21.03.2025
21:0-Lauf macht den Deckel drauf
Alba Berlin hat sich in Athen teuer verkauft, am Ende aber die Qualität von Panathinaikos zu spüren bekommen. Die Berliner hielten lange mit, führten sogar im Schlussviertel, doch ein überragender Endspurt des EuroLeague-Champions machte alle Hoffnungen zunichte. Am Ende stand eine 81:91-Niederlage.

Die Partie begann mit hohem Tempo und spektakulären Szenen. Panathinaikos zeigte direkt seine individuelle Klasse, allen voran Kendrick Nunn (18 Punkte, 3 Assists), der in den ersten Minuten mit zwei krachenden Dunks ein Zeichen setzte. Doch Alba hielt mutig dagegen, erspielte sich offensiv immer wieder gute Möglichkeiten und ließ sich nicht abschütteln. Eine Minute vor Ende des Viertels brachte ein Dreier von Robert Baker II sogar den Ausgleich. Doch die Griechen antworteten sofort und gingen mit einer knappen 23:19-Führung in die erste Pause. Besonders auffällig: Wenyen Gabriel (13, 6/6 FG, 8 Rebounds, 4 Blocks) mit drei Blocks und Jerian Grant (Topscorer mit 19 Punkten).
Auch im zweiten Viertel zeigten die Albatrosse großen Kampfgeist. Vor allem Louis Olinde (9, 6 Rebounds) spielte stark und hielt die Berliner lange im Spiel. Doch mit zunehmender Dauer setzte Panathinaikos seine physische Überlegenheit ein und kontrollierte das Spielgeschehen immer mehr. Während Alba immer wieder Lösungen fand, zog der EuroLeague-Champion in den letzten Minuten vor der Pause das Tempo an. Trotz einer schwachen Dreierquote (1/10) dominierten die Griechen in der Zone und erspielten sich zur Halbzeitpause eine zweistellige Führung - 46:35.
Nach der Pause kam Alba wie verwandelt aus der Kabine. Mit einer starken Trefferquote und viel Energie kämpfte sich das Team von Pedro Calles zurück ins Spiel. Mitte des Viertels übernahm Alba sogar die Führung, als Gabriele Procida (13, 3 Rebounds, 3 Assists) per Layup zum 55:54 traf. In dieser Phase dominierten die Berliner das Geschehen, erzielten in wenigen Minuten 20 Punkte, während Panathinaikos nur acht Zähler verbuchte. Der Favorit nahm eine Auszeit und fing sich wieder. Trotzdem blieb das Spiel bis zum Viertelende auf Messers Schneide - mit 66:64 ging es in den Schlussabschnitt.
Alba erwischte auch im letzten Viertel den besseren Start. Matt Thomas (14, 4 Rebounds, 3 Assists) traf früh einen Dreier, und die Berliner erspielten sich eine 72:64-Führung. Doch dann folgte die Wende: Panathinaikos zog defensiv die Schrauben an, und Alba fand plötzlich keine Antworten mehr. Während die Berliner Würfe liegen ließen, startete der EuroLeague-Champion einen starken 21:0-Lauf und machte damit den Deckel drauf. Am Ende stand ein 91:81-Erfolg für Panathinaikos, der die individuelle Klasse des Titelverteidigers unterstrich.
Lukas Hetterich
Für die Hauptstädter geht es bereits am Sonntag (16.30 Uhr, LIVE bei Dyn) in der BBL mit einem wichtigen Heimspiel gegen die FIT/One Würzburg Baskets weiter. Am kommenden Dienstag (20.45 Uhr) steht dann das erste EuroLeague-Duell des Doppelspieltages mit Partizan Belgrad, erneut auswärts, an.