20.01.2026
NBA kompakt
Cooper Flagg kehrt für die Dallas Mavericks zurück - und überrumpelt mit den Texanern die New York Knicks. Die Detroit Pistons gewinnen das Spitzenspiel gegen die Boston Celtics und die L.A. Clippers setzen ihre Siegesserie fort.

Die Krise der Knicks verschärft sich, gegen Dallas hagelte es Buhrufe für New York, die überraschend deutlich den Mavs unterlagen. Bei den Gästen kehrte Cooper Flagg zurück, der Top-Pick steuerte 18 Punkte und sieben Rebounds zum Erfolg bei. Mann des Abends war aber Max Christie (26), der acht seiner zehn Dreier verwandelte. Als Team schossen die Gäste 15 von 32 aus der Distanz.
New York lag dagegen schon im zweiten Viertel mit bis zu 30 Punkten hinten - und das, obwohl Jalen Brunson (22, 9/24 FG) und Josh Hart ins Team zurückkehrten. Karl-Anthony Towns gab auf 22 Zähler und 18 Rebounds, doch 17 Turnover und eine Feldwurfquote von 40 Prozent waren an diesem Abend viel zu wenig. Die Knicks haben nun vier Spiele in Serie verloren, neun der elf Partien gingen in die Binsen.
Vor den Knicks stehen damit weiter Detroit und Boston, die sich im direkten Duell einen harten Kampf lieferten. Am Ende reichte es knapp für die Pistons, da Jaylen Brown den möglichen Gamewinner aus der Mitteldistanz nicht versenken konnte. Zuvor hatte der Forward mit 32 Punkten (11/28 FG) und elf Rebounds seine Farben im Spiel gehalten.
Schön war es dennoch nicht, bei Detroit hatte Cade Cunningham (16, 4/17, 14 Assists) große Schwierigkeiten, traf aber in der Crunchtime einen wichtigen Floater. Bester Scorer der Gastgeber war Tobias Harris (25), dazu verwandelte Duncan Robinson (15) fünf Dreier. Detroit baute damit den Vorsprung auf Rang zwei auf 5,5 Spiele aus.
Das Team der Stunde bleiben aber die Clippers, die sich jedoch in Washington ohne Kawhi Leonard enorm mühten. Dazu passte es, dass James Harden (36, 9/17 FG, 18/20 FT, 9 Assists) in den Schlusssekunden gleich zwei Freiwürfe vergab, obwohl er zuvor 16 in Folge genetzt hatte. Glück für die Clippers: Der Ball landete nach dem zweiten Fehlwurf wieder bei Harden, der sich danach keine Blöße mehr gab.
L.A. schaffte es so, mit einer Dreierquote von 18 Prozent (5/28) zu gewinnen, das gelang in der Franchise-Historie zuvor noch nie. Die Wizards konnten die Partie dank 25 Punkten in Transition offen gestalten, fleißigster Punktesammler war Center Alex Sarr mit 28 Zählern (10/19 FG). Die Wizards haben nun sieben Partien in Serie verloren, die Clippers dagegen sechs in Folge gewonnen.

Oben mit dabei bleiben auch die Sixers, die mit Indy aber doch einige Probleme hatten. Dafür kommt Joel Embiid immer besser in Form, für ihn wurden 30 Punkte (10/17) und neun Rebounds notiert. Dazu gab es wieder Unterstützung von Tyrese Maxey, der neben seinen 29 Zählern auch noch acht Steals einsammelte - ein Saisonrekord in der NBA. Für die Pacers waren Andrew Nembhard (25) und Pascal Siakam (24) die besten Scorer.
San Antonio gewann gegen die Jazz das dritte Spiel in Serie, bei den Gästen fehlte erneut Lauri Markkanen. So hatten die Spurs vor allem in der zweiten Halbzeit leichtes Spiel, Victor Wembanyama reichten knapp 27 Minuten für 33 Punkte und zehn Rebounds. Dabei verwandelte der Franzose gleich sieben Dreier. Sieben Spieler der Spurs punkteten zweistellig, Stephon Castle (18) und De’Aaron Fox (14) spielten je acht Assists. Bei Utah wehrte sich vor allem Keyonte George (30).
Dazu feierten die Warriors den vierten Sieg in Serie, Miami war für die Dubs kein Prüfstein, auch eine Explosion von Stephen Curry war nicht nötig. Der frisch gekürte All-Star markierte 19 Zähler und elf Assists in 28 Minuten, bester Scorer war stattdessen Brandin Podziemski von der Bank kommend. Für die Gäste war Norman Powell (21) Topscorer, als Team trafen die Heat aber nur 39 Prozent aus dem Feld.
Eine Hiobsbotschaft gab es aus Warriors-Sicht aber dennoch: Jimmy Butler verletzte sich kurz nach Beginn der zweiten Hälfte am Knie und musste umgehend das Spielfeld verlassen. Alle Infos zur Diagnose.
Robert Arndt