07.12.2025
46 Punkte für Brown
Rasta Vechta hat beim Debüt von Tibor Pleiß einen Sieg einfahren können. Gegen die weiterhin sieglosen Veolia Towers Hamburg setzten sich die Niedersachsen knapp mit 97:95 nach Verlängerung durch.

Nach 13 Jahren absolvierte Pleiß sein erstes Spiel in der BBL und kam dabei zunächst von der Bank. Der 36-Jährige kam insgesamt knapp 23 Minuten zum Einsatz und steuerte sieben Punkte (1/5 FG), acht Rebounds, einen Steal sowie einen Block zum Erfolg bei.
Überragender Mann war aber Tevin Brown. Der Guard war mit 46 Punkten (13/19 FG, 7/11 Dreier, 13/15 FT) bester Scorer der Gastgeber und ließ im dritten Viertel komplett heiß. 22 Punkte erzielte der 27-Jährige in diesem Abschnitt, dabei versenkte er jeden seiner sechs Dreier, fünf davon kamen innerhalb von nicht einmal vier Minuten.
Hier entglitt den Towers ein wenig das Spiel, doch da bei Vechta sonst kaum etwas gelang, blieben die Gäste in der Partie. Zunächst hatten die Hamburger aber ihre ersten 20 Dreier vergeben (am Ende 5/36), erst Youngster Jared Grey (8) beendete im dritten Viertel die Dürre. Hamburg, das nach mehreren Wochen auch wieder auf Defensiv-Spezialist Osario Rich (10 Punkte) bauen konnte, kämpfte sich im vierten Viertel wieder heran, doch Vechta hatte schließlich immer eine Antwort.
Neben Brown hatte dies auch Luc van Slooten (8) per Dreier aus der Ecke. Er und Brown war für alle neun Dreier der Vechtaner verantwortlich. Alonzo Verge Jr. (18, 6/11 FG) überzeugte mit seinen Drives, foulte aber bereits vier Minuten vor Ende des vierten Viertels aus. Spannend machte es dann noch einmal Hamburgs neuer Spielmacher Ross Williams (22, 5/18 FG, 11/13 FT). Dieser hatte zuvor alle seine zehn Dreier vergeben, mit seinem elften Versuch verkürzte er aber wieder auf 77:76.

rar
Aber: Nachdem Brown einen Freiwurf traf, nahm Williams einen weiteren Dreier, diesen aber viel zu früh. Der Wurf ging nur ans Brett, doch Pleiß vergab einen Freiwurf. Williams vergab auf der Gegenseite einen Freiwurf mit Absicht und Martin Breunig (12, 5 Rebounds) schickte die Partie per Tip-In in die Verlängerung.
Dort führten die Towers schnell mit fünf Punkten, doch wieder war es Brown, der Vechta zurückbrachte. Hamburg gab zu einfach Drives des Guards ab, so auch 32 Sekunden vor Schluss, als Brown die Gastgeber wieder in Führung brachte. Wenig später stoppte Youngster Dominic Dolic den Drive und Brown erhöhte erneut von der Freiwurflinie. Als Brown dann noch einen Freiwurf vergab, hatte Vechta den Offensiv-Rebound und zitterte so den Sieg über die Ziellinie.
So bleibt es dabei, dass die Towers noch immer auf den ersten Saisonsieg warten müssen. Vechta springt dagegen dank des vierten Erfolgs auf Rang zehn.