07.06.2025
Saisonbestwert für Flügelspieler
Ratiopharm Ulm ist nur noch einen Sieg von den BBL Finals entfernt. Der Hauptrundenzweite setzte sich im Halbfinale in Spiel 3 mit 99:86 gegen die FIT/One Würzburg Baskets durch und führt in der Serie mit 2-1.

Einen Sieg brauchen die Ulmer noch für die fünfte Final-Teilnahme in ihrer Geschichte, letztmals gelang dies 2023, als auch der einzige Titel heraussprang. Der damalige MVP Yago dos Santos (jetzt Roter Stern Belgrad) war als Glücksbringer in der Halle und nach einigen Anlaufschwierigkeiten kam die Ulmer Offense im zweiten Viertel ins Rollen.
Der starke Justinian Jessup (15 Punkte) befeuerte mit zwei Dreiern einen 14:0-Lauf der Gastgeber. Die 31 Punkte in den zweiten zehn Minuten sorgten für eine 48:37-Halbzeitführung, obwohl außer Jessup nur Youngster Noa Essengue in Halbzeit eins einen Dreier verwandelte (als Team: 3/15).
Mann des Tages war aber Karim Jallow, (26, 10/14 FG, 6 Rebounds) der nicht nur Ulms bester Scorer war, sondern nach der Pause das Scoring aufrechterhielt. In den ersten drei Minuten wühlte sich der Forward dreimal durch bis zum Korb, während sich bei Würzburg vor allem MVP Jhivvan Jackson (25, 8/15) wehrte. Der Guard verbuchte die ersten neun Zähler nach der Pause für die Gäste, erst Zac Seljaas (15) brach nach fast sechs Minuten den Bann.

rar
Die Gastgeber bauten den Vorsprung in der Folge auf bis zu 19 Punkte aus, ließen in den Schlussminuten aber etwas nach. In den einstelligen Bereich konnte Würzburg den Rückstand aber nicht mehr drücken, Coach Sasa Filipovski warf vier Minuten vor Schluss schließlich das Handtuch und brachte die Reservisten.
Das große Problem der Würzburger war aber das defensive Brett, insgesamt schnappten sich die Ulmer 20 Offensiv-Rebounds und hatten so deutlich mehr Wurfchancen. Acht von elf eingesetzten Spielern griffen zumindest einen offensiven Abpraller ab. Zweistellig scorten neben Jessup und Jallow auch Ben Saraf (13) und Essengue (17, 5/7 FT, 9 Rebounds), der mal wieder zahlreiche Freiwürfe zog. Für Würzburg trugen Jackson, Steinbach (13, 10 Rebounds), Seljaas und Davion Mintz (13) die offensive Last.
Würzburg steht somit am Dienstag (ab 18.30 Uhr live bei Dyn) massiv unter Druck und muss gewinnen, wenn die Saison nicht vorzeitig beendet sein soll.