27.01.2026
Konkurrenz aus dem Inland?
Seit Monaten lassen die Verantwortlichen der NBA Stück für Stück neue Informationen zum Europa-Projekt durchsickern. Nun erklärte der Liga-Vize, dass je zwei Teams aus allen fünf großen Ländern eine permanente Lizenz erhalten würden. Damit befeuert er auch die Diskussion hierzulande: Wer ist neben Alba Berlin noch dabei?

"Der größten Liga, der EuroLeague, fehlen einige der größten kommerziellen Märkte Europas", erklärte NBA-Vize Mark Tatum gegenüber Sportico einmal mehr die Gründe für das Interesse der US-Liga. "In Großbritannien gibt es überhaupt keine Mannschaft - dabei ist das der größte Markt in ganz Europa." Ebenfalls fehlten Teams in Berlin und Rom.
Neu ist all das zwar nicht, jedoch verriet Tatum erstmals, dass man plane, zwei permanente Lizenzen an jeweils zwei Teams aus den fünf großen europäischen Nationen zu vergeben. "Wir sagen Großbritannien, Spanien, Deutschland, Italien und Frankreich. In jedem dieser Märkte soll es mit Gewissheit zwei Mannschaften geben. Von da aus können wir das Ökosystem für die anderen öffnen."
In Deutschland gilt Alba Berlin bereits als gesetzt. Nicht zuletzt während des NBA-Spiels in Berlin lobte Commissioner Adam Silver den hiesigen Hauptstadtklub in den höchsten Tönen. Mit dem Austritt aus der EuroLeague im vergangenen Jahr, brachten sich die Albatrosse zudem für einen solchen Schritt in Stellung.
Unklar ist hingegen noch immer, wo der zweite deutsche Standort etabliert werden soll. Die offensichtlichste Lösung ist der FC Bayern. Der amtierende deutsche Meister fiel in der Angelegenheit allerdings eher durch Zurückhaltung auf. Auf der Pressekonferenz zu Saisonbeginn stellte sich Vereinspräsident noch hinter die EuroLeague, gestand aber auch Kontakt zur NBA ein. Bayerns ehemaliger Geschäftsführer und heutiger Berater Marko Pesic gilt allerdings als klarer Gegner des Projekts.
Eine Alternative zum FC Bayern gibt es derzeit wohl nur kaum, wobei viele der großen von der NBA angesprochenen Märkte in Deutschland noch ohne Basketballverein dastehen. Im Interview mit basketball-world.news berichtete DBB-Präsident und FIBA-Schatzmeister Ingo Weiss Ende des vergangenen Jahres von konkretem Interesse des Fußballklubs Borussia Dortmund sowie aus Köln. Hier geht's nochmal zum Gespräch.
jos