Basketball WM Frauen
vor 14 Stunden
Einzelkritiken für das DBB-Team
Die Noten zur Gala gegen Mali: Bei den Sorgenkindern platzt der Knoten

Die Noten zur Gala gegen Mali: Bei den Sorgenkindern platzt der Knote
Mit einer überzeugenden Vorstellung hat Deutschland die Zwischenrunde erreicht. Vor allem den Sorgenkindern gelingt ein Befreiungsschlag. Die Einzelkritiken.

Britta Daub - Note: 2
Daub blieb für die noch angeschlagene Peterson in die Starting Five und rechtfertigte das Vertrauen mit einer konzentrierten Vorstellung. Sie organisierte das deutsche Spiel ruhig, vermied Ballverluste und arbeitete engagiert am Brett. Vier Rebounds, davon zwei offensiv, zeigten ihren Einsatz. Mit einem Dreier half sie außerdem dabei, die Führung weiter auszubauen.
FIBA
Emma Eichmayer - Note: 4
Eichmeyer brachte zwar Energie mit, erlebte insgesamt aber einen unglücklichen Abend. Vier Fouls in gut zehn Minuten verhinderten, dass sie ihren Rhythmus finden und länger Einfluss nehmen konnte. Auch offensiv blieb sie bei drei Fehlwürfen ohne Punkte. Immerhin bereitete sie zwei Treffer ihrer Mitspielerinnen vor.
FIBA
Alexis Peterson-Smalls - Note: 2
Mit ihrer Schnelligkeit brachte Peterson eine Dimension ins deutsche Spiel, die Mali kaum kontrollieren konnte. Sie zog konsequent zum Korb, band mehrere Verteidigerinnen und setzte ihre Mitspielerinnen mit fünf Assists ein. Ein schwieriger Korbleger gegen zwei Gegenspielerinnen und der direkte Ballgewinn beim folgenden Einwurf brachten die Halle zum Kochen. Vier Ballverluste und einige hektische Entscheidungen verhinderten eine noch bessere Bewertung.
IMAGO/camera4+
Alexandra Wilke - Note: 3,5
Wilke benötigte kaum Zeit, um der deutschen Offensive einen Impuls zu geben. Ihr schwieriger Dreier bescherte dem DBB-Team zu diesem Zeitpunkt die höchste Führung der Partie. Mit fünf Punkten bei zwei Treffern aus drei Versuchen nutzte sie ihre kurze Einsatzzeit effizient. Dazu gab es aber auch zwei Ballverluste.
FIBA
Clara Bielefeld - ohne Bewertung
Die 19-Jährige purzelte im Vergleich zu den anderen Spielen aus der Rotation, durfte aber noch gut drei Minuten ran, als die Partie entschieden war. Verbuchte da noch zwei Punkte nach einem schönen Drive.
IMAGO/anke waelischmiller
FORWARDS - Leonie Fiebich - Note: 2
Fiebich eröffnete ihren Abend mit einem frühen Dreier, blieb als Scorerin danach aber eher unauffällig. Dafür prägte sie das deutsche Spiel mit Übersicht und nahezu fehlerfreien Entscheidungen. Sechs Assists ohne einen einzigen Ballverlust sowie neun Rebounds unterstreichen ihre starke Allround-Leistung. Dass nach dem Auftakttreffer fünf weitere Dreier danebengingen, war deshalb gut zu verschmerzen.
FIBA
Nyara Sabally - Note: 3
Sabally verlieh dem DBB-Team in ihren weiterhin dosierten Minuten wichtige Präsenz unter dem Korb. Nach einem zunächst etwas verhaltenen Beginn wurde sie zunehmend aktiver und fand auch offensiv bessere Lösungen. Sechs Punkte, drei Rebounds, zwei Assists und ein Block in knapp 13 Minuten belegen ihren vielseitigen Einfluss. Eine effiziente Vorstellung bei erneut begrenzter Einsatzzeit. Offensichtlich wurde sie etwas geschont.
FIBA
Frieda Bühner - Note: 1,5
Bühner benötigte nach ihrer Einwechslung kurz, um sich an die malische Physis zu gewöhnen - dann lief sie heiß. Zwei Dreier in Serie zwangen Mali zur Auszeit, zwei weitere Distanztreffer folgten. Mit 16 Punkten und einer Dreierquote von 4/6 war sie eine der wichtigsten deutschen Offensivspielerinnen. Ihr Plus/Minus-Wert von +23 war der beste des gesamten Teams.
FIBA
Lina Sontag - Note: 3,5
Sontag verschaffte den deutschen Leistungsträgerinnen mit energiegeladenen Minuten wichtige Pausen. Offensiv blieb sie ohne Punkte und vergab ihre drei Würfe, ließ sich davon aber nicht in ihrem Einsatz beeinflussen. Drei Rebounds und mehrere kleinere Hustle Plays zeigten ihren Wert für die Mannschaft. Ihr Beitrag war weniger auf dem Statistikbogen als in der Intensität ihres Spiels zu erkennen.

Emily Bessoir - Note: 2,5
Nachdem Bessoir in den ersten beiden WM-Partien insgesamt nur rund sieben Minuten erhalten hatte, schenkte Olaf Lange ihr diesmal deutlich mehr Vertrauen. Sie zahlte es mit guten offensiven Entscheidungen, drei Assists und zusätzlicher Länge in der Defensive zurück. Dazu holte sie zwei Offensivrebounds und verwandelte alle vier Freiwürfe. Auch ohne Feldkorb war das eine überzeugende Bewerbung für weitere Minuten.
IMAGO/Eibner
Luisa Geiselsöder - Note: 1,5
Geiselsöder gehörte auf beiden Seiten des Feldes zu den auffälligsten deutschen Spielerinnen. Defensiv übernahm sie häufig die schwierige Aufgabe gegen Sika Kone, offensiv attackierte sie konsequent den Korb und lief bei jeder Gelegenheit das Feld hinunter. Mit fünf Punkten in Serie, darunter einem Dreier unmittelbar vor den Augen von Dennis Schröder, zwang sie Mali zur Auszeit. Am Ende stand sie bei 17 Punkten bei 7/11 aus dem Feld.

Marie Gülich - Note: 2
Gülich hatte am defensiven Brett zunächst Schwierigkeiten mit der Athletik der Malierinnen. Im weiteren Verlauf stabilisierte sie sich und fand auch offensiv besser in die Begegnung. Sie bewegte den Ball zuverlässig und traf selbstbewusst einen Dreier im Fastbreak. Neun Punkte und vier Rebounds machten ihre insgesamt ordentlichen Minuten von der Bank komplett.
IMAGO/Contrast