuroLeague wolle sich weiterhin darauf fokussieren, das finanzielle Grundgerüst der Klubs zu stärken. Während von den 13 A-Lizenz-Teams aktuell rund 40 Prozent finanziell nachhaltig arbeiten, plant die Liga damit, dass dies nach und nach auch für alle verbleibenden Vereine gilt. "Eine wachsende Zahl" an A-Lizenz-Teams habe in den letzten Jahren finanziell nachhaltig gearbeitet, so Xavi Puyada, Finanzvorsitzender der EuroLeague. Die Einnahmen an Spieltagen hätten sich demnach in den letzten Jahren verdoppelt, während die Werbeeinnahmen im gleichen Zeitraum um 50 Prozent gewachsen seien.
Ob die neuerlichen Pläne mögliche Auswirkungen auf die NBA Europe haben oder als möglicher Schritt hin zu einer Kooperation dienen könnten, ließ die Liga offen.
jsc