vor 2 Stunden
Nuggets brechen nach der Pause ein
Die Oklahoma City Thunder haben einen hart umkämpften, aber letztlich deutlichen Sieg gegen die Denver Nuggets eingefahren. Sowohl Nikola Jokic als auch Shai Gilgeous-Alexander hatten Probleme, gleichzeitig riss die 20-Punkte-Serie des amtierenden MVPs nach fast zwei Jahren.

Das war ein hartes Stück Arbeit für die Thunder, die lange Zeit nichts trafen, aber dank ihrer Defense Denver bei gerade einmal 82 Punkten hielten. So spielte es letztlich auch keine Rolle, dass Shai Gilgeous-Alexander zum ersten Mal seit dem 30. Oktober 2024 unter 20 Punkten gehalten wurde. Der Kanadier beendete die Partie mit 17 Zählern (6/19 FG, 3/11 3P), hatte aber im vierten Viertel ein paar gute Momente (10 PTS).
Auch Denvers Superstar Nikola Jokic (13, 5/19, 7 Rebounds, 5 Assists) fand keinen Rhythmus, dazu schmissen die Nuggets aufgrund es hohen Drucks viel zu oft den Ball weg (22 Turnover), um gegen den Champion von 2025 eine Chance zu haben. Neben Jokic scorten nur Aaron Gordon (20) und DeMar DeRozan (13) zweistellig, während Jamal Murray (6, 2/11, 10 Rebounds, 6 TO) enttäuschte. Für die Thunder war Jalen Williams (21) der beste Scorer, Isaiah Hartenstein steuerte sechs Punkte (3/10), sechs Rebounds und einen Block bei.
Von Beginn an war es eine intensive Partie zwischen zwei Teams, die sich aus der Vergangenheit bestens kennen. Vor allem OKC hatte jede Menge Probleme mit dem Wurf, sinnbildlich dafür stand Gilgeous-Alexander, der in der ersten Halbzeit ohne ein einziges Field Goal blieb (0/7 FG). Dennoch verpassten es die Gäste, dies besser zu nutzen. Auch Jokic hatte keinen Touch, doch alle Nuggets hatten bis zur Pause gescort, sodass Denver mit 48:44 führte.
rar

Nach dem Wechsel wurde SGA dann endlich erlöst und die Gastgeber fanden nun langsam Rhythmus. Für Denver war Gordon der Mann für die Punkte, dazu spielte "Mr. Nugget" gewohnt gute Defense. Beim Rest ging jetzt aber nicht mehr viel, magere 16 Punkte im Abschnitt sorgten dafür, dass die Partie kippte. Dazu traf Gilgeous-Alexander kurz vor Ablauf der Uhr im achten Versuch endlich einen Dreier, während Jokic nach einer Review nicht an der Mittellinie beim Wurf gefoult wurde. So stand es nach 36 Minuten plötzlich 70:64 zugunsten von OKC.
Viertelübergreifend war es ein 12:2-Lauf der Thunder über fünf Minuten, den nur DeRozan kurzzeitig unterbrach. Ohne Jokic verzettelte sich Denver zu sehr in Eins-gegen-Eins-Situationen, blieben aber im Spiel, weil OKC weiter viele Fahrkarten schoss. Erst mit Gilgeous-Alexander kam wieder mehr Shotmaking, Mitte des Schlussabschnitts waren die Thunder schließlich erstmals zweistellig vorne.
Ein Faktor war nun auch das Offensiv-Rebounding, hier war Chet Holmgren (12, 17 Rebounds, 4 Blocks) immer wieder zur Stelle und verschaffte seinem Team wichtige zwei Chancen. Denver kam nicht mehr in die Partie, knapp zwei Minuten vor Schluss leerten beide Mannschaften ihre Bänke.
Im ersten Spiel der Nacht hatten sich die Philadelphia 76ers gegen die Cleveland Cavaliers durchgesetzt, dabei kam das Team um LeBron James von einem 29-Punkte-Rückstand zurück. Das gab es in der Franchise-Historie der Sixers noch nie.
