20.03.2025
Bittere Pleite im Play-off-Kampf
Der FC Bayern Basketball muss die nächste Niederlage im Rennen um die Play-offs schlucken: In Vitoria enttäuschten die Münchner besonders in der zweiten Hälfte und verloren mit 112:89.

Der FC Bayern Basketball muss eine bittere Niederlage in Vitoria verkraften: Bester Spieler beim 112:89 für Baskonia war Markus Howard, der 27 Punkte erzielte und 6/11 Dreier traf. Insgesamt sechs Spieler der Basken scorten zweistellig. Bei Bayern waren es nur drei: Shabazz Napier (15 Punkte) sowie Carsen Edwards und Joe Voigtmann gegen sein Ex-Team machten je 13 Zähler.
Für Vitoria um den letztjährigen Bayern-Trainer Pablo Laso, das zuletzt sogar mit 90:97 bei Alba Berlin unterlag, ging es um nicht mehr viel. Spätestens seit der Niederlage in der Hauptstadt schien der baskische Traum von den Play-offs ausgeträumt. Die Bayern konnten zuletzt durch das 70:62 gegen ratiopharm Ulm ihren Spitzenplatz in der BBL zurückerobern.
Der Start in die Partie gestaltete sich ausgeglichen: Nach rund fünf Minuten nahm Gordon Herbert die erste Auszeit: Die Gastgeber, bei denen Howard im ersten Viertel zwölf Zähler machte, führten zu dem Zeitpunkt knapp (14:10). Bayern hatte danach aber an beiden Enden des Feldes Probleme, Herbert nahm nur rund zwei Minuten später die nächste Time-Out. Da führte Baskonia bereits mit elf Punkten. Nach dem ersten Münchner Dreier (nur 1/7 im ersten Viertel) von Niels Giffey kam man bis Viertelende aber auf vier Punkte heran (25:21).
In den zweiten zehn Minuten war dann zunächst wieder Baskonia besser, das von außen gut traf. Giffey mit seinen Dreiern zwei und drei hielt die Münchner aber in der Partie, sodass man nie lange einem zweistelligen Rückstand hinterherrennen musste. Voigtmann per Dreier brachte die Bayern dann rund vier Minuten vor der Pause wieder auf 43:42 heran, Nick Weiler-Babb glich rund anderthalb Zeigerumdrehungen später auf 45:45 aus. Da die Gäste sich besonders von außen steigerten, war es auch vor dem Seitenwechsel knapp: 50:48 stand auf der Anzeigetafel.
amw
Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste: Nach einem schnellen 11:3-Lauf der Gastgeber sah sich Bayern-Coach Herbert zu einer Auszeit gezwungen. Keine drei Minuten waren da gespielt. Nicht mal eine Minute und fünf Baskonia-Punkte im Fastbreak später reagierte Herbert erneut mit einer Time-Out. Zwar trafen die Münchner in der Folge zwei Dreier, da aber die Gastgeber ebenfalls fast alles trafen, blieb der Rückstand zweistellig. Eine bezeichnende Situation: Andi Obst verkürzte 15 Sekunden vor Viertelende, ebenfalls von außen, in den einstelligen Bereich - wurde aber mit der Schlusssirene von Trent Forrests Dreier gekontert. Spielstand vor dem Schlussviertel: 83:71.
Zu Beginn der letzten zehn Minuten versuchten es die Gäste dann noch einmal per Zonenverteidigung - ohne Erfolg: Baskonia bewegte den Ball gut und konnte so problemlos zu einfachen Zählern kommen. Nach einem Putback-Dunk von Donta Hall stand es rund sechs Minuten vor Schluss 96:76. Die Partie war damit entschieden, in den letzten Minuten konnten die Basken ihren Vorsprung noch in die Höhe schrauben: 112:89 lautete der Endstand.
Viel Zeit zum Nachdenken bleibt den Bayern wie gewöhnlich aber nicht. Für die Münchner geht es am Sonntag vor heimischer Kulisse wieder um einen wichtigen Sieg in der BBL: Dann empfängt der FCBB die Rostock Seawolves (18.30 Uhr, live bei Dyn).