vor 13 Stunden
DBB-Kapitän begeistert vom Aufschwung
Beim WM-Spiel der deutschen Basketballerinnen gegen Mali saß auch Dennis Schröder in der Halle. Der Kapitän der Männer-Nationalmannschaft lobte die Entwicklung des DBB-Teams - und betonte die Bedeutung der Heim-WM für den deutschen Frauenbasketball.

"Am Ende des Tages kann man nicht jedes Spiel gewinnen", sagte Schröder bei MagentaSport mit Blick auf die deutliche Auftaktniederlage gegen Spanien. Entscheidend sei die anschließende Reaktion gewesen: "Sie sind besser geworden. Das erste Spiel war nicht so gut. Das zweite Spiel haben sie deutlich gewonnen. Und jetzt im dritten Spiel dominieren sie auch."
Damit erfülle die Mannschaft eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Turnier. "Du willst in dem Turnier von Spiel zu Spiel immer besser werden - und das tun sie", erklärte der Welt- und Europameister. Wie sehr Schröder mitfieberte, zeigte sich bei einem Dreier von Luisa Geiselsöder: Auf dem Rückweg in die Defensive zelebrierte die Nationalspielerin den Treffer mit dem DBB-Kapitän.
Für Schröder war es selbstverständlich, gemeinsam mit seiner Familie in der Halle zu sein und das DBB-Team zu unterstützen. "Der Frauensport wächst, Basketball wächst, 3x3 hat Olympia gewonnen. Jetzt haben wir einfach eine Heim-WM in Berlin. Das ist riesig für den Sport", sagte der 32-Jährige. "Wir sind natürlich da und supporten das Ganze."

Auch die WNBA verfolgt Schröder bereits seit seiner Zeit bei den Atlanta Hawks. Die Liga wachse und verfüge über "sehr viele individuelle Talente, die einen Namen für sich selbst machen". Dennoch forderte der DBB-Kapitän: "Das braucht immer noch mehr Anerkennung."
MagentaSport-Experte Per Günther hob ebenfalls die Entwicklung des deutschen Basketballs hervor. Neben den fünf deutschen WNBA- und acht NBA-Profis beeindruckten ihn besonders die ausverkauften Hallen und die Stimmung bei der Heim-WM. Dass Schröder regelmäßig auch Jugendteams und die Frauen unterstützt, sei Teil einer neuen Kultur: "Dass du eine Kultur des 'Gesamt-DBB' entwickelst", sei "schon ziemlich cool, aus der Ferne zu beobachten".
sgm