17.06.2025
Pacers-Star blieb ohne Treffer aus dem Feld
Tyrese Haliburton hat in Spiel 5 gegen die Oklahoma City Thunder sein schlechtestes Spiel der diesjährigen Playoffs gezeigt. Dabei war der Point Guard durch eine Verletzung limitiert, die den Pacers Sorgen bereitet. Es droht der Ausfall in Spiel 6.

Die Verletzung zog Haliburton sich bereits im ersten Viertel bei einem versuchten Drive zum Korb zu. Ohne gegnerische Einwirkung überstreckte er sein rechtes Bein und zog sich dadurch eine Verspannung in der Wade zu, wie Shams Charania (ESPN) in der Halbzeit des Spiels berichtete. Anschließend lies er sich in der Kabine behandeln und kam mit einem dicken Eisbeutel um die Wade zurück auf die Bank.
Wie ESPN nun meldet, befürchte man, dass sich Haliburton einen Faserriss zugezogen haben könnte. Ein MRT soll schon bald Klarheit bringen.
Das rechte Bein bereitet ihm schon die gesamte Serie über Probleme, nach Spiel 2 wurde bekannt, dass er sich eine Verletzung am rechten Knöchel zugezogen hatte. Nach Spiel 5 gab er zu, dass sich seine neue Verletzung "im selben Bereich" befinden würde. "[Haliburton] ist nicht bei 100 Prozent. Das ist eine einmalige Gelegenheit im Leben. Die wenigsten Spieler setzen in so einer Situation aus - selbst wenn sie angeschlagen sind. Wenn du verletzt bist, ist das etwas anderes. Aber wir werden alles mit Tyrese evaluieren und schauen, wie er morgen aufwacht", erklärte Coach Rick Carlisle nach dem Spiel.
Haliburton blieb in Spiel 5 zum ersten Mal in seiner Playoff-Karriere ohne Treffer aus dem Feld (0/6) und auch seine vier Zähler markierten den Tiefpunkt für ihn in der Postseason. Trotz der Verletzung will der 25-Jährige aber nicht aufgeben. "Es sind die Finals", sagte er. "Ich habe mein ganzes Leben darauf hingearbeitet, hier zu sein, und ich will draußen auf dem Feld stehen, um zu kämpfen und meinem Team in jeder möglichen Weise zu helfen. Ich war heute bei Weitem nicht großartig, aber für mich steht außer Frage, dass ich spielen will. Solange ich laufen kann, will ich spielen.“
Diese Ansicht teilte Experte Stephen A. Smith nach dem Spiel bei ESPN nicht. "Wenn du jemanden wie T.J. McConnell hast, der dich im Spiel gehalten und dir geholfen hat, auf zwei Punkte ran zu kommen, solltest du, wenn du nicht fit bist, nicht mal spielen wollen", sagte er. Dem pflichtete auch Bob Myers zu, der meinte, Carlisle hätte Haliburton aus dem Spiel nehmen müssen.
Mit McConnell auf dem Feld hatten die Pacers nach der Pause einen Lauf gestartet, wodurch sie Ende des dritten Viertels und Anfang des vierten Viertels in Schlagdistanz waren. OKC behielt jedoch die Nerven und setzte sich schlussendlich deutlich durch.
Trotz der jüngsten Verletzung setzen die Pacers für Spiel 6 weiterhin auf ihren Superstar. "Er ist ein Kämpfer. Er war das ganze Jahr unser Fels in der Brandung. Ein großer Grund, warum wir überhaupt hier stehen. Ich weiß nicht genau, was er hat, aber ich weiß, dass er kämpft und uns alles gibt, was er hat. Was er gezeigt hat, ist Widerstandsfähigkeit - das hat er die ganze Saison über getan. Wir können uns weiterhin darauf verlassen, dass er kämpft. Ich bewundere das sehr an ihm, einfach weil ich weiß, wie schwer es ist", sagte Top-Scorer Pascal Siakam nach dem Spiel.
Spiel 6 steigt in der Nacht auf Freitag in Indiana (2.30 Uhr deutscher Zeit). Die Pacers brauchen einen Sieg, wenn sie ihren Chancen auf den Titel wahren wollen.

gfr