09.03.2025
Berlin nur mit vier Punkten in den Extra-Minuten
Ratiopharm Ulm hat den zweiten Platz in der Basketball-Bundesliga gefestigt. Im Spitzenspiel gegen Alba Berlin setzte sich der Meister von 2023 nach Verlängerung in einer dramatischen Partie mit 101:90 durch.

Gefühlt hatten die Ulmer das Spiel schon in der regulären Spielzeit gewonnen, doch Alba holte in den letzten elf Sekunden einen Fünf-Punkte-Rückstand auf. Marcio Santos (16 Punkte), der zuvor an der Freiwurflinie erfolgreich war, beging bei einem Dunk von Tim Schneider ein unnötiges (fünftes) Foul. Der Forward vergab den Freiwurf und der Rebound kam über Umwege zu Matt Thomas, der eiskalt zum Ausgleich traf.
Momentum für Alba? Mitnichten. Durch Karim Jallow, Noa Essengue und Tobias Jensen erzielten die Ulmer die ersten neun Punkte der Verlängerung, während Alba plötzlich wieder nichts mehr gelang. Stattdessen traf Alba erst zwölf Sekunden vor dem Ende der Overtime, als das Spiel schon lange entschieden war.
In Halbzeit eins konnten sich die Berliner vor der Pause noch erstmals absetzen. Ein 11:2-Lauf durch Matt Thomas und Matteo Spagnolo bescherte Alba das erste zweistellige Polster, zuvor hatten die Gäste große Probleme aus der Distanz (1/10-Start). Gleich 19 Freiwürfe in der ersten Halbzeit überdeckten die schwache Wurfleistung, dafür waren die Berliner in Korbnähe deutlich erfolgreicher.

Auch gut vier Minuten vor Schluss waren die Berliner noch mit sieben Punkten vorne, Ulm brauchte aber nur 20 Sekunden durch zwei Fastbreaks und ein unsportliches Foul, um die Partie wieder auszugleichen.
Bester Scorer der Ulmer war Essengue mit einem Karrierebestwert von 20 Punkten (7/10 FG, 6/6 FT), während das andere Top-Talent Ben Saraf (4, 2/5) kein Faktor war. X-Faktor in der Verlängerung war Tobias Jensen (4, 5 Assists, 2 Steals), der zahlreiche Big Plays für sich verzeichnen konnte, auch Jallow (17, 7/11) wusste zu gefallen. Die besten Scorer für Alba waren Thomas (17, 4/7 Dreier), Schneider (14) und Yanni Wetzell (14).
rar