vor 4 Stunden
Raptors deklassieren die Magic
Die Toronto Raptors haben die Orlando Magic mit 129:99 deutlich bezwungen. Bei den Gästen war Tristan da Silva mit 20 Punkten bester Werfer, Franz Wagner kam auf 15 Zähler, leistete sich aber sieben Ballverluste.

Dabei begannen die Magic in der Scotiabank Arena vielversprechend. Anthony Black traf im ersten Viertel dreimal aus der Nahdistanz, und als Desmond Bane nach gut fünfeinhalb Minuten einen Dreier samt Foul zum Vier-Punkte-Spiel nutzte, führte Orlando mit 10:19. Es blieb die höchste Führung der Gäste an diesem Abend. Toronto antwortete mit einem 22:6-Lauf bis zur ersten Viertelpause, angetrieben von RJ Barrett, der allein im ersten Abschnitt zwölf Punkte erzielte, darunter drei Dreier. Zwei Freiwürfe von Immanuel Quickley brachten die Kanadier zweieinhalb Minuten vor Viertelende mit 22:21 wieder in Front, nach zwölf Minuten stand es 32:25.
Im zweiten Viertel kam Orlando zunächst noch einmal heran. Der von der Bank gekommene und verkürzten auf 32:29. Nach einem technischen Foul gegen wegen eines Drei-Sekunden-Verstoßes in der Verteidigung baute mit dem fälligen Freiwurf und einem Dreier binnen Sekunden auf 39:30 aus. Da Silva hielt mit zwei Dreiern dagegen (41:36), und beim 45:42 durch gut sechs Minuten vor der Pause war Orlando noch in Schlagdistanz. Danach zogen die Raptors mit einem 24:11-Lauf davon: Barrett verwandelte ein Dreipunktspiel zum 58:48, Quickley traf aus der Distanz zum 65:51, und stellte mit zwei Zweiern kurz vor dem Seitenwechsel den Halbzeitstand von 69:53 her. Das Viertel ging mit 37:28 klar an Toronto.
jos
Nach dem Seitenwechsel machten die Raptors schnell klar, wer an diesem Abend den Ton angab. Walter eröffnete mit einem Dreier, Barnes legte fünf Punkte nach, und nach gut zwei Minuten lag Toronto beim 77:53 mit 24 Zählern vorne. Jase Richardson hielt die Magic mit zwei Dreiern und zwei Zweiern kurz im Spiel (84:65), ehe Barnes endgültig übernahm. Der Forward erzielte allein im dritten Viertel 16 seiner 28 Punkte (11/17 FG, 6/6 FT), darunter drei Zweier in Folge zum 95:67. Mit 34:23 ging auch dieser Abschnitt deutlich an die Gastgeber, die mit einem 103:76-Polster ins Schlussviertel gingen.
Im letzten Viertel war da Silva nochmal der auffälligste Spieler der Gäste. Der deutsche Nationalspieler erzielte die ersten sieben Orlando-Punkte des Abschnitts und beendete die Partie als bester Magic-Werfer (20 PTS, 8/10 FG, 4/5 Dreier). Am Ausgang änderte das nichts mehr: Der Vorsprung der Raptors fiel nie unter 24 Punkte, Collin Murray-Boyles erhöhte per Dreier auf 117:91, und Alijah Martin stellte 1:33 Minuten vor Schluss mit dem 129:96 die höchste Führung des Abends her.

Franz Wagner kam auf 15 Punkte und fünf Assists, traf aber nur vier seiner elf Würfe aus dem Feld und lebte vor allem von der Freiwurflinie (7/8 FT). Mit sieben Ballverlusten hatte er zudem einen großen Anteil an den 20 Turnovern seines Teams. Auch Bane (13 PTS, 3/14 FG) fand nie seinen Rhythmus. Toronto spielte dagegen 33 Assists heraus, traf 15 von 35 Dreiern (43 Prozent) und kam auf 23 Fastbreak-Punkte, während Orlando nur bei 29 Prozent von jenseits der Dreierlinie lag. Neben Barnes und Barrett (25 PTS, 9 REB, 6 AST) punkteten bei den Raptors auch Quickley (16 PTS, 7 AST), Walter (14 PTS) und Jamal Shead (13 PTS, 7 AST) zweistellig.
Mit dem dritten Sieg im vierten Spiel stehen die Raptors (3-1) gemeinsam mit Boston und Cleveland direkt hinter Detroit und Philadelphia (je 4-1) in der Spitzengruppe der Eastern Conference. Orlando (1-3) belegt derzeit Rang zehn und damit den letzten Play-in-Platz, nach wenigen Spielen allerdings nur eine Momentaufnahme. Auf die Revanche müssen die Magic nicht lange warten: Bereits in der Nacht auf Samstag, 31. Oktober, treffen beide Teams um 0.30 Uhr deutscher Zeit erneut in Toronto aufeinander. Danach empfängt Orlando am Sonntag, 1. November, um 21.30 Uhr die Boston Celtics, die Raptors gastieren in der Nacht auf Montag um 3 Uhr bei den Los Angeles Lakers.
