vor 2 Stunden
"Sehr wichtig"
Das Verletzungspech der vergangenen Wochen ist nicht spurlos an den Orlando Magic vorbeigegangen. In Toronto kassierten die Floridianer bereits ihre dritte Saisonniederlage und hatten dabei vor allem mit eigenen Fehlern zu kämpfen. Ein Lichtblick war allerdings Nationalspieler Tristan da Silva.

Mit 20 Punkten führte der Münchner seine Farben in Punkten an; zugleich war es bereits sein drittes Saisonspiel in zweistelligen Zählern. Head Coach Sean Sweeney zeigte sich im Anschluss zufrieden mit der Leistung seines Schützlings. "Sehr wichtig" sei sein Beitrag gewesen. "Immer, wenn jemand aggressiv auftritt, aber gleichzeitig mit Balance seine Stärken ausspielt, dann hilft das dem Team. Und ich denke, das hat er heute getan."
Besonders treffsicher präsentierte sich der Drittjahresprofi von der Dreierlinie, wo er vier seiner fünf Versuche im Korb unterbrachte. Zum Vergleich: Das restliche Magic-Team verwandelte lediglich sechs von 30 Abschlüssen (20 Prozent) von Downtown.
Da Silva selbst äußerte sich im Anschluss allerdings gewohnt bodenständig: "Das Vertrauen, das der Trainer und meine Mitspieler in mich setzen", seien die Hauptgründe für seine Leistungen dieser Tage. "Es ist also wirklich ihr Verdienst, dass sie mich finden und mir erlauben, diese Rolle auszufüllen."
Abseits von da Silvas Leistung machte sich im Lager der Magic allerdings eher Ernüchterung breit - zu ungenügend war die Leistung beim Auswärtsspiel in Toronto. Hauptursächlich dafür, da waren sich alle einig, seien die vielen Ballverluste gewesen. Insgesamt 20 Turnover häufte Orlando an, was einerseits der "rauen" Spielweise des Gegners geschuldet war, so da Silva.
Trainer Sean Sweeney knüpfte daran an und machte deutlich, dass seine Mannschaft diese Physis nicht erwidern konnte. Zudem sei insbesondere die defensive Kommunikation nicht auf der Höhe gewesen - ein Mitgrund für das mit 34 zu 45 klar verlorene Reboundduell.
Für die Magic ist es bereits die dritte Niederlage im vierten Spiel, womit derzeit nur Rang elf in der Eastern Conference zu Buche steht - eine maue Ausgangslage, zumal mit Paolo Banchero und Jalen Suggs zwei Leistungsträger noch einige Wochen fehlen werden. Als Ausrede wollte da Silva deren Absenz allerdings nicht zählen lassen. "Wir hatten [mit Verletzungen] schon in der Vergangenheit zu kämpfen, daher würde man meinen, dass wir uns schnell daran anpassen können. Nichtsdestotrotz sind wir natürlich personell geschwächt und wollen trotzdem weiter schnell spielen - das ist eine Belastung, aber keine Entschuldigung."
jos