vor 4 Stunden
Deutsche Rookies erneut mit wenig Spielzeit
Die Detroit Pistons haben die Charlotte Hornets um Dennis Schröder mit 97:89 geschlagen und dabei einen Sieben-Punkte-Rückstand zur Pause gedreht. Cade Cunningham erzielte 30 Punkte inklusive des entscheidenden Treffers in der Schlussphase. Brandon Miller blieb trotz 31 Zählern mit Charlotte ohne Lohn.

Dabei erwischten die Gäste den besseren Start: Naz Reid eröffnete mit einem Dreier und legte einen Floater nach, Brandon Miller (31 PTS, 12 REB) erhöhte nach einem eigenen Ballgewinn auf 0:7. Auch Dennis Schröder trug sich früh ein, beim Stand von 6:13 nahm Detroit die erste Auszeit. Danach kamen die Pistons über Cade Cunningham (30 PTS, 4/9 Dreier) zurück, der acht Punkte im ersten Viertel sammelte. John Collins glich zum 16:16 aus, Kevin Huerter traf per Dreier zum 19:19, und Paul Reed brachte die Hausherren erstmals in Führung (21:19). Royce O'Neale konterte 32 Sekunden vor Viertelende mit einem Dreier zum 21:22.
jos
Im zweiten Viertel drehte Miller richtig auf und erzielte 15 seiner 31 Punkte in diesem Abschnitt. Nachdem Schröder (14 PTS, 6/10 FG, 5 AST) mit zwei schnellen Treffern in der Zone auf 22:26 gestellt hatte, traf Miller einen Dreier, legte einen Zweier nach und verwandelte nach einem Foul beim Dreierversuch alle drei Freiwürfe zum 28:40 - die höchste Führung der Hornets. Detroit antwortete mit einem 9:2-Lauf, angetrieben von Daniss Jenkins (14 PTS, 6/10 FG) und Cunningham, auf 37:42. Mit 44:51 ging es in die Kabinen - Miller hatte da bereits 21 Punkte auf dem Konto.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel binnen weniger Minuten. Miller hatte die Gäste noch auf 48:56 gebracht, dann folgten vier Detroit-Dreier in Serie: Reed, Javonte Green, Cunningham und Duncan Robinson (13 PTS, 4 STL) verwandelten den Rückstand in eine 60:56-Führung. Auch eine Auszeit von Charlotte mitten in diesem 12:0-Lauf bremste die Pistons nicht. Die Hornets blieben zwar in Schlagdistanz - Grayson Allen traf zum 64:61, und Christian Anderson erzielte beim 71:65 seine einzigen beiden Punkte - doch Reed (16 PTS, 5/7 FG) mit einem weiteren Dreier und Tolu Smith drei Sekunden vor Viertelende sorgten für ein 76:70. Das dritte Viertel ging mit 32:19 an Detroit.
Cunningham eröffnete den Schlussabschnitt mit zwei Drives zum 80:70, der ersten zweistelligen Führung der Pistons. Charlotte gab sich aber nicht auf: O'Neale per Dreier, Moussa Diabaté, Schröder und Miller brachten die Gäste bis auf 82:79 heran. Es ging jetzt hin und her auf beiden Seiten. Jenkins antwortete mit einem Dreier, und als Allen zweieinhalb Minuten vor dem Ende per Dreier auf 91:86 verkürzte, konterte Cunningham umgehend von jenseits der Linie zum 94:86. Schröder hielt mit einem Dreier 54 Sekunden vor Schluss die letzte Hoffnung am Leben (94:89), ehe Cunningham eine halbe Zeigerumdrehung später den nächsten Distanztreffer zum 97:89-Endstand versenkte - die Entscheidung.
Den Ausschlag gab letztlich die Ballsicherheit: Charlotte leistete sich satte 25 Ballverluste, allein Schröder, Diabaté und Allen kamen auf je fünf. Detroit verbuchte 13 Steals, vier davon gingen auf das Konto von Robinson. Dass die Hornets bei den Rebounds klar vorne lagen (52:39), half ihnen wenig. Die Pistons spielten 26 Assists heraus, Ausar Thompson allein acht neben sieben Punkten und neun Rebounds. Anderson stand gut achteinhalb Minuten auf dem Parkett, der zweite deutsche Rookie Hannes Steinbach kam nicht zum Einsatz.
Die Pistons stehen nach dem vierten Sieg im fünften Spiel gemeinsam mit den Philadelphia 76ers an der Spitze der Eastern Conference. Für Charlotte war es die zweite Niederlage, die Hornets stehen bei drei Siegen und zwei Niederlagen. Weiter geht es für beide in der Nacht auf Samstag: Charlotte gastiert um 0 Uhr bei den Washington Wizards, Detroit um 0.30 Uhr bei den Brooklyn Nets. In der Nacht auf Dienstag (1.30 Uhr) kommt es dann in Charlotte bereits zum Wiedersehen.
