17.04.2026
Weltmeister-Coach ab Juli für Kanada tätig
Ex-Bundestrainer Gordon Herbert bereitet sich gerade auf sein Engagement in Kanada vor. Dafür schaut der 66-Jährige wieder vermehrt die NBA. basketball-world.news hat mit dem Kanadier über die anstehenden Playoffs gesprochen.

Noch ist Gordon Herbert in München, derzeit erholt sich der 66-Jährige in der bayrischen Landeshauptstadt von einer Knie-OP vor einigen Wochen. Im Januar war Herbert auf Einladung der Memphis Grizzlies in Berlin und schaute ein wenig beim Training zu. Der Kontakt zu Tuomas Iisalo ist gut, der Finne wollte Herbert im vergangenen Sommer zu seinem Lead Assistant Coach machen, wie finnische Medien meldeten.
Herbert blieb bei den Bayern, wurde im Dezember entlassen und bereitet sich nun auf sein Engagement als kanadischer Nationaltrainer ab dem 1. Juli vor. Dafür schaut Herbert wieder so viel NBA wie lange nicht mehr, bevorzugt natürlich die Teams seiner eigenen Spieler.
Zwei Stützen in MVP Shai Gilgeous-Alexander und Lu Dort spielen in OKC, für Herbert ist der Champion auch in diesem Jahr das Maß aller Dinge. "Für mich sind sie das, gleichzeitig ist der Westen mit Denver und San Antonio sehr stark. In den Playoffs kann eine oder zwei Verletzungen alles für die Teams verändern", meinte Herbert gegenüber basketball-world.news.
66 Siege fuhren die Thunder ein - trotz einiger Verletzungssorgen. Laut Herbert kann dies ein Vorteil sein, da sich andere in den Vordergrund spielen und sich in Drucksituationen beweisen konnten. Als Herausforderer sieht der Kanadier Denver und San Antonio, auch wenn Zweifel ob der Jugend der Texaner um Victor Wembanyama bleiben.
Gleiches gilt auch für den Top-Seed im Osten, Detroit. Vielmehr hat Herbert Boston auf dem Zettel. Und Cleveland mit Dennis Schröder? "Bei den Cavs fehlt mir oft die Konstanz", merkt der ehemalige Bayern-Trainer an, der aber Schröder in einer guten Position sieht. "Er ist dort in einer sehr guten Situation unter Kenny Atkinson, auch wenn er vielleicht nicht so viel spielt, wie bei anderen Teams. Mit Donovan Mitchell und James Harden hat Cleveland zwei überragende Guards, aber Dennis kann als Verteidiger den Unterschied ausmachen."
Das zeichne Schröder im Teamkonzept aus, weil er an beiden Enden etwas geben kann. "Er kann auch offensiv in Erscheinung treten, doch wenn er auf dem Feld steht, dann verteidigt er zu 100 Prozent."
Die NBA Playoffs beginnen am Samstagabend deutscher Zeit um 19 Uhr - direkt mit dem Heimspiel der Cavaliers gegen die Toronto Raptors.
Robert Arndt