11.01.2026
NBA kompakt
Der Zweite aus dem Westen gegen den Zweiten aus dem Osten: Das Duell der Spurs mit den Celtics hielt, was es versprach und war spannend bis zum Ende. Die Celtics rutschen in der Tabelle ab. Charlotte feierte einen deutlichen Erfolg in Utah.

Die San Antonio Spurs haben das Topspiel gegen die Boston Celtics gewonnen. Im Duell des Zweiten der Eastern Conference mit dem Zweiten der Western Conference setzten sich die Spurs in Boston mit 100:95 durch und verbuchten den 27. Sieg im 38. Saisonspiel. Die Celtics rutschten wegen der Niederlage auf Rang drei hinter die Detroit Pistons und die New York Knicks. Der zuletzt angeschlagene Victor Wembanyama kam erneut von der Bank, war mit 21 Punkten in 27 Minuten aber dennoch der erfolgreichste Werfer für die Spurs. Für die Celtics war Derrick White mit 29 Punkten der Mann mit der besten Ausbeute.
Zwei Minuten vor Schluss glich Jaylen Brown (27, 11/28 FG) für die Celtics aus (93:93), doch Wembanyama traf einen schweren Jumper und Brown verlor im Anschluss den Ball, sodass Julian Champagnie im Fastbreak scoren konnte. Ein weiterer Sprungwurf von Wemby besiegelte schließlich das Schicksal der Celtics.
Die Pistons als Tabellenführer konnten sich dabei auch eine 92:98-Niederlage gegen die Los Angeles Clippers leisten, die nun acht Siege aus den vergangenen acht Partien geholt haben und sich wieder in Reichweite der Playoff-Plätze befinden. Dabei lagen die Gäste bereits mit 19 Punkten hinten, doch ein abschließender 28:8-Lauf stellte die Partie spät auf den Kopf.
Detroit musste allerdings auf Cade Cunningham, Tobias Harris und Jalen Duren verzichten, der Ausfall der drei besten Scorer war nicht zu kompensieren. Zwei Minuten vor Schluss brachten Freiwürfe von John Collins (25, 4 Steals, 4 Blocks) die erste Clippers-Führung, wenig später erhöhte Ivica Zubac per Dunk und Kawhi Leonard (26, 8/13 FG, 8 Rebounds) gelang der entscheidende Steal.
Die Mavericks waren dagegen ohne den verletzten Anthony Davis in Chicago chancenlos, am Ende wurde es dann auch richtig deutlich. Die Bulls überrannten die Gäste und erzielten satte 38 Punkte in Transition (Mavs: 8), das war der Unterschied. Sieben Spieler der Bulls erzielten mindestens 13 Punkte, am besten machte es Coby White (22). Bei den Mavs erwischte Cooper Flagg (11, 4/13, 5 TO) einen schwachen Abend, einer der wenigen Lichtblicke war Backup-Guard Jaden Hardy (14, 4/7 3P).

Die Utah Jazz mussten derweil die höchste Saisonniederlage aller Teams schlucken, eine Differenz von mindestens 55 Punkten gab es zuletzt vor knapp einem Jahr (126:67 für die Clippers in Brooklyn). Lauri Markkanen wurde geschont, so ging nicht viel bei Utah. Cody Williams stellte dabei einen traurigen NBA-Rekord auf, sein Plus-Minus-Wert von -60 ist der schlechteste seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1997.
Die Hornets erzielten derweil die zweitmeisten Punkte in ihrer Geschichte und feierten den höchsten Auswärtssieg der Franchise-Historie. Kein Spieler ging mehr als 26 Minuten, neun Spieler punkteten zweistellig. Topscorer war Tre Mann, der alle seine 20 Punkte im Schlussviertel erzielte. Brandon Miller kam auf 18 Zähler, LaMelo Ball auf 17.
rar/DPA