06.03.2026
Nach mehr als zwei Monaten Verletzungspause
Trae Young hat sein erstes Spiel für die Washington Wizards absolviert - und trotz Rost und Minutenlimit sofort für Highlights gesorgt. Beim 112:122 gegen die Utah Jazz zeigte der Guard in nur 19 Minuten bereits, warum Washington große Hoffnungen in ihn setzt.

Fast 21 Minuten dauerte es, bis der Moment kam, der die Fans in der Capital One Arena endgültig von den Sitzen riss. Young brachte mit einem "pumpfake" an der Dreierlinie seinen Verteidiger in die Luft, zog anschließend zum Korb, täuschte einen Behind-the-Back-Pass an und verwandelte schließlich einen schwierigen Scoop-Layup. Das Publikum feierte den Spielzug lautstark, obwohl die Wizards zu diesem Zeitpunkt bereits zweistellig zurücklagen. Young kam bei seinem ersten Einsatz seit dem Trade im Januar auf 12 Punkte und sechs Assists, spielte wegen eines Minutenlimits aber nur 19 Minuten.
Der 27-Jährige begann zunächst zurückhaltend und übernahm vor allem als Spielmacher Verantwortung. Mehrfach setzte er seine Mitspieler mit präzisen Pässen in Szene - etwa als er einen offenen Dreier ablehnte und stattdessen Tre Johnson in der Ecke fand. "Trae ist so ein bereitwilliger Passgeber", sagte Forward Julian Reese. "Er ist eine große Scoring-Gefahr und gleichzeitig jemand, der den Ball gerne teilt. So viele Guards gibt es in dieser Liga nicht."
Trotz einiger spektakulärer Aktionen war Young anzumerken, dass es sein erstes Spiel seit über zwei Monaten war. Nur einen seiner fünf Dreier traf er, und auch im Zusammenspiel mit seinen neuen Teamkollegen lief noch nicht alles reibungslos. "Ich glaube, ich habe ordentlich gespielt", sagte Young nach der Partie. "Meine Würfe waren auf Linie. Ich hatte nur einfach keine Beine unter mir." Auch Wizards-Coach Brian Keefe musste einmal schmunzeln, als ein spektakulärer Pass wegen eines Timeouts nicht zählte: "Er hat mich zu schnell erwischt. Der Ball war schon unterwegs, als ich das Timeout genommen habe."
Young selbst sieht sein Debüt als ersten Schritt in einem längeren Prozess. "Ich lerne diese Jungs gerade kennen und sie lernen mich", erklärte der Guard. "Es wird Momente geben, in denen sie denken: 'Oh, was war das?', wenn ich plötzlich frei bin oder ihnen den Ball gebe, wenn sie es nicht erwarten." Trotz der siebten Niederlage in Serie blickt Young nach vorne: "Ich war schon zwei Siege von den Finals entfernt, also weiß ich, was es braucht. Hier geht es darum, jeden Tag besser zu werden - diese täglichen Gewohnheiten sollen uns langfristig Erfolg bringen."
sgm