25.05.2025
Edwards setzt ein Ausrufezeichen
Nach zwei herben Pleiten zum Auftakt haben die Minnesota Timberwolves zurückgeschlagen: Angeführt von einem überragenden Anthony Edwards demontierten sie die Oklahoma City Thunder mit 143:101 und feierten den höchsten Playoff-Sieg der Franchise-Geschichte.

Anthony Edwards hatte genug. Nach einem enttäuschenden Start in die Serie meldete sich der Superstar der Timberwolves mit voller Wucht zurück: 30 Punkte (12/17 FG, 5/8 3PM), 9 Rebounds, 6 Assists und das in nur drei Vierteln. Schon im ersten Durchgang dominierte Edwards nach Belieben und sorgte fast im Alleingang für den 34:14-Start, OKCs punktärmstes des gesamten Jahres.
Die Timberwolves spielten sich in einen wahren Rausch: 143 erzielte Punkte bedeuteten einen neuen Playoff-Rekord der Franchise, der 42-Punkte-Sieg war gleichzeitig die höchste Thunder-Niederlage der Saison. Julius Randle zeigte sich nach schwachem Spiel 2 wieder in Topform (24 Punkte), Rookie Terrence Shannon Jr. legte 15 Punkte in 13 Minuten auf. Die Bank lieferte, die Energie stimmte.
Besonders auffällig: Schon im ersten Viertel sammelte Minnesota 16 Punkte nach Ballverlusten, mehr als im kompletten Spiel 2 (10). Zur Pause lagen die Wolves mit 31 Punkten vorne, der Vorsprung wuchs zwischenzeitlich auf 45 an.
Für OKC lief nichts zusammen. Shai Gilgeous-Alexander, frisch gekürter MVP, erwischte einen rabenschwarzen Abend: Nur 14 Punkte (4/13 FG), 4 Turnover, kaum Zugriff aufs Spiel. Die Timberwolves verteidigten ihn früh und hart.
Auch der Rest der Thunder blieb blass. Kein Spieler erzielte mehr als 13 Punkte, und zum ersten Mal seit dem 25. März verlor OKC das Turnover-Duell. Head Coach Mark Daigneault musste seinen Superstar beim 38-Punkte-Rückstand bereits im dritten Viertel vom Feld nehmen. Isaiah Hartenstein kam auf 6 Punkte und 6 Rebounds.
kon
Mit dem klaren Sieg verkürzt Minnesota auf 1:2 in der Serie. In der Nacht auf Dienstag steigt Spiel 4 erneut im Target Center.