02.06.2025
Essengue mit Dagger in Overtime
Ratiopharm Ulm gewinnt ein packendes Spiel 1 gegen die Würzburg Baskets mit 91:87 nach Verlängerung und sichert sich vor ausverkauftem Haus den ersten Punkt in der Best-of-Five-Serie. Überragender Mann des Abends war der erst 18-jährige Noa Essengue.

Essengue stellte mit 22 Punkten und 14 Rebounds nicht nur ein persönliches Ausrufezeichen auf, sondern verwandelte in der Overtime auch den spielentscheidenden And-One. "Das ist das Halbfinale. Wir müssen jedes Spiel besser werden, um einen sehr guten Gegner wie Würzburg bezwingen zu können", erklärte der Franzose nach dem Spiel. Die Erinnerung an das letztjährige Erstrundenaus gegen die Baskets war für ihn zusätzliche Motivation: "Wir haben noch eine Rechnung offen. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man den Fans mit seiner Leistung etwas zurückgeben kann."
Head Coach Ty Harrelson lobte die Nervenstärke seines Teams in der Crunchtime: "Würzburg hat uns im letzten Viertel mit seiner Defensive viele Probleme bereitet. Unsere Würfe sind nicht gefallen, die Ballsicherheit ging verloren." Umso wichtiger sei die Leistung in der Verlängerung gewesen, wo Ulm "zurück zum Teamspiel gefunden und den freien Schützen bedient" habe.

Neben Essengue verdiente sich auch Ben Saraf ein Sonderlob - beide Youngster zeigten ihre Reife in der Verlängerung. "Noa [Essengue] und Ben [Saraf] haben uns erneut in dieser schweren Phase tragen können", so der Headcoach der Ulmer. Harrelson sprach von einem "ansehnlichen Playoff-Spiel vor einer atemberaubenden Kulisse". Spiel 2 der Serie steigt am Mittwochabend - diesmal in Würzburg.
sgm