10.04.2025
Zoff bei den Nuggets
Die Denver Nuggets haben kurz vor den Playoffs die Reißleine gezogen und Coach Michael Malone entlassen. Jetzt kommt raus: Der Grund war nicht nur sportlich. In der Kabine brodelte es - und im Zentrum des Ganzen steht Russell Westbrook.

Was hinter verschlossenen Türen brodelte, ist jetzt öffentlich: Nuggets-Coach Michael Malone hatte in der Kabine längst keine Autorität mehr. Der Grund? Laut einem Bericht von The Athletic stellte er sich immer wieder schützend vor Russell Westbrook - obwohl der auf und neben dem Parkett eher für Unruhe als für Glanz sorgte.
Für viele Spieler war das schwer nachvollziehbar. Es sei eine Sache gewesen, Stars wie Nikola Jokic oder Jamal Murray besonders zu behandeln. Aber Westbrook dieselbe Sonderrolle zu geben, obwohl er das Team eher stresste, stieß einigen sauer auf. Das Vertrauen in Malone bröckelte und irgendwann war es einfach weg.
Doch nicht nur Westbrook sorgte für Spannungen. Auch Malones lauter und emotionaler Coaching-Stil wurde immer mehr zum Problem. Laut The Athletic war die Stimmung im Locker Room komplett im Keller und sogar die Geduld von Nikola Jokic, dem ruhigen Herzstück des Teams, begann zu bröckeln. Rivalisierende Teams hörten schon länger, dass der Serbe mit der Gesamtsituation in Denver zunehmend unzufrieden sein. "Die Kabine der Nuggets war ein einziges Chaos," heißt es in dem Artikel.
Dann der Knall: Nur drei Spiele vor Ende der Regular Season zog die Franchise die Reißleine. Coach Malone und General Manager Calvin Booth wurden überraschend gefeuert. Für ein Team, das noch immer auf dem vierten Platz im Westen steht, kam das für viele wie aus dem Nichts. Aber intern hatte sich offenbar längst zu viel aufgestaut.
Beim ersten Spiel ohne Malone gab’s immerhin einen kleinen Befreiungsschlag: Die Nuggets schlugen die Kings mit 124:116. Nach dem Spiel verriet Jokic, dass er schon vor der offiziellen Meldung von Shams Charania über die Entscheidung Bescheid wusste, was nur zeigt, wie eng die Strippen hinter den Kulissen bereits gezogen waren.
Mit einer Bilanz von 48-32 geht’s für Denver jetzt in die letzten beiden Spiele gegen die Grizzlies und die Rockets. Die Playoffs stehen vor der Tür.
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