04.06.2025
Zu viele Ulmer Turnover
Die Würzburg Baskets haben dank des 87:77 die Halbfinalserie gegen ratiopharm Ulm ausgeglichen. Bester Werfer war Davion Mintz mit 21 Zählern, Hannes Steinbach überzeugte erneut mit einem Double-Double und erzielte wie auch Mike Lewis 17 Punkte.

Die Würzburg Baskets standen nach dem 87:91 im ersten Spiel bei ratiopharm Ulm bereits unter Druck vor heimischen Publikum. Zu Beginn hatten die Unterfranken immer wieder Probleme beim Defensivrebound, die Gäste konnten daraus aber kein Profit schlagen - und verloren gleich häufig den Ball (fünf Turnover in den ersten fünf Minuten). Mitte des ersten Viertels stand es in einem schnellen, intensiven Spiel mit vielen Fehlern 10:10. Danach verlief die Partie etwas ruhiger, aber weiter ausgeglichen. Dank drei Freiwürfen von Mike Lewis (insgesamt 17 Punkte) stand es zum Viertelende dann 20:20.
In der Folge ging es weiter hin und her, immer wieder wechselte die Führung. Da beide Teams ob der hohen Intensität aus der Distanz schwächelten, konnten sich weder Würzburg noch Ulm absetzen - bis Mitte des zweiten Viertels der starke Davion Mintz (13 Punkte vor der Pause, mit 21 Topscorer) mit zwei Dreiern auf 35:29 stellte. Danach steigerten sich die Gastgeber, bei denen MVP Jhivvan Jackson einen schwachen Tag erwischte (4, 1/12 aus dem Feld) offensiv und von außen weiter und erhöhten ihren Vorsprung auf bis zu elf Punkte. Der eher unauffällige Noa Essengue (7) konnte kurz vor der Halbzeit aber wieder verkürzen, sodass es mit 46:37 in die Pause ging.
Die Ulmer kamen dann besser aus den Kabinen - und lagen nach einem Dreier des von der Bank auffälligen Nate Hinton (10) nur noch mit drei Punkten hinten. Die Partie verlief also wieder ausgeglichen. Ulm produzierte jedoch immer wieder Turnover (insgesamt 23) und verpasste es dadurch, selber in Führung zu gehen, da auch die Gastgeber offensiv schwer in ihren Rhythmus fanden und zudem an der Freiwurflinie immer wieder Punkte liegen ließen. Nach einem And-One und Dreier von Lewis zog Würzburg wieder etwas davon, mit der Sirene stellte der Guard dann per Distanzwurf mit Brett auf 66:57 und den alten Abstand.
Die Gastgeber konnten die Differenz auch zu Beginn des Schlussviertels halten, immer wieder wurde Hannes Steinbach, der erneut mit einem Double-Double (17 Punkte, 10 Rebounds) glänzte, gegen die aggressive Defense der Gäste in Szene gesetzt. Absetzen konnte sich Würzburg aber nicht, Ben Saraf (13) brachte Ulm Mitte des Viertels mit einem Zweier und einem Assist auf Ulms besten Werfer Marcio Santos (15) noch mal auf zwei Punkte heran. In Führung zu gehen schafften die Gäste aber nicht. Auch weil die Baskets immer wieder eine Antwort hatten - und durch Lewis eine Minute vor dem Ende auf acht Punkte Vorsprung stellten. Den gaben sie auch nicht mehr her: 87:77 lautete das Endergebnis. Am Samstag (18.30 Uhr) steigt dann in Ulm Spiel 3, vor dem es nun 1-1 steht.
amw