08.12.2025
Rostock überzeugt auswärts
Die Bamberg Baskets haben sich im Heimspiel gegen die Rostock Seawolves überraschend klar geschlagen geben müssen. In einem Duell der beiden besten Dreierteams der BBL setzte sich Rostock dank starker Phasen nach der Pause souverän mit 87:74 durch und bestrafte einen ungewohnt harmlosen Auftritt der Hausherren von außen.

Eigentlich gingen zwei der besten Distanzteams der Liga ins direkte Duell: Bamberg mit (vor dem Spiel) 11,3 getroffenen Dreiern pro Partie, Rostock knapp dahinter mit 11,0. Davon war im ersten Viertel allerdings wenig zu sehen. Beide Teams trafen jeweils nur einen Wurf von draußen, Bamberg kam insgesamt sogar nur zu drei Versuchen. Das Spiel lebte stattdessen von ausgeglichener Punkteverteilung und viel Arbeit unter den Körben. Rostock dominierte dort früh, sammelte im ersten Abschnitt schon 14 Rebounds und lag nach zehn Minuten mit 25:22 in Führung.
Nach der ersten Pause erwischten die Seawolves den besseren Start und zwangen Anton Gavel mit schnellen fünf Punkten zur Auszeit. Vor allem D’Shawn Schwartz (15 Punkte, 6 Rebounds) und TJ Crockett Jr. (12) übernahmen Verantwortung, die letzten zwölf Rostocker Punkte des Viertels gingen auf ihr Konto. Bamberg stabilisierte sich in der Folge, auch weil Ibi Watson (7) und Demarcus Demonia (11, 6 Rebounds) aktiver wurden. Zur Halbzeit blieb die Partie eng, Rostock nahm eine knappe 40:39-Führung mit.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Oberfranken zunächst ausgleichen und kurzzeitig in Führung gehen, doch dann kippte das Spiel. Angeführt von DeAndre Lansdowne (17, 5 Rebounds, 5 Assists) zündete Rostock einen Lauf, traf innerhalb kürzester Zeit vier Dreier und setzte sich erstmals zweistellig ab. Während die Gäste für jeden Bamberger Korb eine Antwort fanden, blieb das Offensivspiel der Franken über weite Strecken Stückwerk. Zwar gelang es Bamberg, den Rückstand zum Ende des dritten Viertels noch leicht zu verkürzen, mit 55:64 ging es aber mit klaren Vorteilen für die Seawolves in den Schlussabschnitt.
Lukas Hetterich
Auch im vierten Viertel blieb das Momentum bei Rostock. Ein weiterer Dreier von Schwartz zum 14-Punkte-Vorsprung zwang Bamberg erneut zur Auszeit, doch die erhoffte Wende blieb aus. Die Seawolves legten nach, trafen weitere Würfe von außen und verwalteten den Vorsprung souverän. Am Ende stand ein deutlicher Auswärtssieg. Für Bamberg passte insbesondere die schwache Quote von draußen (4/17) so gar nicht zum bisherigen Saisonbild. Rostock überzeugte vor allem mit starker Arbeit unter den Körben (52:24 Rebounds, alleine Owen Klassen mit 14).