18.03.2026
NBA kompakt aus der Nacht
Dennis Schröders Cleveland Cavaliers sind durch einen Sieg über die Milwaukee Bucks zurück in der Erfolgsspur. Die Detroit Pistons sorgen sich derweil um ihren Superstar Cade Cunningham, während Josh Hart eine historische Performance für die New York Knicks gezeigt hat.

Nach der bitteren Niederlage gegen die Dallas Mavericks haben die Cavs eine gute Antwort geliefert und einen wichtigen, aber schmucklosen Sieg gegen dezimierte Bucks eingefahren. Gegen ein Team ohne Giannis Antetokounmpo und Myles Turner musste Cleveland, dem seinerseits Jarrett Allen fehlte, 48 Minuten lang hart für den Sieg kämpfen.
Nach einem guten ersten Viertel (+13) ließen sie Milwaukee im zweiten Abschnitt wieder zurück ins Spiel kommen. In der Folge blieb es eng (16 Führungswechsel), sodass es folgerichtig in eine umkämpfte Schlussphase ging. Für die Entscheidung sorgte ein Dreier von Sam Merrill Mitte des Schlussviertels, der einen 8:0-Lauf einläutete und die Cavaliers uneinholbar in Front brachte.
Bei Cleveland war das Duo aus James Harden und Evan Mobley, das mit jeweils 27 Punkten für das Scoring sorgte. Mobley steuerte zudem 15 Rebounds bei. Donovan Mitchell erwischte mit 19 Zählern bei 4/14 FG ein durchwachsenes Spiel, Schröder blieb in 16 Minuten von der Bank kommend sehr unauffällig (3 Punkte, 5 Assists). Bei Milwaukee war Kevin Porter Jr. mit 25 Zählern der beste Schütze, dazu war es die starke Bank (57 Punkte), die sie in der Partie hielt.

Die Wizards waren für Detroit kein echter Härtetest, sodass die Partie schon Mitte des dritten Viertels nach einer 22-Punkte-Führung entschieden war. Dies musste jedoch größtenteils ohne Cade Cunningham geschehen, der sich früh in der Partie beim Nachjagen eines freien Balls am Rücken verletzte. Der Superstar konnte noch kurz weiterspielen, wurde dann aber unter sichtlichen Schmerzen endgültig ausgewechselt. Den Pistons zufolge handelte es sich um Rückenkrämpfe, zur Ausfallzeit gaben sie aber nichts bekannt.
In seiner Abwesenheit war Jalen Duren mit 36 Punkten (13/17 FG) und zwölf Rebounds der überragende Mann bei den Pistons, gefolgt von Daniss Jenkins (15). Auf der Gegenseite waren Bub Carrington (30) und Will Riley (21) die erfolgreichsten Werfer.
Ein ähnlich leichtes Spiel wie die Pistons hatten auch die Spurs und Nuggets. Beide Teams führten schon zur Halbzeit mit 30+ Punkten und ließen es daher in der zweiten Hälfte entsprechend ruhig angehen. So standen weder Victor Wembanyama (18 Punkte, 8 Rebounds) noch Nikola Jokic (8 Punkte, 7 Rebounds, 14 Assists) mehr als 25 Minuten auf dem Parkett. Herauszuheben ist dabei noch Christian Braun, der 7/9 aus dem Feld für 22 Punkte traf.

Auch die Knicks standen gegen die Pacers vor keinen großen Problemen, die mit 14 Niederlagen in Serie einen neuen Franchise-Negativrekord aufgestellt haben. Dennoch brauchte es eine starke zweite Halbzeit und eine überragende Performance von Josh Hart, um den Sieg am Ende perfekt zu machen.
Der Swingman kann in 26 Minuten auf 33 Punkte, sieben Rebounds, fünf Assists und zwei Steals. Dabei traf er alle seine fünf Dreier und warf insgesamt nur ein einziges Mal daneben (12/13 FG). Mindestens 30 Punkte, fünf Rebounds, fünf Assists und fünf Dreier bei über 90 Prozent aus dem Feld hatte vor ihm noch nie ein Spieler aufgelegt. Neben Hart waren es OG Anunoby (26) und Karl-Anthony Towns (22), die für das nötige Scoring sorgten. Durch den Sieg haben die Knicks Platz drei im Osten weiter gefestigt.
Einen wichtigen Sieg im Kampf um die Playoffs haben auch die Timberwolves im Duell gegen die Tabellennachbarn aus Phoenix eingefahren. Ohne Anthony Edwards waren es Julius Randle (32) und Bones Hyland (22), die Minny am Ende auf die Siegesstraße führten. Bei Phoenix, dem mit Grayson Allen, Dillon Brooks und Mark Williams drei seiner Top-5-Scorer fehlten, war Devin Booker mit 34 Zählern der beste Werfer.
Durch die dritte Niederlage in Serie sind die Suns im Kampf um die direkten Playoff-Plätze abgerutscht und finden sich nun bereits drei Spiele hinter den Wolves auf Platz sechs wieder. Da ist es auch nicht förderlich, dass als Nächstes ein Auswärtsspiel in San Antonio ansteht.
Gianluca Fraccalvieri